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Dieses Kölner XXL-Wandbild steht mitten in Berlin

Respekt! Mitten in Berlin gibt es ab sofort ein riesiges kölsches Wandbild zu bewundern. Einige der Begriffe und Bezeichnungen auf dem Bild werden viele der Touristen dort vielleicht nicht auf Anhieb erkennen. Wer dagegen aus dem Rheinland kommt und in Berlin wohnt, dem wird dabei direkt warm ums Herz. (Foto: Kölntourismus)

Das so genannte Mural ist 158 Quadratmeter groß und an einem Haus an der East Side Galery in Berlin-Friedrichshain (Mühlenstraße 6) zu sehen. An der East Side Galery sieht man in Berlin noch viele Mauerstücke, die damals bemalt wurden und deshalb große Berühmtheit erlangten.

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Wer steckt hinter dieser Aktion?

Das große Wandgemälde ist eine Werbe-Aktion von Kölntourismus und soll in Berlin dafür werben, mal wieder eine Reise nach Köln zu machen. Besonders angesprochen werden sollen dadurch junge digitalaffine Menschen, die es häufig in Berlin gibt („Sinus-Milieu der Expeditiven“).

Das Bild besteht aus bekannten Kölner Motiven. Oben links steht: „Ich packe meinen Koffer mit…“ – auf dem Bild sind dann diverse kölsche Dinge zu sehen, wie Hennes oder ein Hai. Das Bild wurde umgesetzt von den Graffiti-Künstler Semor aus Köln und HRVB aus Berlin.

Die besondere Geschichte von Kölnern in Berlin

Kölner in Berlin – das ist ohnehin eine besondere Geschichte. Beim Umzug der Hauptstadt von Bonn nach Berlin sind damals viele Menschen aus dem Rheinland nach Berlin gekommen. Noch heute gibt es in Berlin Kölsch-Kneipen, wie die Ständige Vertretung oder sogar Brauhäuser, wie das Gaffel Haus in Berlin. Hier finden regelmäßig kölsche Konzerte. Auch Bands wie Brings, Kasalla und Cat Ballou und Querbeat spielen regelmäßig Konzerte in Berlin, zu denen mehrere hundert Zuschauer kommen.

Ich han nen Deckel“ der Bläck Fööss

Der Lebensweg von Kölnern, die nach Berlin gezogen sind und unter Heimweh leiden, wird auch in mehreren Liedern besungen. Im legendären Song „Ich han nen Deckel“ der Bläck Fööss heißt es unter anderem:

Ich hätt niemols, niemols jedaach,
dat ich su off an Kölle denke muß.
Ich han he Fründe un alles,
et jeit mer och nit schläch.
Ävver trotzdem, do kummen ich he
nit zeräch.

Tommi von AnnenMeyKantereit

Aber auch die deutschlandweit bekannte Band AnnenMeyKantereit, die ebenfalls aus Köln kommt, hat in ihrem Song „Tommi“ diese Beziehung aufgegriffen. Dort heißt es:

Tommi, ich glaub’, ich hab’ Heimweh
Ich will mal wieder am Rhein steh’n
Einfach hineinseh’n
Zuschauen, wie Schiffe vorbeizieh’n
Tommi, ich glaub’, ich hab’ Heimweh
Vielleicht liegt es am Licht
Und wie’s sich grade bricht
Oder daran, dass man
Hier in der Bahn die Spree seh’n kann

Kölner, die in Berlin leben, sollen mit diesem Mural freilich nicht zurückgeholt werden. Sondern eben eine neue junge, reisefreudige Zielgruppe, die Kölntourismus gezielt ansprechen möchte. Trotzdem dürften auch die sich über ein Stück Heimat in Berlin freuen.

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Kommentare

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  • Wan ich das alles so sehe von Köln und was da umgeht in Köln. Die stad wo ich bin geboren in 1943 wo meine eltern Holländischen vater und Kölsche mutter sich kennen gelernt haben und geheiratet sind! Und in 1945 Geflucht sind nach Holland dan weint mein herz über meine liebe mutter. Ihr ganzes leben hat sie uns erzählt über ihr beliebtes Köln und in gedanke höre ich sie wieder singen Wenn ich so an ming heimat denke und sehn de dom so für mich stoan u.z.w. Und dieser seite öffnet meine mutter ihr leben in meine augen. Alles was ich sehe ist mir bekannt obwohl auf viele plätze in Köln nie gewesen sind mir die plätze bekannt ! Das kaputgeschossen Köln am ende der krieg ich war mitten drin. Es steht mir klar vor augen wie meine eltern mit mir gerade geboren nach die bunker gerantt sind und meine vater ein st”stuck fleis aus ein totes pferd geschnitten had das au die brücke erschossen war u.z.w. So könnte iich noch stundenlang weitergehen aber deswege ich dieses alles mitteile ist das eure seite mir meine mutter leben zeigt und ich wil gerne dank dafür sagen denn das alle berürht mein herz! Vielen dank und viel erfolg mit mein schönes Köln!