Das Kölsche Grundgesetz ist kein echtes Gesetzbuch, sondern eine Sammlung von Lebensweisheiten, die seit Jahrzehnten mit Köln verbunden werden. Viele der Sprüche klingen zunächst humorvoll, beschreiben aber ziemlich treffend unterschiedliche Arten, mit Alltag, Problemen und anderen Menschen umzugehen. Bist du eher gelassen, optimistisch, pragmatisch, realistisch oder besonders tolerant? Beantworte sieben Fragen und finde heraus, welcher Satz aus dem Kölschen Grundgesetz am besten zu deiner Haltung passt.
Et kütt wie et kütt – der Gelassene
„Et kütt wie et kütt“ bedeutet sinngemäß: Es kommt, wie es kommt. Dahinter steckt eine ziemlich entspannte Haltung gegenüber Dingen, die sich nicht vollständig planen lassen. Wer bei diesem Ergebnis landet, kann improvisieren, bleibt auch bei unerwarteten Wendungen vergleichsweise ruhig und versucht, aus der jeweiligen Situation das Beste zu machen.
Et hätt noch immer jot jejange – der Optimist
Dieser Satz lässt sich ungefähr mit „Es ist bisher noch immer gut gegangen“ übersetzen. Er steht für Zuversicht und die Überzeugung, dass sich auch schwierige Situationen oft wieder lösen lassen. Wenn dieser Spruch zu dir passt, schaust du wahrscheinlich eher auf Möglichkeiten als auf Probleme und verlierst auch nach Rückschlägen nicht sofort den Mut.
Wat fott es, es fott – der Pragmatiker
„Wat fott es, es fott“ heißt: Was weg ist, ist weg. Die Lebensweisheit steht dafür, Vergangenes irgendwann auch wirklich hinter sich zu lassen. Du verschwendest nicht gerne unnötig Energie auf Dinge, die sich ohnehin nicht mehr ändern lassen, sondern richtest deinen Blick lieber wieder nach vorne.
Wat wellste maache? – der Realist
Nicht jedes Problem lässt sich lösen und nicht jede Situation lässt sich beeinflussen. Genau dafür steht „Wat wellste maache?“. Wer sich hier wiederfindet, unterscheidet meist ziemlich klar zwischen Dingen, die sich verändern lassen, und solchen, die man akzeptieren muss. Das hat weniger mit Resignation zu tun als mit einem ziemlich nüchternen Umgang mit dem Alltag.
Jede Jeck es anders – der Tolerante
„Jede Jeck es anders“ gehört zu den bekanntesten kölschen Lebensweisheiten. Der Satz bedeutet, dass jeder Mensch unterschiedlich ist und auch sein darf. Wenn das dein Ergebnis ist, kannst du Verschiedenheit gut aushalten, musst andere Menschen nicht ständig von deiner Sichtweise überzeugen und findest es eher bereichernd, wenn nicht alle gleich denken und leben.
Das Kölsche Grundgesetz wird heute häufig als humorvolle Zusammenfassung einer bestimmten kölschen Lebensart verstanden: ein bisschen Gelassenheit, eine Portion Optimismus und möglichst viel Toleranz. Ob sich jeder Kölner jederzeit daran hält, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Gerade deshalb macht es Spaß herauszufinden, welcher der bekannten Sätze am ehesten zur eigenen Persönlichkeit passt.



