Nach 14 Jahren Sanierung ist die Rückkehr der Bühnen an den Offenbachplatz nun auch offiziell vollzogen. Am Donnerstagabend hat die Stadt Köln die Wiedereröffnung von Oper und Schauspiel mit einem Festakt im sanierten Opernhaus gefeiert.
Damit endet eines der längsten und teuersten Bauprojekte der jüngeren Kölner Stadtgeschichte. Die Sanierung des Gebäudeensembles hatte 2012 begonnen. Eigentlich sollten Oper und Schauspiel bereits 2015 wieder eröffnen. Nach zahlreichen Verzögerungen und Kostensteigerungen liegt die aktuelle Kostenprognose bei rund 798 Millionen Euro. (Foto: Costa Belibasakis/Stadt Köln)
Festakt im neuen Opernhaus
Oberbürgermeister Torsten Burmester eröffnete den Festakt. Zu den Rednern gehörten außerdem Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Carsten Brosda, Hamburger Kultursenator und Präsident des Deutschen Bühnenvereins.
Burmester bezeichnete die Wiedereröffnung als Ende einer langen Wartezeit. Nach 14 Jahren gehöre der Offenbachplatz wieder den Kölnerinnen und Kölnern.
In seiner Rede hob er zugleich die gesellschaftliche Bedeutung von Oper und Schauspiel hervor. Theater seien Orte, an denen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Überzeugungen zusammenkommen könnten.
Auch Brosda stellte in seiner Festrede die Rolle von Kunst und Kultur für eine demokratische Gesellschaft in den Mittelpunkt.
Oper, Schauspiel und Gürzenich-Orchester gestalten Programm
Das Programm im Opernhaus wurde gemeinsam von Oper Köln, Schauspiel Köln und dem Gürzenich-Orchester gestaltet. Das Orchester spielte unter der Leitung von Generalmusikdirektor Andrés Orozco-Estrada. Moderiert wurde der Abend von Bettina Böttinger.
Zu den Beteiligten gehörte außerdem Starsopranistin Diana Damrau.
Der Festakt war der offizielle Abschluss der Wiedereröffnung. Bereits am Wochenende zuvor hatten die Bühnen ihre Türen für die Kölnerinnen und Kölner geöffnet. Beim großen Eröffnungsfest von Oper und Schauspiel am 19. und 20. September kamen nach Angaben der Bühnen mehr als 40.000 Menschen zum Offenbachplatz.
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Nach dem Festakt beginnt nun der reguläre Spielbetrieb in den sanierten Häusern.
Am Freitag, 25. September, feiert im Schauspielhaus die Uraufführung von „In bester Lage“ Premiere. Am Sonntag, 27. September, folgt mit Richard Strauss‘ „Der Rosenkavalier“ die erste Opernpremiere im wiedereröffneten Opernhaus.
Auch die neu errichtete Kinderoper am Offenbachplatz nimmt ihren regulären Betrieb auf. Sie eröffnet am 10. Oktober mit der Uraufführung „Der König verschenkt was“.
Wer die neuen Häuser besuchen möchte, kann Eintrittskarten für die Spielzeit 2026/27 bereits kaufen. Die Ticketpreise für die sanierte Kölner Oper haben wir hier ausführlich zusammengefasst.
Eine Sanierung mit langer Vorgeschichte
Die Generalsanierung von Oper und Schauspiel gehört zu den umstrittensten Bauprojekten Kölns. Begonnen hatten die Arbeiten 2012. Die geplante Wiedereröffnung im Jahr 2015 musste kurzfristig abgesagt werden.
In den folgenden Jahren wurden Zeitplan und Kosten mehrfach korrigiert. Die zuletzt veröffentlichte Kostenprognose der Bühnen liegt bei rund 798 Millionen Euro.
Mit dem Festakt am 24. September 2026 endet zumindest die Zeit der Interimsspielstätten: Die Oper kehrt aus dem StaatenHaus in Deutz zurück, das Schauspiel aus dem Depot in Mülheim.
Nach mehr als einem Jahrzehnt spielen Oper und Schauspiel damit wieder dort, wo sie vor Beginn der Sanierung zu Hause waren: mitten in der Kölner Innenstadt am Offenbachplatz.
- Schon am Wochenende vor dem Festakt konnten sich die Kölnerinnen und Kölner beim großen Eröffnungsfest von Oper und Schauspiel einen ersten Eindruck von den sanierten Häusern am Offenbachplatz machen.
- Auch die neue Kinderoper am Offenbachplatz gehört zum wiedereröffneten Bühnenensemble und startet nun in ihre erste reguläre Spielzeit.
- Wer eine Vorstellung besuchen möchte, findet bei uns außerdem einen Überblick über die neuen Ticketpreise für die Kölner Oper.


