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Weiberfastnacht Köln

Das ist die Polizei-Bilanz zu Weiberfastnacht in Köln

Der Auftakt zum Straßenkarneval ist zunächst ohne größere Zwischenfälle und überwiegend friedlich verlaufen. Am Abend stieg jedoch das Konfliktpotential, wie die Kölner Polizei in ihrer Einsatzbilanz am Freitag vorstellte.

Die Stadt Köln hatte an Weiberfastnacht rund 200 Mitarbeiter des Ordnungsdienstes im Einsatz. Hinzu kamen rund 600 Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens, von denen 350 Mitarbeiter an der Zülpicher Straße eingesetzt wurden. (Foto: Festkomitee Kölner Karneval)

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Die Bilanz der Polizei zu Weiberfastnacht in Köln

Zwischen Donnerstagmorgen 6 Uhr und Freitagmorgen (Stand: 8 Uhr) erteilten mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten 221 Platzverweise (28 in Leverkusen) und nahmen 40 (eine in Leverkusen) meist randalierende beziehungsweise alkoholisierte Personen in Gewahrsam (Vorjahr gesamt: 36 ).

Zudem nahmen die eingesetzten Beamtinnen und Beamten 21 Personen (Vorjahr: 7) fest und leiteten in diesen Fällen Strafverfahren, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Taschendiebstahl sowie verschiedener Sexual- und Raubdelikte, ein.

Die Polizei hatte darüber hinaus mehrere spezielle Einsatzlagen. Hier einige Beispiele:

Am Bierstand an der Meister-Ekkehart-Straße zeigt ein stark alkoholisierter Mann (41) aus dem Libanon ein Messer, um ein Getränk zu bekommen. Bereits zuvor hatte er unter Vorhalt eines Messer auf der Uni Wiese Küsse von Frauen erzwingen wollen. Dabei soll er einer Frau auch auf den Hinterkopf geschlagen haben.

Auf der Friesenstraße erlitt ein Mann (38) Verletzungen im Bauchbereich und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem er mit einem Klappmesser angegriffen worden war. Der Angreifer (25) konnte überführt werden.

Die Polizei erwischte außerdem 44 E-Scooter-Fahrer, die besoffen unterwegs waren. In 21 Fällen leiteten die Beamten Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ein und ließen Blutproben zum Nachweis der genauen Alkoholkonzentration entnehmen. Fünf von ihnen mussten ihren Führerschein noch vor Ort an die Beamten übergeben. Nach einem positiven Atemalkoholtest unter der 1,1 Promillegrenze droht zudem 23 Fahrern ein Bußgeld sowie ein Fahrverbot.

Stadtmitarbeiter kontrolliert Ordner

Etwas kurios: Die Stadt Köln hat auch die Ordner des Sicherheitsdienstes kontrolliert. Weil sich 23 von ihnen nicht vollständig ausweisen konnten, wurden diese als Ordner abgelehnt. Die privaten Sicherheitskräfte trugen erstmals Westen mit eigenen Nummern.

  • Im Kwartier Latäng erwischte die Polizei 89 Wildpinkler. In der Altstadt waren es 19. „Wildes Urinieren wird der Ordnungsdienst konsequent ahnden“, hatte die Stadt Köln im Vorfeld angekündigt. Wildpinkler müssen mittlerweile ein Verwarngeld von bis zu 200 Euro zahlen.
  • In den Hotspots hat die Stadt Köln rund 550 Mobiltoiletten, 140 Urinale, 20 Urinalrinnen und elf Toilettenwagen aufgestellt.
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  • In der Altstadt und im Kwartier Latäng führten Mitarbeiter des Ordnungsamtes über 100 so genannte Präventivgespräche durch.
  • Im Zülpicher Viertel waren 25 Personen so besoffen, dass sie Hilfe von Sanitätern benötigten. In der Altstadt war es eine Person. Insgesamt mussten 42 Menschen aus Altstadt und Kwartier Latäng in Krankenhäuser gebracht werden.
  • Der Rettungsdienst in Köln musste zu 250 Einsätzen ausrücken, die Feuerwehr musste zu 21 Einsätzen ausrücken, von denen es sich bei 17 Einsätzen um technische Hilfeleistung handelte.

Die Kölner Polizei will am Freitag eine ausführliche Bilanz zu Weiberfastnacht mit entsprechenden Zahlen vorlegen.

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