Köln Rodenkirchen

Welche Bedeutung hat der Name Rodenkirchen?

Wer heute durch Rodenkirchen spaziert, denkt vielleicht an die Riviera und den Rhein – aber kaum jemand kennt die spannende Legende hinter dem Namen des Stadtteils. Sie führt zurück ins Mittelalter und dreht sich um einen Kölner Bischof, einen geheimnisvollen Kahn auf dem Rhein und ein göttliches Urteil.

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Die Erklärung zu Köln-Rodenkirchen

Der Kölner Stadtteil Rodenkirchen verdankt seinen Namen einer Legende, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Sie dreht sich um Bischof Maternus, der sowohl in Köln als auch in Trier und Tongern verehrt wurde. Als Maternus starb, stritten die drei Bischofssitze darüber, wer ihn bestatten dürfe.

Der Legende nach entschied schließlich ein göttliches Urteil: Ein Engel setzte einen Kahn mit dem Leichnam am Rheinufer in Köln ins Wasser. Der Kahn trieb flussaufwärts und landete knapp eine Meile außerhalb der Stadt. Dort wurde der Bischof von Trier bestattet – doch die Eingeweide blieben an der Stelle, an der der Kahn das Ufer berührte.

Die Kölner sollen dort eine Kapelle errichtet haben, um diese Reliquien aufzubewahren. Der Ort erhielt den Namen Ruwenkirch – abgeleitet von „Ruwen“ oder „Rauen“, was im Sinne von Trauer oder Reue verstanden wurde. Aus Ruwenkirch entwickelte sich schließlich der heutige Name Rodenkirchen.

Die Maternuskapelle, die heute noch am Rheinufer steht, stammt vermutlich aus dem 10. Jahrhundert. Bei Renovierungsarbeiten 1925 fanden sich in den Mauern sogenannte Memoriensteine aus frühchristlicher Zeit. Solche Steine wurden nur in Kirchen mit Begräbnisrecht verwendet – ein Hinweis darauf, dass hier möglicherweise schon in frühchristlicher Zeit ein Vorgängerbau stand.

Der Name Maternus ist auch heute in Rodenkirchen noch allgegenwärtig. Neben der Kapelle heißt der zentrale Platz in Rodenkirchen Maternusplatz. Am Rheinufer gibt es in der Ufermauer ein Maternus-Bildstock mit einer Figur.

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