Open Airport 2022

Der Flixtrain von Köln nach Berlin

Flixtrain Erfahrungen: Köln – Berlin im Test – das Himmelfahrtskommando

Die Deutsche Bahn hat auch auf der Schiene Konkurrenz: Seit Mai 2021 fährt (nach Corona-Pause) zwei Mal täglich ein Flixtrain von Köln nach Berlin und umgekehrt. Flixtrain erscheint dabei als eine Alternative zum ICE. Die Tickets sind im Vergleich zur DB günstiger und im Vergleich zum Flixbus (Dauer Köln – Berlin: 9-10 Std.) ist der Flixtrain (Dauer: 5 Std. 15min – 5 Std. 30 min) auf der Stecke schneller unterwegs.

Lohnt es sich, lieber den Flixtrain, statt die Deutsche Bahn zu nehmen?

Wir haben den Test gemacht und die Strecke Berlin – Köln, Köln – Berlin mit dem Flixtrain gebucht und im folgenden Artikel die Vor- und Nachteile in den folgenden Bereichen anhand eigener Erfahrungen aufgeschrieben:

  • Buchung vor der Fahrt
  • Fahrt (Zugausstattung, Service, Strecke)
  • Rückerstattung bei Verspätung

So viel sei vorab verraten: Dass wir so viel erleben würden, hätten wir in unseren kühnsten Träumen nicht gedacht. Aber der Reihe nach.

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Flixtrain Erfahrungen: Köln – Berlin – Die Buchung

Der Flixtrain von Köln nach Berlin fährt um 6:45 Uhr und um 16:15 Uhr von Köln Hbf. ab (sonntags 8:15 Uhr). Der Zug benötigt 5 Stunden und 6 Minuten bzw. 5 Stunden und 18 Minuten bis Berlin. Tickets gibt es im Buchungsportal ab 9,99 Euro. Wer wenige Tage vorher bucht, zahlt etwa 30 Euro. Wer extrem kurzfristig bucht, bis zu 90 Euro.

Die Verbindung hat 13 Zwischenhalte, u.a. in Düsseldorf, Essen, Hamm, Bielefeld und Hannover – fährt also die Route, die auch der ICE der Deutschen Bahn nimmt.

  • Die Buchung

Die Buchung bei Flixtrain ist in der App barrierefrei gestaltet. Man muss sich nicht anmelden und keinen extra Account erstellen, sondern kann einfach in der App mit Namen und E-Mail-Adresse die Fahrt auswählen. Die Tickets gibt es dann per E-Mail. Im Zug benötigt man lediglich den QR-Code, der gescannt wird. Vor allem für die Buchung mit dem Smartphone ist das sehr praktisch.

  • Achtung vor zunächst versteckten Kosten

Das Prinzip der Buchung ist hier ähnlich wie bei Billig-Fliegern. Wer etwas dazubuchen möchte, muss extra bezahlen. Erlaubt sind ein Handgepäck und ein normales Gepäckstück. Wer mehr mitnehmen will, muss das anmelden (3,99 Euro).


  • Sollte ich einen Sitzplatz reservieren?

Eine Sitzplatzreservierung kostet zwischen 3,99 Euro (normaler Platz) und 4,99 Euro (Kompfortsitz). Man kann sich auch den Platz neben sich reservieren. Das kostet je nach Fahrpreise bzw. Fahrgastaufkommen. Im günstigsten Fall zahlt man dafür nur 2,5 Euro, hat also bei einem Fahrpreis vom 9,99 Euro die Reservierung und den weiteren Sitz für 6,49 Euro.

Wer keinen Wert auf den freien Platz neben sich legt und alleine reist, braucht nicht reservieren. Vor der Fahrt, wird einem automatisch ein Sitzplatz zugewiesen. Flixtrain wirbt damit, dass jeder Fahrgast garantiert einen Platz hat – im Vergleich zur Deutschen Bahn.

Flixtrain Erfahrungen: Köln – Berlin – Die Fahrt

  • Wie sicher ist die Buchung?

In der Regel fahren die Züge zu den angegebenen Zeiten. In unserem Fall gab es wenige Tage vorher eine Nachricht per E-Mail, dass der geplante Zug Berlin – Köln ausfällt. Das Ticket wurde automatisch umgebucht auf einen anderen Flixtrain, der zur gleichen Zeit abfuhr, aber nicht mehr nach Köln, sondern lediglich noch nach Leverkusen-Mitte fuhr.

