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6 ungewöhnliche Tiere, die in Köln in freier Wildbahn leben

Eine Stadt ist immer auch ein Naturraum. Und in Köln gibt es eine ganze Reihe von wilden Tieren, die man auf dem Stadtgebiet so eigentlich gar nicht vermutet. Es gibt einerseits die beeindruckenden Naturphänomene, wie den Überflug der Kraniche im Frühjahr über Köln (hier siehst du aktuelle Fotos davon).

Darüber hinaus leben in Köln aber auch ständig Tiere in der freien Natur, die man zunächst gar nicht in der Stadt vermuten würde. Die Lebensräume sind total unterschiedlich. Sie zeigen einerseits, wie wichtig die Natur-Gebiete, wie Worringer Bruch, Königsforst und Wahner Heide für Köln sind. Andererseits zeigen sie auch, wie Tiere sich an Städte anpassen können, um hier zu überleben. (Foto: Friedhelm Bürks)

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Nutrias

Die Nutrias erwecken alleine aufgrund ihres Aussehens schön einiges an Aufsehen. Klar, sie erinnern an Ratten und gehören im weiteren Sinne auch zu der Familie der Ratten. Nutrias haben es sich in Köln mittlerweile am Rheinufer, aber auch mitten in der Stadt gemütlich gemacht. Das Foto von Januar 2021 zeigt ein Exemplar am Ufer des Weihers im Theodor-Heuss-Park am Ebertplatz, also wirklich mitten mitten in der Stadt.

Nutrias kommen eigentlich aus Südamerika und sind Allesfresser. Das könnte auch dazu führen, dass sie sich künftig noch mehr in Köln vermehren. Zuletzt wurden sie auch vermehrt am Rheinufer gesichtet.

Auch dieses Bild zeigt ein Nutria am Ebertplatz Anfang 2021. Foto: Friedhelm Bürks

Halsband-Sittiche

Sie Halsband-Sittiche sind sicher die auffälligsten und lautesten exotischen Bewohner Kölns – und entsprechend bekannt und beliebt.

Sie sind grün und haben einen roten Schnabel. In Köln sind sie auch mitten in der Stadt in Schwärmen unterwegs und können ordentlich Lärm machen. Mehrere tausend Exemplare sind es laut Schätzungen in Köln. Bereits seit Ende der 60er-Jahre gibt es sie auf dem Kölner Stadtgebiet.

Schlangen

Wilde Schlangen in Köln? Ja, auch das gibt es. Nicht mitten in der Stadt (ist uns zumindest nicht bekannt), aber in der Wahner Heide und auch im Königsforst: Hier lebt die Ringelnatter und die Schlingnatter. Beide Arten sind übrigens ungiftig und tun dem Menschen nichts. Die Ringelnatter kann ein stark riechendes Sekret absondern, wenn sie sich verteidigt. Wenn ihr eine Schlange seht: Abstand halten, die Tiere in Ruhe lassen – und sich darüber freuen, dass es sowas auf Kölner Stadtgebiet gibt.

Beide Schlangen sind übrigens weit von einer Größe entfernt, die man aus dem Fernsehen kennt. Sie werden zwischen 60 und 75 Zentimeter groß.

Übrigens: In der Wahner Heide gibt es nahe des Eingangs der früheren belgischen Kaserne eine Panzerwaschanlage, die heute ein Biotop ist. Wer Glück hat, kann auch hier Schlangen und Frösche entdecken (hier lest ihr mehr dazu). Es gibt auch Blindschleichen, die sind streng genommen aber Eidechsen.

Feuersalamander

Ja, auch den Feuersalamander kann man auf Kölner Stadtgebiet antreffen und zwar im Königsforst. Seine Larven finden sich in strömungsarmen Bereichen von den vielen Bächen, wie die Seite Wahnerheide Königsforst aufzählt. Er hat durch sein gelb-schwarzes Aussehen einen hohen Wiedererkennungswert.

Es ist allerdings sehr schwierig, ihn zu sehen, denn der Feuersalamander hält sich gerne in Nischen und Spalten auf und ist außerdem nachtaktiv. Über seine Ohrdrüsen kann der Feuersalamander ein giftiges Sekret versprühen, das bei Menschen in der Regel lediglich zu Hautreizungen, in Einzelfällen zu Übelkeit, führt.

Waschbären

Seit Jahren schon breiten sich Waschbären in Städten aus. Sie durchwühlen Mülleimer oder sind auf Dachböden anzutreffen. In Köln gab es in den vergangenen Jahren immer wieder vereinzelt Sichtungen und Begegnungen mit Waschbären, zum Beispiel in Gartenlauben. Auch wenn Waschbären einiges durcheinanderbringen können, muss man doch sagen: Sie sehen einfach sehr süß aus.

Der Wolf

Nein, es gibt keine Wolfsrudel, die nachts durch Köln ziehen. Tatsächlich aber hatte sich in der Nacht vom 20. auf den 21. Mai 2021 ein Wolf in die Kölner Innenstadt verirrt. Der Fall erregte großes Aufsehen. Eine Überwachungskamera der Rheinenergie hatte des Tier am Parkgürtel in Ehrenfeld gefilmt. In Köln-Merkenich gab es in dieser Nacht vier gerissene Schafe.

Viele Anwohner hatten anschließend in der Nacht Sichtungen des Wolfes in Ehrenfeld gemeldet. Hier seht ihr noch einmal das Video, das sie RheinEnergie hochgeladen hat:

Kennt ihr weitere ungewöhnliche Tiere, die in Köln in freier Wildbahn vorkommen und habt sie auch schon einmal fotografiert? Schickt uns eine E-Mail.

Hier findest du weitere Outdoor- und Ausflugstipps für Köln:

Monte Troodelöh: Die 7 wichtigsten Tipps, um den höchsten Berg Kölns zu erklimmen

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