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Wildpferde Sophienhöhe

Erstmals Wildpferde auf der Sophienhöhe bei Köln angesiedelt

Auf der Sohpienhöhe am Tagebau Hambach lebt jetzt eine Herde Wildpferde. Die Tiere (sieben Pferde) wurden nun in die „Goldene Aue“, eine offene Graslandschaft mit Seemulde, geführt und leben hier ab sofort. Die Landschaft wird eines Tages – in mehreren Jahrzehnten – bis zum Ufer des geplanten Hambacher Sees reichen.

Die Wildpferde werden das Grasland weitgehend von Bäumen und Sträuchern freihalten. Damit erhöhen sie laut Mitteilung von RWE die Standortvielfalt und damit auch die biologische Vielfalt in der Rekultivierung. (Foto: RWE)

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Die sogenannten Koniks (polnisch für „kleines Pferd“) sind die Hauptakteure eines Pilotprojekts der Stiftung FREE Nature, des Verbands Neuland Hambach und der Forschungsstelle Rekultivierung. Zur Herde gehören aktuell ein Hengst, drei Stuten, zwei Jährlinge und ein Fohlen.

Die robuste Rasse ist fast mit dem bekannten Dülmener Wildpferd identisch. Die Tiere sind bis zur Schulter maximal 1,45 Meter hoch, haben ein graues Fell, einen dunklen Rückenstrich und an Zebras erinnernde Streifen an den Beinen.

FREE Nature hat europaweit bereits rund 50 solcher Beweidungsprojekte verwirklicht. Die niederländische Stiftung setzt dazu auch auf Hochlandrinder, Wasserbüffel, Galloway-Rinder, Wisente und Exmoor-Ponys.

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Ihr Projektleiter Patrick van den Burg: „Unsere Konikpferde werden auf der offenen Fläche sicher das ganze Jahr über genug Nahrung finden. Nur im Notfall muss man zufüttern.“ Ein ebenfalls eingezäuntes, dicht bestocktes Waldstück dient den Pferden als Wetterschutz.

Wissenschaftlich wird das Projekt von den Biologischen Stationen Düren und Bonn/Rhein-Erft, Ortsgruppen von NABU, BUND und LNU und akademischen Fachgutachtern begleitet.

Läuft die Pilotphase gut, sollen weitere Teile der Sophienhöhe ganzjährig beweidet werden. Geeignete Flächen haben der Zweckverband Neuland Hambach und RWE Power bereits reserviert.

Die Sophienhöhe liegt am Tagebau Hambach. Das riesige Loch soll sich in den kommenden Jahrzehnten in einen gigantischen See verwandeln. Wie es künftig am Tagebau aussehen soll, kann man auf diesen Bildern sehen.

Die Sophienhöhe bei Köln

Die Sophienhöhe ist eine Abraumhalde, die durch den Abbau von Braunkohleflözen im Tagebau Hambach entstanden ist. Sie liegt 6 Kilometer östlich von Jülich und hat den Charakter eines kleinen Gebirgszuges, der rund 200 Meter höher als die direkte Umgebung ist, also ähnlich hoch wie der Colonius in Köln. Bereits Ende der 80er-Jahre wurde mit der Rekultivierung der Sophienhöhe begonnen. Sie soll künftig ein Natur- und Erholungsgebiet werden.

Die Sophienhöhe liegt rund 30 Kilometer westlich von Köln in direkter Verlängerung der Aachener Straße.

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