  • Der Zustand des Zuges

Die Züge sind meist ältere Waggons, die im Innern neu gemacht wurden. Es wurde neuer Teppich verlegt und neue Sitze eingebaut. Jedes Sitzplatz-Duo hat eine Steckdose mit zwei USB-Anschlüssen. Es gibt WLAN an Bord, das ähnlich unterschiedlich funktioniert, wie im ICE. Die Toiletten sind soweit in Ordnung. Zugtoiletten. Nachteil der älteren Waggons: Sie sind deutlich lauter, als etwa der sehr leise ICE.

Weitere Kleinigkeiten fallen dann aber doch auf: Etwa das in unserem Zug gesprungene Oberfenster, das lediglich mit Klebeband repariert wurde (siehe Foto). Oder die an einem kompletten Waggon defekten Türen, was wiederum beim Einstieg zu Beginn zu Chaos führte.

Gehört auch dazu: Defekte Türen, notdürftig abgeklebte Scheiben.
  • Das Personal

Auffällig ist, dass die Fahrgäste in den Durchsagen geduzt werden (und es gibt einige Durchsagen, dazu später mehr). Das Personal besteht aus meist jungen Männern, die im persönlichen Umgang freundlich sind.

Beispiel: Ein Mann aus Belgien, der kein Deutsch sprach, hatte in unserem Fall nur ein DB-Ticket. Er konnte im Zug aber noch nachlösen. Im Zweifel und je nach Situation war man also kulant und mit Fingerspitzengefühl unterwegs.

  • Die Fahrt

Auf dem Papier benötigt der Flixtrain von Köln nach Berlin zwischen 5 Stunden und 5 Stunden 30 Minuten. Der ICE benötigt 4 Stunden 27 Minuten, ist also etwa eine Stunde schneller. Hier sollte man für sich gegenrechnen, ob die eine Stunde längere Fahrzeit einem die Ersparnis wert ist.

Was man auch sagen muss: In der Realität ist der Flixtrain auf der Strecke Berlin – Köln eine Art Zug zweiter Klasse. In unserem Fall kam er mehrmals pro Stunde zum Stehen, u.a. weil andere Züge vorgelassen werden mussten. Das führte zum Teil zu Verzögerungen.

Im Vergleich zu dem, was wir auf der Fahrt noch erlebten, war das allerdings harmlos: Die eigentliche Fahrt sollte nach Köln gehen. Wenige Tage vorher wurde der Endbahnhof nach Leverkusen umgeändert. In unserem Fall bog der Zug in Duisburg falsch ab und war fortan nicht mehr auf der Strecke Richtung Düsseldorf, sondern Richtung Krefeld und Neuss. Eine Durchsage im Zug betonte mehrmals, dass die Schuld dafür nicht bei Flixtrain liegen würde.

Die Fahrgäste, die nach knapp fünf Stunden Fahrt in Düsseldorf aussteigen wollten, guckten in die Röhre. Der Zug hielt dafür spontan und außerplanmäßig in Neuss. Im Zug gab es hektische Telefonate von Passagieren, die in Düsseldorf oder Leverkusen abgeholt werden sollten, denn auch der Endhalt war plötzlich gestrichen.

Der Zug fuhr nun plötzlich doch bis Köln Hauptbahnhof. Eine Planungssicherheit, wo man hält und wo man letztlich ankommt, gab es auf dieser Fahrt bis zum Ende schlichtweg nicht, was ein sehr ungutes Gefühl hinterließ. Der Zug erreichte Köln Hauptbahnhof knapp eine Stunde, nachdem er planmäßig in Leverkusen gewesen sein sollte – also nach über 6 Stunden.

Flixtrain Köln – Berlin: Das Himmelfahrtskommando

Wie sah es auf der umgekehrten Strecke Köln – Berlin aus? Der Flixtrain von Köln nach Berlin sollte in unserem Fall am Samstagmorgen um 6:45 Uhr starten. Was wir an diesem Tag erlebten, überstieg dann tatsächlich das Vorstellbare.

  • Samstag, 6:30 Uhr

Der Flixtrain steht an Gleis 2 des Kölner Hauptbahnhofs ganz normal angeschlagen. Die Reisenden warten auf die Ankunft. Durch eine Baustelle rund um den Kölner Hauptbahnhof und eine kurzeitige Sperrung des Bahnhofs Deutz kommt es zu Verzögerungen.

