Vier Tage vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Hoffenheim ist die Stimmung in der neuen Folge des FC-Podcasts „Dreierkette Köln“ ausgesprochen skeptisch. Der mühsame Pokalsieg in Würzburg hat die Zweifel an Trainer René Wagner verstärkt und zugleich noch einmal offengelegt, an welchen Stellen der FC-Kader noch nicht komplett erscheint.
Martin Schlüter und seine Gäste Daniel Klein und Rolf Strauch sprechen über Wagners Auftreten, die aus ihrer Sicht notwendigen Verstärkungen und ihre Erwartungen an den Saisonstart.
Martin
Über René Wagner:
„Aber als Fußballfachmann an der Seitenlinie steht da ein Mann mit Glatze, kurzer Hose – das ist wie ein Spoho-Student. Ich konnte ihn relativ nah beobachten. Da ist ja null Ausstrahlung, null Autorität, null Führung, null: ‚Jungs, das geht gar nicht. Ich stehe hier, und jetzt werden wir gemeinsam das Ding irgendwie umbiegen.‘“
Ausblick auf den Saisonstart und den Kader:
„Also es ist Fußball und Hoffenheim ist ein anderes Spiel. Hoffenheim und Stuttgart, die Spiele werden uns sehr entgegenkommen. Das sind die Spiele, sage ich mal, von der Art her, wie wir sie in der Hinrunde, in der Rückrunde mit Wagner gegen Frankfurt und gegen Leverkusen hatten. Das können die auch besser als gestern.“
„Ich vermute sogar, wir kriegen die Woche noch drei Spieler: einen Linksverteidiger, einen offensiven möglichen Außenbahnspieler, möglichen Zehner. Und vielleicht noch eine Art Kaminski, also zwei Offensive.“
Daniel
Über René Wagner:
„Das gestern war doch eine Blaupause der ganzen letzten Saison, unabhängig vom Trainer. Wir tun uns schwer im Spielaufbau, wir sind bei Flanken beziehungsweise bei Standards anfällig. Also gefühlt hat sich zu Kwasniok noch nichts geändert. Das ist das gleiche Spielsystem, das sind die gleichen Schwachpunkte.“
Ausblick auf den Saisonstart und den Kader:
„Ein zentraler, spielstarker Mittelfeldspieler, ob jetzt Achter oder Zehner, das kann man dann über die Aufstellung lösen, und ein starker rechter Flügel. Das sind die Personalien, die wir aus meiner Sicht zwingend brauchen, die auch eine gewisse Grundqualität brauchen.“
„Bis jetzt hat uns Kessler oft positiv überrascht. Auch wie die El-Mala-Kausa jetzt gelaufen ist, finde ich, kann man ihm schon als Erfolg verbuchen. Hoffnung ist das Stichwort. Aber das irgendwie als Grundtenor vor dem ersten Bundesligaspiel zu haben, ist jetzt auch nicht das Erfreulichste.“
Rolf
Über René Wagner:
„Ich bin auch immer weit weg davon, direkt auf den Trainer zu hauen, aber nach einigen Gesprächen auch mit Ex-Kollegen von Wagner bin ich mittlerweile sehr, sehr kritisch, was das angeht. Da ist halt kein Feuer drin in der Mannschaft, kein Feuer, null. Ich glaube, er ist ein ganz lieber Kerl, aber irgendwie habe ich meine ganz, ganz großen Zweifel, dass das gut geht.“
Ausblick auf den Saisonstart und den Kader:
„Die rechte Seite ist für mich tot und auch hinter der Spitze. Hinter der Spitze fehlt ganz klar einer, den du anspielen kannst, der so ein bisschen verteilt, der sich auch die Bälle mal holt.“
„Das Schlimme ist, dass wir jetzt schon vor dem ersten Spieltag von Hoffnung sprechen. Also was ist denn da passiert die letzten Wochen und Monate im Training, in der Vorbereitung? Ich glaube, das Spiel gestern hat uns so was von zurückgeworfen in all unserer Euphorie. Da muss jetzt noch einiges passieren, dass wir mit der Stimmung wieder hochkommen.“
Dreierkette Köln: Der FC-Podcast
Hier könnt ihr die ganze Folge der Dreierkette Köln hören:
Anzeige: Aus dem Verliebt in Köln-Shop:


