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Die traurige Geschichte des letzten natürlichen Waldstücks in Köln

Es ist der letzte Ort in Köln, an dem es ursprünglich gewachsenen Wald gibt, hier stehen die ältesten Bäume Kölns: Einige der Blutbuchen sind über 250 Jahre alt. (Fotos: HOWI, CC BY 3.0)

Wer das Gremberger Wäldchen im rechtheinischen betritt, sieht zum Teil einen Laubwald, wie er ursprünglich an dieser Stelle gewachsen ist. Keine komplett von Menschen geplanten Naturanlagen, wie sie vielerorts in Köln nach dem 2. Weltkrieg angelegt wurden. Hier gibt es noch ein Stückchen echte Natur mitten in Köln – zumindest teilweise.

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Das Gremberger Wäldchen ist rund 50 Hektar groß, was etwa der Größe von 70 Fußballfeldern entspricht. Seit 1899, also über 100 Jahre, ist der Wald im Besitz der Stadt Köln.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde er bereits rund 900 Jahre zuvor. Hunderte Jahre war dieses Gebiet aber nahezu unberührt.

Seine ursprüngliche Form und auch einen Teil seines Erholungscharakters hat das Wäldchen jedoch in den 70er Jahren verloren: In dieser Zeit wurde die östliche Zubringerstraße einmal quer durch das Wäldchen gebaut, das seither getrennt ist.

Überall im Wald ist seitdem das Rauschen der Autobahn zu hören. Mittlerweile ist das Wäldchen von riesigen Schienen- oder Autotrassen umschlossen:

Die östliche Zubringerstraße quer durch das Wäldchen. Die A4 als südliche Begrenzung und die Schienen, die zum riesigen Rangierbahnhof Gremberghofen (einer der größten Rangierbahnhöfe in Deutschland) begrenzen das Wäldchen im Westen. Der Screenshot der Karte gibt einen Eindruck davon:

Inmitten des Wäldchen liegt auch das ehemalige Forsthaus von 1912, das heute im Privatbesitz ist. Trotz des Verkehrs rundherum wird das Wäldchen auch heute noch von vielen Kölnern auf der Schäl Sick als Erholungsgebiet genutzt.

So sieht das Forsthaus aus, das 1912 erbaut wurde. Foto: HOWI, CC BY 3.0

Obwohl der Wald mittlerweile mehr eine Art Verkehrsinsel ist, erfüllt er weiterhin wichtige Funktionen: Er wirkt lärmmindernd und wirkt sich positiv auf das Stadtklima aus.

Köln hat insgesamt rund 6000 Hektar Wald, was etwa 15 Prozent des Stadtgebiets ausmachen. Der prozentuale Anteil ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen.

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