  • Samstag, 6:45 Uhr

Der Flixtrain verschwindet von der Anzeigetafel am Gleis und fährt auch nicht in den Bahnhof ein. Es gibt keine Durchsage in den nächsten 35 Minuten. Die Reisenden stehen ratlos am Gleis. Personal der Deutschen Bahn kann nicht weiterhelfen. Eine Benachrichtigung von Flixtrain, etwa via E-Mail, gibt es nicht.

Jede Steckdose hat auch 2 USB-Anschlüsse.
  • Samstag, 7:20 Uhr

Durchsage an Gleis 2: Der Flixtrain fährt heute nicht von Köln Hbf., sondern um 7:30 Uhr von Köln-Deutz ab. Alle Fahrgäste hatten also 10 (!) Minuten Zeit, um von Köln Hbf. nach Köln Deutz zu kommen. Wie? Das blieb Ihnen überlassen.

  • Samstag, 7:35 Uhr

Einige Fahrgäste rannten zum Taxistand. Andere suchten vergeblich eine S-Bahn. Die wenigen, die es in 10 Minuten nach Deutz schafften, guckten jedoch in die Röhre: In Köln-Deutz war kein Flixtrain angeschlagen. Es kam auch kein Flixtrain. Es gab darüber hinaus keine Durchsage und keine Information über einen Flixtrain, auch nicht per E-Mail.

  • Samstag, 8:15 Uhr

Wir sind an dieser Stelle in einen ICE eingestiegen, da es nicht möglich war, eine Information zu erhalten. Der Zug kam am angegeben Ort (Köln Hbf.) nicht und am kurzfristig angegeben Ort auch nicht.

  • Samstag, 9:55 Uhr

E-Mail von Flixtrain: „Linie FLX30 hat derzeit eine Verspätung von 190-200 Minuten. Diese Prognose kann sich jederzeit ändern.“ Klickte man den beigefügten Live-Link zur Zugabfahrt, erfuhr man, dass der Zug um 9:55 Uhr abfahren würde. Also quasi im Moment der E-Mail. Der folgende Screenshot zeigt das Datum der E-Mail und die Anzeige beim Live-Link (siehe Kreise):

Es konnten also exakt die Reisenden mit dem Zug mitfahren, die 3 Stunden und 10 Minuten am ursprünglichen Gleis entgegen der Ansagen einfach gewartet hätten – also niemand. Ein Himmelfahrtskommando.

Zwei Tage nach der Zugfahrt kam eine E-Mail von Flixtrain (Betreff: „Sorry für die Verspätung“), in dem ein 5 Euro Gutschein für die nächste Flixtrain Fahrt angeboten wurde. In der E-Mail hieß es: „Tut uns leid, dass es eine Verspätung auf Deiner Fahrt von Essen nach Münster gegeben hat.“ Wir hatten nie eine solche Fahrt gebucht.

Flixtrain Erfahrungen: Köln Berlin – Das Fazit

Wer den Flixtrain frühzeitig bucht und Glück auf der Strecke hat, kann durchaus eine gute Fahrt verbringen und Geld sparen. Man muss sich aber auch bewusst machen, worauf man sich einlässt: Im Zweifel ist man alleine gelassen, auf sich gestellt und wird ohne Informationen einfach stehengelassen.

In unserem Fall war nichts die Regel. Im Gegenteil: Nach einer kurzfristigen Umbuchung auf der Hinfahrt, wusste man bis zuletzt nicht, wo der (verspätete) Zug auf letztlich rauskam. Auf der Rückfahrt kam der Zug nicht nur nicht: Die Leute wurden unter Zeitdruck auch noch in die Irre geleitet. Eine Ankündigung zur letztlichen Abfahrt kam eine Minute vorher per E-Mail. Dass so etwas in Deutschland möglich ist, hätten wir vor diesem Tag ehrlicherweise nicht gedacht.

Flixtrain Erstattung bei Verspätung

Eine weitere Überraschung erlebten wir bei der Beantragung der Erstattung. Die Befürchtung war, dass es einem – ähnlich wie bei Billig-Fluglinien – systematisch unmöglich gemacht wird, sein Geld zurückzufordern.

Doch das Gegenteil war der Fall: Nach einer kurzen E-Mail mit der Schilderung kam 20 Minuten später die Stornierung der Rückfahrt. Am nächsten Tag war das Geld bereits wieder auf dem Konto.

Fazit: Bei Flixtrain ist im positiven wie im negativen Sinn wirklich alles möglich. Der Komfort bei der Bahn ist eindeutig höher. Mit Vorlauf macht es immer Sinn, auch die Sparpreise der DB zu checken. Danach muss man abwägen, worauf man sich einlassen möchte.

