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Kölner Bäcker backt Bier-Brot mit Ur-Kölsch vom Fass

Das ist ja mal eine schöne Idee: Die Kölner Bäckerei prôt von Alex im Belgischen Viertel verkauft ein Brot, in dessen Teig Gaffel Wiess-Bier beigeschmischt wird. Das Bier gilt als eine Art Ur-Kölsch, denn bis Mitte des letzten Jahrhunderts galt Wiess (hell, ungefiltert und naturtrüb) als eine Art Nationalgetränk der Kölner.

Bei der Idee trifft sich die Kombination von einem traditionellen Getränk und einer ebenfalls traditionellen Brotback-Auffassung: „prôt ist die althochdeutsche Bezeichnung für Brot und beschreibt damit den Kern unserer Philosophie: Zurück zum Ursprung der Brotkultur, zurück zu wenigen Zutaten und zurück zu einer langen Reifungszeit“, beschreibt Bäcker Alexander Onasch auf seiner Homepage die Herangehensweise die in Köln gut ankommt. Vor seinem Geschäft (geöffnet ab 10 Uhr) gibt es eigentlich immer eine Schlange. (Linkes Foto: Gaffel)

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Fass-Bier für den Teig

„Die Entwicklung der finalen Rezeptur hat gut drei Wochen gedauert,“ sagt er. Für das Bierprôt wird Schweizer Weizenruchmehl, Roggenmehl, original Gaffel Treber und frisches Gaffel Wiess vom Fass verwendet. „Ich habe noch Senfkörner dazugeben. Sie sorgen für den Brauhauscharakter.“

Das Wiess wird dabei als Schüttflüssigkeit verwendet. Daraus zieht Alexander Onasch dann den Biervorteig. Auch der Treber vom Brauprozess wird mitverwendet. „Damit kommt noch mehr Geschmack ins Brot“, sagt der Bäckermeister.

Wir haben uns das Bierbrot auch direkt vor Ort gekauft und es gegessen. Unter den beiden folgenden Fotos lest ihr unsere Erfahrungen.

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Das kölsche Bierbrot im Geschmackstest

Das Kölsch-Brot kann man freitags und samstags in der Backstube in der Lütticher Straße kaufen. Das 750 Gramm-Brot kostet 5,80 Euro.

Wir haben es uns ebenfalls gekauft und natürlich probiert. Das Brot ist sehr flach und duftet wahnsinnig lecker. Es ist auch nach mehreren Tagen in der Brottüte noch sehr gut haltbar und wird nicht hart. Qualitativ sind die Brote aus der Bäckerei sicherlich mit das Beste, was Köln zu bieten hat. Aufgefallen ist uns ein kleiner Nachgeschmack, der etwa 30 Minuten nach Verzehr des Brots angehalten hat.

Zu jedem Brot gibt es auch einen Mini-Bierdeckel, auf dem die Zutaten des Brotes sind (siehe Foto). Im Frühjahr hatte bereits eine Kölner Eisdiele einen Hit gelandet, als sie ein Kölsch-Eis angeboten haben. Nun gibt es also auch ein Bierbrot mit Urkölsch.

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