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Köln: Noch 10 % freie Intensivbetten, Weihnachtsmärkte auch im Dezember „nicht realistisch“

Vertreter der Stadt Köln haben sich am Freitag nach der Sitzung des Krisenstabs zu der aktuellen Corona-Situation in Köln geäußert. Die Beteiligten haben dabei erklärt, wie sich die Situation in Köln aktuell darstellt und was in den kommenden Wochen passieren wird.

Die Wocheninzidenz in Köln lag am Freitag bei 202, das ist ein leichter Anstieg gegenüber dem Vortag.

[Alle aktuellen Coronazahlen für Köln findest du hier]

Das sagt der Kölner Feuerwehr-Chef:

Dr. Christian Miller, Leiter der Feuerwehr äußerte sich zur operativ taktischen Lage in der Stadt: „Die Lage ist angespannt.“

Der Virus sei in Köln mittlerweile in der breiten Öffentlichkeit angekommen. In den vergangenen 7 Tagen waren 7,4 % der getesteten Personen Corona-positiv. Das sei ein höherer Wert, als bei der 1. Welle. Dort lag der Wert der positiv Getesteten bei 1,2 Prozent.

Die Situation in den Krankenhäusern spitze sich langsam zu: Von den 224 Menschen im Krankenhaus befinden sich 45 Menschen auf der Intensivstation.

Weitere Verdoppelung der Zuwachsraten möglich

Derzeit sind in Köln noch rund 10 Prozent der Intensivbetten frei. Schwierig sei außerdem, dass in den Krankenhäusern mittlerweile auch das Pflegepersonal von Infektionen betroffen sei.

Der Lockdown sei laut Miller dringend notwendig, weil die Ausbreitungsdynamik abkühlen müsse, um die Kapazitäten für Intensivbetten zu erhalten.

Miller: „Wir brauchen 2-3 Wochen, um die Maßnahmen zu sehen. In dieser Zeit werden die Zahlen weiter steigen.“ Bis dahin sei eine Verdoppelung oder Verdreifachung der Zuwachsraten nicht auszuschließen.

Miller appelliert an die Menschen: „Halten Sie die Regeln ein.“

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Das sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker:

Der Krisenstab hat auch über die Weihnachtsmärkte in Köln beraten: Klar ist, dass Weihnachtsmärkte in Köln bis zum 30.11. nicht möglich seien. Wie Reker mitteilte habe der Krisenstab auch entschieden, dass Weihnachtsmärkte im Dezember ebenfalls „nicht realistisch“ seien: „Die Veranstalter werden durch die Stadt entsprechend informiert.“

Zu den noch freien Intensivbetten sagte Reker: Im Gegensatz zu Beginn des Jahres ist es nicht so, dass die Intensivbetten – vom Bund finanziert – freigehalten werden. Laut Intensivregister sind von den 465 Intensivbetten in Köln derzeit etwa 11 Prozent mit Corona-Patienten belegt.

Eine infizierte Person stecke in Köln derzeit zwei Personen an. Bei 2 von 3 Infektionen weiß man in Köln derzeit nicht, wo sie sich angesteckt haben. Reker: „Wir stehen derzeit an der Schwelle zur Unbeherrschbarkeit der Situation.“ In der nächsten Woche sei von einem weiteren Anstieg der Zahlen auszugehen.

In Köln sind aktuell 94 SoldatInnen im Einsatz, die der Stadt bei der Kontaktnachverfolgung unterstützen. Weitere 80 Personen werden am Montag beginnen. Bei der Masse der Fälle kämen aber auch diese Personen insgesamt nicht hinterher, eine Kontaktverfolgung zu gewährleisten.

Die gesamte Pressekonferenz könnt ihr euch hier anschauen:

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4 Antworten auf „Köln: Noch 10 % freie Intensivbetten, Weihnachtsmärkte auch im Dezember „nicht realistisch““

In einem Restaurant wo mittlerweile alle Hygienemassnahmen eingehalten werden oder im KosmetikStudio fühle ich mich sicher. Jedoch nicht im Bus oder Bahn wo Hochbetrieb herrscht. Alle tragen Masken aber die hängen teilweise unter der Nase da wird gehustet und genießt. Selbst auf dem Weihnachtsmarkt würde ich mich sichererecht fühlen.

Die beschlossenen Massnahmen bringen nichts als Ärger und Pleiten.
Die Ansteckung findet hauptsächlich in öffentlichen Verkehrsmitteln statt, wo kein Abstand gehalten werden kann. Es müsste mind. doppelt soviel Fahrzeuge eingesetzt werden.

Was ist mit den Schulen, man hört das immer mehr Schüler und Lehrer/innen angesteckt sind!da sollte man wenigsten die Klassen in 3 Gruppen aufteilen, bei meinem Kind sind 30 Kinder in der Klasse..weiterführende Schule)

ich verstehe es auch nicht aber so viele Menschen die dann nicht mehr arbeiten kann der Staat nicht finanzieren. 12.000 Kinder in ganz Bayern getestet: Studie enthüllt hohe Corona-Dunkelziffer bei Kindern

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