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Finnensiedlung Köln

Die Geschichte der Finnen-Siedlung in Köln-Höhenhaus

Dunkle Holzhäuser, weiße Fensterrahmen und Gärten vor der Tür: Wer durch die Finnensiedlung in Köln-Höhenhaus läuft, entdeckt einen Ort, der sich deutlich von seiner Umgebung unterscheidet. Die Häuser entstanden während des Zweiten Weltkriegs. Hinter der heute so idyllisch wirkenden Siedlung steckt eine schwierige Geschichte.

Wo liegt die Finnensiedlung in Köln?

Die Finnensiedlung liegt in Höhenhaus, nahe der Grenze zu Dünnwald und unweit des Dünnwalder Waldes. Zu ihr gehören Häuser unter anderem am Lippeweg, am Dierather Weg und am Zeisbuschweg. Mehr als 70 Doppelhäuser wurden hier in einheitlicher Holzbauweise errichtet.

Typisch sind die dunkel gestrichenen Fassaden, die weiß abgesetzten Fenster und Türen sowie die Gärten. Hinter den Häusern lagen ursprünglich Nutzgärten. Wer heute durch die Straßen spaziert, sieht noch gut, wie die Siedlung einmal angelegt wurde.

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Warum wurden die Holzhäuser gebaut?

Der Bau der Siedlung begann vermutlich Ende 1942. Nach schweren Luftangriffen auf Köln hatten viele Familien ihre Wohnungen verloren. Die Siedlung sollte insbesondere Menschen aus kriegswichtigen Betrieben neuen Wohnraum bieten. Damals hieß sie „Neue Heimat“ – nach der Siedlungsgesellschaft, die das Projekt geplant hatte.

Die Häuser entstanden jedoch unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Herrschaft. Beim Bau wurden osteuropäische Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge eingesetzt. Zwei ehemalige polnische Zwangsarbeiter berichteten später, dass sie im Herbst 1943 an der Finnensiedlung arbeiten mussten.

Schon während des Krieges zogen erste ausgebombte Familien in die Häuser. Einige Gebäude waren zu diesem Zeitpunkt noch unfertig. Kölner Unternehmen halfen später dabei, Häuser für ihre Beschäftigten fertigzustellen.

Kam das Holz tatsächlich aus Finnland?

Der Name „Finnensiedlung“ legt nahe, dass das Holz aus Finnland stammt. Ob das Material für die Höhenhauser Häuser tatsächlich von dort kam, lässt sich anhand der bekannten Quellen aber nicht eindeutig belegen.

Fest steht, dass während des Krieges serienmäßig gefertigte Holzhäuser aus Finnland nach Deutschland geliefert wurden. Ob und in welchem Umfang solche Lieferungen auch für die Siedlung in Höhenhaus verwendet wurden, bleibt offen. Der Name kann sowohl mit dem vermuteten Herkunftsland des Materials als auch mit der Bauweise zusammenhängen.

Eine weitere Erzählung besagt, der Grundriss der Siedlung solle einen finnischen Dolch darstellen. Auch dafür gibt es keinen gesicherten Beleg. Da die Siedlung nie vollständig nach dem ursprünglichen Plan gebaut wurde, ist eine solche Form heute ohnehin kaum zu erkennen.

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Warum steht die Finnensiedlung unter Denkmalschutz?

Die Finnensiedlung ist ein seltenes Beispiel für eine Gartenstadtsiedlung aus Holzhäusern. Zu diesem Eindruck gehören nicht nur die Gebäude, sondern auch die Vorgärten, die früheren Nutzgärten und die teilweise erhaltenen Hecken. Der ursprüngliche Bestand ist weitgehend erhalten.

Zugleich erinnert die Siedlung an die Wohnungsnot im Krieg und an die Menschen, die beim Bau zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden. Sie steht unter Denkmalschutz und gilt als die größte und am besten erhaltene Finnensiedlung Kölns.

Die Finnensiedlung lässt sich von öffentlichen Straßen aus bei einem Spaziergang ansehen. Dabei sollte man im Blick behalten: Die Häuser und Gärten sind bis heute private Wohnorte. Weiterlesen: Was kostet ein Haus in der Finnensiedlung?

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2 Kommentare

  • Jürgen Hochwald

    Schönen guten Tag:
    Ich hatte eine ganze Zeit in der Wupperfeldstr. zu tun gehabt.
    Da stand lange Zeit ein Doppelhaus leer, leider fand ich kein ansprechpartner zur
    verfügung. Ich hätte ein Interesse, ein Mietobjekt zu finden. Gerne würde ich in dem viertel wohnen.
    Vielleicht hätten sie ja ein angebot für mich. Vielen Dank
    Mfg. J. Hochwald

  • Zink Marlene

    Guten Tag!

    Gerne mehr Informationen auch gern wenn etwas frei wird oder verkauft werden soll.
    Geht das?

    Lieben Dank & schöne Ostertage

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