Die Bonner Nordbrücke soll bis Ende 2028 wieder für Autos und Lastwagen geöffnet werden. Seit dem 3. Juni 2026 ist die Autobahnbrücke der A565 gesperrt. Der beschädigte Abschnitt auf der linken Rheinseite wird inzwischen abgerissen. Für Fußgänger und Radfahrer soll eine Verbindung über den Rhein deutlich früher wieder möglich sein. Das ist der Stand Anfang Oktober 2026.
Abriss soll im November abgeschlossen sein
Die Abrissarbeiten an der linksrheinischen Vorlandbrücke sollen im November 2026 beendet werden. Diesen Zeitplan bestätigte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger bei seinem Baustellenbesuch am 17. September. Auch an der geplanten Vergabe des Bauauftrags noch in diesem Jahr hält der Bund fest.
Für den anschließenden Neubau sind rund zwei Jahre vorgesehen. Das Bundesverkehrsministerium hatte diesen Ablauf bereits im Juni angekündigt: erst der Abbruch des beschädigten Bauwerks, dann die Vergabe und der Ersatzneubau. Eine Reparatur, die eine Wiederaufnahme des Autoverkehrs auf der bestehenden Vorlandbrücke ermöglicht, kommt nach den Untersuchungen nicht infrage.
Welcher Teil der Nordbrücke wird neu gebaut?
Zunächst wird die etwa 660 Meter lange linksrheinische Vorlandbrücke ersetzt. Sie führt zur eigentlichen Brücke über den Rhein. Die Strombrücke und die rechtsrheinische Vorlandbrücke sind von den festgestellten Schäden nicht betroffen.
Der Ersatzneubau erhält vier Fahrspuren. Die längerfristige Planung für eine Erneuerung der gesamten Rheinquerung und einen möglichen sechsstreifigen Ausbau ist davon zu unterscheiden.
Fußgänger und Radfahrer sollen noch 2026 zurückkehren
Für den Fuß- und Radverkehr plant die Autobahn GmbH eine frühere Öffnung. Ein Rampen- und Treppenturm am Römerbad soll den Zugang zur Strombrücke ermöglichen. Er soll vom Leinpfad und von der Eduard-Spoelgen-Straße erreichbar sein.
Als Ziel nennt die Autobahn GmbH eine Freigabe noch im Jahr 2026. Einen konkreten Eröffnungstag nennt sie derzeit nicht.
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Bis zur Wiedereröffnung für den Autoverkehr bleiben Entlastungsmaßnahmen im Bonner Straßennetz notwendig. Die Stadt hat unter anderem zusätzliche Park-and-Ride-Flächen eingerichtet und Straßenbauprojekte verschoben. Weitere Maßnahmen betreffen die Verkehrsführung auf der Kennedybrücke und die Wiederherstellung von vier Fahrspuren auf der Adenauerallee.
Die kurzfristigen Änderungen sollen die Folgen der Sperrung abmildern. Die fehlende Autobahnverbindung ersetzen können sie jedoch nicht.



