Mit einem Pontifikalamt auf dem Roncalliplatz und einer anschließenden Prozession durch die Innenstadt hat Köln am Donnerstag, 4. Juni 2026, Fronleichnam gefeiert. Die Heilige Messe begann um 10 Uhr und wurde von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki geleitet.
Nach dem Gottesdienst setzte sich die traditionelle Fronleichnamsprozession in Bewegung. Sie führte vom Roncalliplatz durch die Kölner Innenstadt, machte Station an der Minoritenkirche und endete schließlich im Kölner Dom. Dort wurde zum Abschluss der Eucharistische Segen gespendet. (Fotos: Cecil Bautz)
Der Prozessionsweg durch Köln
Während in anderen Städten die Prozessionen wegen der Wetterlage abgesagt wurden, hatte Köln Glück: Die Messe auf dem Roncalliplatz konnte unter freiem Himmel stattfinden und auch die anschließende Prozession durch die Stadt. Der Weg wurde kurzfristig etwas geändert, was zu Beginn der Messe bekannt gegeben wurde.
Familienmesse in der Minoritenkirche
Auch für Familien mit Grundschulkindern gab es ein eigenes Angebot. Sie feierten um 11.15 Uhr eine Familienmesse in der Minoritenkirche. Anschließend schlossen sie sich der Prozession in Richtung Dom an.
Nach der Schlussfeier bestand vor dem Kölner Dom Gelegenheit zur Begegnung und zu einem Imbiss. Gegen 13 Uhr wurde im Dom außerdem eine weitere Heilige Messe gefeiert.
Fronleichnam hat in Köln eine lange Tradition
Das Fronleichnamsfest hat in Köln eine besondere Bedeutung. Seine Feier ist eng mit der Stadt verbunden und blickt auf eine rund 800-jährige Tradition zurück. Der Name Fronleichnam stammt aus dem Mittelhochdeutschen: „Fron“ bedeutet Herr, „Lichnam“ steht für Leib. Im Mittelpunkt des katholischen Hochfestes steht damit der Leib Christi.
Während der Prozession wurde die geweihte Hostie in einer Monstranz durch die Stadt getragen. Für Gläubige ist das ein sichtbares Zeichen ihres Glaubens: Christus wird nicht nur in der Kirche verehrt, sondern symbolisch hinaus zu den Menschen in die Stadt getragen.
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