ICE-Strecke Köln Berlin

Die Deutsche Bahn fährt seit dem 12. Dezember 2021 mit drei zusätzlichen Sprinter-Zügen (ICE, in beide Richtungen) zwischen Köln und Berlin. Die Züge haben KEINEN Zwischenstopp und benötigen 3 Stunden und 59 Minuten. Damit bietet die Bahn nun eine zusätzliche Alternative zur Flugstrecke Köln – Berlin an. Die ICE Züge von Köln nach Berlin mit Zwischenhalten benötigen 4 Stunden und 44 Minuten.

Nachtzüge ab Köln

Ab sofort gibt es eine weitere Alternative für Fernreisen mit dem Zug ab Köln. Ein niederländisches Unternehmen bietet Nachtzüge zu 10 Zielen in Österreich und Italien ab Köln an, darunter Mailand, Wien, Verona und Venedig: Die ausführlichen Infos zum Nachtzug ab Köln liest du hier in diesem Text

Welche Erfahrung habt ihr mit Flixtrain gemacht? Schreibt uns eine E-Mail.

12 Comments

  • Marc Van Dierdonck

    Zijn er ook treinen naar Munchen . Graag met wat uitleg .

  • Da ich regelmäßig, also einmal im Monat von Berlin nach Köln fahre und dies auch während der Corona Pandemie im letzten Jahr gemacht hab, kann ich nur jedem empfehlen, den ICE zu nehmen! Ja, man zahlt mehr, wobei das mit der BahnCard überschaubar ist, aber man hat immer zwei Plätze für sich alleine und relativ leere Waggons! Ich bin im letzten Jahr einmal mit Flixtrain gefahren und kann nur sagen: Nie wieder! Völlig überfüllte Waggons und einen „Sitznachbar“, der einem fast auf dem Schoß sitzt!

  • Ich habe vor 3 Wochen die Fahrt von Berlin HBF nach Köln HBF gemacht. Bezahlt habe ich ca. 17€ inkl. Sitzplatzreservierunf und freiem Nebenplatz.
    Der Zug verließ Berlin nahezu pünktlich (ein paar Minuten Verspätung, weil viele Fahrgäste sich lieber an einer Tür drängelten, als die anderen Türen mit zu nutzen).
    Unterwegs wechselnten sich Vorsprung und Verspätung immer mal wieder ab, blieben aber insgesamt im Rahmen (max 10 Minuten). In Köln waren es 10 Minuten Verspätung.
    Der Zug war offenbar komplett ausgebucht (zumindest der Wagen, in dem ich saß), aber niemand musste stehen.
    Die Bestuhlung ist um einiges dichter als bei der DB, so dass ich mit meiner Körpergröße von 1,90m wenig Platz hatte, deswegen auch der freie Nebenplatz.
    Das WLAN war bei mir sehr instabil, lief aber bei Mitreisenden, deren Tablets ich sehen konnte insgesamt recht zuverlässig.
    Die Durchsagen während der Fahrt beschränkten sich auf das Nötigste, es wurden nur die Ankunftszeiten am jeweils nächsten geplanten Stopp angekündigt.
    Insgesamt war ich sehr zufrieden, über kleine Unzulänglichkeiten kann ich hinwegsehen, bin DB-geschädigt, nachdem ich für ca. 1 Jahr zwischen Köln/Siegburg und Frankfurt mit der DB gependelt bin. Zu der Zeit stand ich einige Male Nachts allein auf dem Bahnsteig, ohne dass mein ICE kam und ohne Durchsage.
    Und pünktlich war der ICE auch nicht oft, besonders wenn er aus Köln kam, wo er eingesetzt wurde.

  • Für Umleitungen und Wartezeiten ist die DB zuständig und erfahrungsgemäß werden die Wettbewerber entsprechend benachteiligt.

    • Das ist Quatsch. Wenn Flixtrain tatsächlich seitens DB Netz benachteiligt würde, würden Flixtrain sicherlich und berechtigt dagegen vor gehen. Und um dem zu entgehen, achtet man in den Betriebszentralen der DB Netz schon ziemlich genau darauf, dass dieser Eindruck möglichst vermieden wird.

      Was aber sein kann: wenn Flixtrain aus Kostengründen eine sehr billige Fahrplantrasse bucht, haben andere Züge natürlich Vorrang, nicht nur wenn sie schneller sind. Da kann es auch schon mal sein, dass der verspätete Nahverkehr Vorrang bekommt und der Flixtrain nicht überholen kann, wenn dadurch der Nahverkehr weitere Verspätung dazu bekommen würde. Das aber wie gesagt unter der Voraussetzung, dass Flixtrain tatsächlich die billige Fahrplantrasse gebucht hat.

