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Baden im Rhein: 3 tödliche Irrtümer über das Schwimmen im Rhein

Wer im Rhein badet, begibt sich in Lebensgefahr. Das habt ihr sicher schon häufiger gehört. Aber könntet ihr auch sagen, warum das so ist? Die Unwissenheit über die konkreten Gefahren verleitet jedes Jahr viele Menschen dazu, im vermeidlich seichten Wasser in den Rhein zu gehen. Tatsächlich gibt es am Rhein viele schöne Sandstrände. Die aber sollte man lieber zum Sonnen und nicht zum Baden benutzen.

Was soll schon passieren, wenn man in knietief in einem der still aussehenden Uferbereiche im Wasser steht? Tatsächlich aber ist der Rhein eine Wasserstraße. Niemand würde auf die Idee kommen, auf einer Autobahn zu spielen.

Wir haben hier drei tödliche Irrtümer über das Schwimmen im Rhein aufgeschrieben:

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„Ich bin ein guter Schwimmer“

Das mag sein. Gegen die Strömung im Rhein kommen aber auch geübte Schwimmer nicht an. Es ist sinnlos dagegen anzuschwimmen. Die Fließgeschwindigkeit des Rheins beträgt zwischen 3 und 12 k/mh. Wenn man am Rand beobachtet, wie schnell etwa Treibholz an einem vorbeifließt, bekommt man einen Eindruck.

Die einzige Überlebenschance für im Rhein treibende Menschen ist, mit dem Strom versuchen zu schwimmen. irgendwie ans Ufer zu gelangen und durch lautes Rufen auf sich aufmerksam zu machen.

„Ich gehe nur knietief in den Rhein“

In Köln gibt es viele Stellen im Rhein, die vermeidlich flach aussehen. Hinter der Südbrücke rechtsrheinisch etwa gibt es Kribben (die Bauwerke, die sich quer zum Ufer befinden), wo das Wasser wie eine Art geschützter Bereich aussieht. Das aber ist ein Trugschluss. Vorbeifahrende Schiffe am Rhein verursachen eine Art Ebbe und Flut: Fährt ein Schiff gegen den Strom, saugt es viel Wasser an. Das Wasser am Ufer geht zurück. Ist es vorbeigefahren, kommt das Wasser mit großer Wucht zurück.

„Ich kann die Gefahren im Rhein gut abschätzen“

Das flache Wasser zwischen den Kribben ist deshalb tückisch, weil man die Strömungen unter Wasser nicht sieht und ihre Wucht nicht abschätzen kann. Besonders wenn Schiffe vorbeifahren, reißen sie auch geübte Schwimmer unter Wasser – sie haben keine Chance. Der Sog bei Strömungen wirkt so stark, dass die Menschen auf den Grund gezogen werden.

Notfall im Rhein – Wie sollte ich mich Verhalten?

Die Stadt Köln empfiehlt folgende Verhaltensregeln:

  • Wer eine Person im Rhein sieht, sollte nicht hinterherspringen, sondern am Ufer bleiben und versuchen, die Person im Blick zu behalten. Schon häufig haben Menschen Rettungsversuche selbst mit dem Leben bezahlt.
  • Wer eine Person sieht, sollte sofort den Notruf wählen und den Rheinkilometer durchgeben.
  • Sollte ein Rettungsring in der Nähe sein, sollte man versuchen, ihn der Person zuzuwerfen.

Weitere Informationen findet ihr auf dieser Seite der Stadt Köln.

Kölsche Alternativen zum Rhein:

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