Rosenmontag Köln Bilanz

Das sagen Stadt, Polizei und Festkomitee zum Rosenmontag 2023 in Köln

Es war der erste Rosenmontagszug in Köln nach zwei Jahren Pause. Und zugleich ein besonderer Zug: Erstmal ging der Zoch in Deutz los und zog über die Deutzer Brücke. Es war zugleich der längste Zug aller Zeiten. Denn es war bereits dunkel, als der Prinzenwagen nach 20 Uhr sein Ziel am Chlodwigplatz erreichte. (Fotos: Festkomitee Kölner Karneval / Rosa Juchniewicz)

Was sagen Polizei, Stadt und Festkomitee zum Rosenmontag 2023 in Köln? Hier ist die Bilanz:

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Rosenmontag Köln: Das sagt die Polizei

Rund 2500 Polizisten waren zum Rosenmontagszug in Köln im Einsatz. Insgesamt zog die Polizei eine positive Bilanz. Die Stimmung war besonders tagsüber überwiegend friedlich und ausgelassen. Die Polizei erteilte 172 Platzverweise, nahm 32 Personen in Gewahrsam und 7 Personen vorläufig fest. Unter anderem fertigten die Polizisten Anzeigen wegen Körperverletzungsdelikte, Widerstand gegen Polizeibeamte, Taschendiebstahl sowie mehrerer Raub- und Sexualdelikte an.

  • Am Rosenmontag schlug gegen 22:15 Uhr ein Mann auf dem Kardinal-Höffner-Platz im Gedränge mit einem Teleskopschlagstock um sich und verletzte drei Männer (19, 24, 19), die im Krankenhaus behandelt werden mussten.
  • Auf der Severinsstraße nahm die Polizei einen Randalierer (42) in Gewahrsam, die Feiernde bespuckt und beleidigt hatte. Die Polizisten fanden bei ihm Ausweisdokumente, die er zuvor offenbar geklaut hatte.
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  • Auf dem Severinsstraße schlug gegen 17:20 Uhr ein Mann (22) einem Polizisten mit der Faust ins Gesicht. Er kam zur Ausnüchterung ins Gewahrsam. Die Polizei fand bei ihm außerdem Cannabis.

An den Karnevalstagen waren auch dieses Jahr wieder zahlreiche Personen am Steuer, obwohl sie getrunken oder Drogen genommen hatten. Bis Dienstagmorgen erwischte die Polizei allein bei Kontrollen insgesamt 108 Leute wegen Alkohol- und Drogenverstößen. 14 Mal wurde direkt der Führerschein sichergestellt. Bei 16 Unfällen waren Alkohol oder Drogen im Spiel.

Rosenmontag Köln: Das sagt die Stadt Köln

  • Die Stadt Köln war an Rosenmontag mit 100 Mitarbeitern des Ordnungsamtes im Einsatz. Dazu kamen 300 Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes.
  • Rund 40 Mitarbeiter ließen insgesamt 65 Fahrzeuge abschleppen und haben 199 schriftliche Verwarnungen ausgestellt (2019: 53 Sicherstellungen, 89 Verwarnungen). 85 Fahrräder, die den Zugweg behinderten, wurden weggeflext.  

Obwohl in den Hotspots von der Stadt Köln rund 550 Mobiltoiletten, 140 Urinale, 20 Urinalrinnen und elf Toilettenwagen aufgestellt worden waren, wurden auch Rosenmontag zahlreiche Verstöße festgestellt: Bis 15 Uhr wurden 20 Wildpinkler erwischt. Sie erwartet ein Bußgeld in Höhe von bis zu 200 Euro zuzüglich Gebühren.  

Entlang des Zugweges gab es am Rosenmontag bis 16 Uhr 200 Hilfeleistungen, darunter lediglich zwei Jugendliche mit übermäßigem Alkoholkonsum und nur 15 Patienten mit Schnittverletzungen durch Glas.

„Gefühlt habe ich noch nie so viele Menschen beim Kölner Rosenmontagszug gesehen. Die genaue Zahl der Besucher kenne ich nicht, aber es war sehr voll. Die Menschen haben nach Freude gelechzt, auch beim Finale in der Südstadt“, sagte Zugleiter Holger Kirsch im Gespräch mit der Kölnischen Rundschau.

     

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