    • Nein, die Entgelt-Systematik des Trassenpreissystem sieht ein Trassenprodukt-Faktor vor (typischerweise zwischen 0,5 und 1,8 des Trassenpreisses), über den das Verkehrsunternehmen selbst bestimmen kann mit welcher Priorität es über die Schienen geleitet wird.

      Das hat nichts mit Benachteiligung von Wettebewerbern zu tun, sondern wahrscheinich spart hier Flixtrain einfach am Trassenprodukt-Faktor um die Kosten niedrig zu halten, was sich dann halt auch durch eine niedrigere Priorität wiederspiegelt. You get what you pay for.

  • Bei mir kam auch schon die Nachricht dass der Zug plötzlich nur ab Berlin Hbf abfährt statt Südkreuz. Das wussten dann auch nur die Menschen, die die Nachricht auf dem Handy bekommen haben. Mit 70min. Delay abgefahren, aber pünktlich angekommen. Da waren sie sehr stolz drauf und betonten das gerne in den Durchsagen. Aber kein Wunder bei dem übertrieben großzügigen Puffer (mittlerweile nicht mehr so krass wie noch vor 2020).

    Eine interessante Fahrt hatte ich mal bei 35Grad ohne Klimaanlage, wo ich (ohne es geplant zu haben), den ganzen Wagen mit Klimaaktivisten vom Hambacher Forst teilte. Sie kamen gerade zurück nach mehreren Tagen (ohne Dusche). Aber war durchaus witzig.

    Ich finde den Flixtrain nutzen durchaus spannende Menschen, meistens jung.
    Wer seine Ruhe haben will, sollte definitiv die DB nutzen oder sehr gute Kopfhörer haben.

    Dennoch toll dass es budgetfreundliches Reisen gibt.

  • Der Flixtrain,der ja auch zum Flixbus gehört(wo es ja noch schlimmer sein soll als wie beim Flixtrain),ist wie der Telefonanbieter o2mir das nicht an(wo ich ja noch bis Ende nächsten Jahres vertraglich leider gebunden bin).Ich persönlich bevorzuge auch lieber die Deutsche Bahn-obwohl die Deutsche Bahn ja so ihre Problemchen hat mit zig Verspätungen,unsaubere Toiletten,unsaubere Abteils oder gar teilweise Waggons mit teilweisen kaputten Klimaanlagen(selbst erlebt im Jahr 2020 auf der Strecke von Hamburg nach Köln im Hochsommer).Aber ich will mich nicht beklagen,weil es ja noch immer günstige Sparpreise gibt ohne Bahncard,wenn man zu bestimmten Uhrzeiten oder etwas im Vorraus bucht.

  • Als ich wegen des letzten Bahnstreiks im September mit dem FlixTrain nach Berlin fuhr, habe ich das Alles fast genauso erlebt! Von lustigen oder geradezu unglaublichen Durchsagen wie : “ Ich gebe jetzt aus aktuellem Anlass nochmals die genaue Lage der Toiletten in diesem Zug bekannt. (..) Falls sich noch jemand übergeben muss. Sollten sie es trotzdem nicht bis dorthin schaffen , rufen Sie bitte NICHT den Zugchef!“ , bis zur Meldung, das der Halt Gütersloh Hbf heute ausfällt. Dem Lokführer war der Halt angeblich nicht angezeigt worden… „Fahren Sie halt mit bis Bielefeld. Wir bitten das zu entschuldigen.“

  • Wow, das ist mal ein Erlebnis. Gott sei Dank hatte ich solche Geschichten nicht auf meinen Flix-Reisen.
    Was mich allerdings abschreckt ist, dass Kinder bei Flixtrain/bus/mobility denselben Preis wie ein Erw. zahlen.
    Bei der DB sind die eigenen Kids immerhin bis 14 kostenfrei.

  • Die Frage ist ja nicht ob man sein Geld für die Rückfahrt erstattet bekommt, wo man auch gar nicht mit dem Zug fahren konnte.
    Spannend wäre ob Flixtrain aus Kulanz dann die Kosten für das wahrscheinlich sehr teire, weil spontane Deutsche Bahn Ticket übernommen hat.
    Oder auf der Hinfahrt für die Fahrt nach Köln Leverkusen, sowas wäre angemessen.

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