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Köln-Skyline an Hauswand in Kalk sagt viel über das Leben aus

Wer mit der S-Bahn von Troisdorf Richtung Köln Fährt kann es aus dem Fenster sehen: Das Gemälde ist 260 Quadratmeter groß und ziert seit Herbst 2019 eine Hauswand nahe der Trimbornstraße in Köln-Kalk. An die Wand gebracht hat es das Berliner Künstleresemble Innerfields. (Foto: Jürgen Roll)

Das Bild erinnert uns an ein bekanntes Motiv – und hat doch seine ganz eigene Bedeutung.

Was sagt es aus und warum steht es dort?

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So manchem wird das Motiv zumindest in Teilen bekannt vorkommen: Es ist eine abgewandelte Form des Bildes „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ (1818) von Caspar David Friedrich, dem bedeutendsten deutschen Künstler der Frühromantik.

Im Vordergrund ist der Wanderer zu erkennen, im Hintergrund ragt die Skyline von Köln hervor, aus der Rauchschwaden hervorsteigen. Davor der Rhein und ein gestrandetes Schiff. Der Wanderer auf dem Bild hält ein Smartphone in der Hand.

Ein Motiv, wie wir es heute vielfach von sozialen Netzwerken wie Instagram kennen: „Rückenfiguren erleben durch Social Media eine – höchstwahrscheinlich völlig unbewusste – Renaissance: Menschen lassen sich tausendfach vor Naturkulissen in Rückfigur fotografieren“, heißt es bei der Hans-Riegel-Stiftung dazu.

Die Stiftung hat das Projekt „Walls of Vision“ ins Leben gerufen, in dessen Rahmen das Bild realisiert wurde.

Was sagt uns der alte Wanderer also, der mit dem Smartphone auf Köln guckt?

Wir sollen zum Nachdenken angeregt werden. Wo stehen wir heute, wenn wir an den Menschen und die Natur und die moderne Technik denken? Sind wir im Einklang? Oder zerstören wir rücksichtslos?

Und: „Wir möchten damit einen Beitrag dazu leisten, dass historische Kunst- und Kulturgüter erhalten und in die Zukunft transportiert werden“, schreibt die Hans-Riegel-Stiftung dazu.

Foto: Rosa Juchniewicz

Das Riesen-Bild sieht auf jeden Fall unheimlich beeindruckend aus. Es lädt dazu ein, einmal stehenzubleiben, es auf sich wirken zu lassen und nachzudenken. Etwas, was uns in der heutigen Zeit schnell abhanden kommt.

Besonders schön: Kölner Schüler haben das Bild maßgeblich mitgestaltet: „Vor den Sommerferien 2019 haben die Künstler von Innerfields an der Kaiserin-Theophanu-Schule den Grundstein für das Fassadenkunstwerk in Köln-Kalk gelegt: Innerhalb einer Projektwoche wurden die kunsthistorischen Grundlagen erörtert, die künstlerischen Techniken vermittelt und ein bildverwandtes Mural gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern gestaltet“, erklärt die Hans-Riegel-Stiftung.

Neben der inhaltlichen Bedeutung und dem Bezug zu Köln zeigt das große Kunstwerk außerdem, wie aus grauen Fassaden in der Stadt eindrucksvolle Kulissen entstehen können.

Habt ihr ähnliche Entdeckungen in Köln gemacht? Schickt sie uns per E-Mail.

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