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Deutz AG

Kölner Motorenbauer Deutz steigt groß ins Panzer-Geschäft ein

Der Kölner Motorenhersteller Deutz steht vor einem der größten Zukäufe seiner Unternehmensgeschichte. Das Unternehmen will die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) vollständig übernehmen.

Der Kaufpreis liegt bei rund 1,6 Milliarden Euro. Mit der Übernahme würde Deutz künftig auch zu einem bedeutenden Akteur im Bereich militärischer Landfahrzeuge und Rüstungstechnologie. Die Deutz AG wir zum Rüstungskonzern. (Foto: Deutz AG)

➡️ Die FFG mit Sitz in Flensburg beschäftigt mehr als 1.100 Mitarbeitende und zählt zu den führenden europäischen Anbietern militärischer Land- und Spezialfahrzeuge. Das Unternehmen produziert, wartet und modernisiert unter anderem Bergepanzer, Schützenpanzer, Mannschaftstransporter und weitere Spezialfahrzeuge. Zu den Kunden gehören die Bundeswehr sowie Streitkräfte der NATO und der Ukraine.

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Nach Angaben von Deutz soll die FFG künftig den Kern des neuen Defense-Geschäfts bilden, operativ aber eigenständig bleiben. Der Kölner Konzern bringt vor allem seine Kompetenz bei Antrieben ein – von klassischen Dieselmotoren über Hybridantriebe bis hin zu Lösungen für die mobile Energieversorgung im Feld.

➡️ Gemeinsam wollen beide Unternehmen künftig als Systemanbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen auftreten.

Der Kaufpreis von rund 1,6 Milliarden Euro soll teilweise in bar und teilweise über neu ausgegebene Deutz-Aktien bezahlt werden. Die bisherigen Eigentümerfamilien der FFG würden dadurch mit einem Anteil von bis zu 29,9 Prozent zum größten Ankeraktionär von Deutz werden.

Für Deutz ist die Übernahme ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie. Das Defense-Geschäft soll künftig neben den Bereichen Motoren, Energie, neuen Technologien und Service eine weitere tragende Säule des Konzerns bilden.

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Nach Unternehmensangaben soll die Transaktion das Wachstum deutlich beschleunigen und dazu beitragen, die strategischen Ziele für 2030 früher als geplant zu erreichen.

Die FFG erzielte im Geschäftsjahr 2025 nach HGB einen Umsatz von rund 760 Millionen Euro. Nach Angaben des Unternehmens übersteigt der aktuelle Auftragsbestand den Jahresumsatz um ein Vielfaches.

➡️ Noch ist die Übernahme allerdings nicht abgeschlossen. Die Aktionärinnen und Aktionäre von Deutz sollen am 24. August 2026 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die notwendige Kapitalerhöhung abstimmen. Zudem müssen die zuständigen Behörden den Zusammenschluss genehmigen. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende 2026 oder das erste Quartal 2027 erwartet.

Infos zur Deutz AG

  • Gründung: 1864
  • Sitz: Köln
  • Besonderheit: DEUTZ gilt als älteste Motorenfabrik der Welt.
  • Geschäft: Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Antriebssystemen, Energie- und Stromerzeugungslösungen.
  • Einsatzbereiche: Bau- und Landmaschinen, Gabelstapler, Hebebühnen, Stromerzeugungsaggregate, Nutzfahrzeuge und Schienenfahrzeuge.
  • Service: Wartung, Reparatur, Ersatzteile, Remanufacturing und digitale Services.
  • Netzwerk: Rund 1.250 Vertriebs- und Servicestandorte in fast 180 Ländern.
  • Beschäftigte: Rund 6.000 weltweit.
  • Umsatz 2025: Gut 2,0 Milliarden Euro.
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