Wer bislang den Kölner Zoo besucht hat, zahlte für ein Tagesticket 23 Euro. Ab sofort gelten im Kölner Zoo für Tagestickets so genannte dynamische Preise. Das bedeutet: Je nach Nachfrage ist der Preis für ein Ticket unterschiedlich. Besucher zahlen künftig zwischen 22,50 Euro und 29,50 Euro für eine Tageskarte
➡️ Der Zoo erhöht also nicht blanko alle Preise, erhofft sich durch die neue Preisstruktur aber natürlich höhere Einnahmen durch den Ticketverkauf. Wer sein Ticket online kauft und mit etwas Vorlauf spart in der Regel am meisten Geld.
📍 Die letzte Ticketerhöhung im Kölner Zoo liegt rund 4 Jahre zurück. Damals wurde der Preis für ein Tagesticket von 19 auf 23 Euro erhöht. Nun gibt es eine erneute Preiserhöhung. Der Grund dafür sind die in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegenen Kosten für Personal, Futter aber auch Energie.
Dynamische Preise gelten nur für Tageskarten
Das dynamische Preismodell gilt ausschließlich für Tageskarten. Andere Ticketarten bleiben beim Festpreis. Dazu zählen unter anderem:
- Jahreskarten
- Ermäßigungen für Schulklassen
- bestehende Services an der Tageskasse
Neu eingeführt wurde zudem eine ermäßigte Tageskarte für Seniorinnen und Senioren ab 63 Jahren.
Kölner Zoo: Die neue Preise im Detail
Tageskarten kosten künftig zwischen 22,50 Euro und 29,50 Euro. Wichtig zu wissen: Im Vergleich zu vielen Ausstellungen sind die Tagestickets am Samstag und Sonntag nicht automatisch im Grundpreise teurer, sondern kosten weiter im Voraus auch zunächst ab 22,50 Euro.
- Die ermäßigten Tickets gelten neben Schülern und Studenten künftig auch für Senioren. Der günstigste Tarif liegt bei 16,10 Euro.
- Das günstigste Kinderticket gibt es ab 10,50 Euro.
- Online-Tagestickets gelten auch als VRS-Ausweis.
Alle Jahreskarten im Kölner Zoo werden teurer
Die Jahreskarten im Zoo haben nach wie vor einen Festpreis und werden ab sofort teurer:
- Erwachsene Zahlen 105 Euro (zuvor 95 Euro)
- Senioren und Schüler zahlen 73 Euro (zuvor 63 Euro)
- Kinder (4-12 Jahre) zahlen 60 Euro (zuvor 55 Euro)
- Eine Familienjahreskarte 2 Erwachsene, 1 Kind kostet: 250 Euro (zuvor 225 Euro)
Kölner Zoo muss seine Kosten selbst reinholen
Der Kölner Zoo finanziert sich – im Vergleich zur Kultur – zu einem überwiegenden Teil selbst. Rund 85 Prozent der Kosten holt der Zoo selbst rein. Der größten Posten machen Eintrittsgelder aus. Doch der Haushalt war zuletzt auf Kante genäht.
Laut Geschäftsbericht 2023 hat der Zoo Umsatzerslöse in Höhe von 21,1 Mio. Euro erzielt. Der Zuschuss der Stadt macht also knapp 16,5 Prozent der Umsätze aus. Trotz gestiegener Kosten konnte der Zoo 2023 ein positives Jahresergebnis mit einem Überschuss von 73.000 Euro erzielen.
Ticketsverkäufe machen den größten Posten für Einnahmen aus
Der größte Einnahmeposten für den Kölner sind die Eintrittsgelder. Durch Ticketverkäufe wurden Umsatzerlöse in Höhe von 15,9 Mio. Euro erwirtschaftet. Die hohe Summe durch Ausschüttungen von Stiftungen (rund 1 Mio. Euro) zeigt außerdem das Ansehen des Zoos in der Stadtgesellschaft.
Die Ausschüttung der Zoo Gastronomie (691.000 Euro bei 6,1 Mio. Euro Umsatz) ist 2023 ebenfalls gestiegen. Hinzu kommen noch weitere Posten, wie etwa Vermietungen, Spenden und Erbschaften.
Stadt Köln gibt dem Kölner Zoo immer weniger Geld
Gleichzeitig hat die Stadt Köln zuletzt beschlossen, dem Kölner Zoo immer weniger Geld zu geben. 2009 wurde der Zuschuss der Stadt von 4,5 auf 3,5 Mio. Euro gekürzt und blieb danach unverändert. „Heute ist dieser Betrag inflationsbereinigt nur noch ca. 2,4 Mio Euro wert. Das bedeutet, dass sich der Zuschuss von damals bis heute um ca. 1 Mio. Euro verringert hat, was einer Reduktion von ca. 30% entspricht.“
Im Haushaltsplanansatz der Stadt waren für den Zoo für 2025 noch 3,3 und für 2026 noch 3,1 Mio. Euro vorgesehen. Laut Planansatz soll der Zuschuss bis 2029 unter 3 Mio. Euro sinken.
➡️ Die Kosten steigen, die Stadt gibt weniger. Was die Stadt einspart, zahlen die Kölnerinnen und Kölner mehr.
Bereits vor einem Jahr erklärte ein Zoo-Sprecher auf Verliebt in Köln-Nachfrage, dass steigende Eintrittspreise in Zukunft nicht auszuschließen seien. Das ist nun Realität geworden.
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