Die Asiatische Tigermücke wurde im vergangenen Jahr in vier Kölner Stadtteilen nachgewiesen. Auch in den kommenden Monaten rechnet die Stadt wieder mit dem Auftreten der tagaktiven Mückenart. Kölnerinnen und Kölner können helfen, die Ausbreitung einzudämmen – vor allem, indem sie mögliche Brutstätten rund ums Haus beseitigen.
Die ersten Tigermücken schlüpfen meist im Frühjahr, sobald die Temperaturen steigen. Nach Angaben der Stadt Köln können die Tiere aus sogenannten Überwinterungseiern hervorgehen. Zusätzlich können Tigermücken über privaten und geschäftlichen Reiseverkehr sowie über Gütertransporte nach Deutschland gelangen.
Für Köln ist das Thema relevant, weil die Asiatische Tigermücke nicht nur lästig ist, sondern unter bestimmten Umständen auch Krankheitserreger übertragen kann. Noch ist das Risiko in Deutschland nach Angaben der Stadt anders einzuordnen als in tropischen oder subtropischen Regionen.
Eine lokale Übertragung von Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Viren sei hierzulande bislang nicht bekannt. Mit der weiteren Verbreitung der Mücke steigt dieses Risiko jedoch grundsätzlich.
Warum die Tigermücke sich ausbreitet
Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien. In den vergangenen Jahrzehnten konnte sie sich weltweit verbreiten. In Europa ist sie laut Mitteilung der Stadt vor allem im Mittelmeergebiet heimisch geworden, mittlerweile aber auch in einigen Regionen Deutschlands.
Begünstigt wird die Ansiedlung durch mildere Winter. Denn je häufiger Eier die kalte Jahreszeit überstehen, desto eher können sich lokale Bestände entwickeln.
Was Kölnerinnen und Kölner tun können
Der wichtigste Schutz ist nach Angaben der Stadt die Beseitigung möglicher Brutstätten auf dem eigenen Grundstück. Die Tigermücke nutzt kleine Wasseransammlungen zur Eiablage.
Solche Stellen können im Alltag leicht entstehen, etwa in Gefäßen, Untersetzern, Eimern, Gießkannen oder anderen Behältern, in denen Regenwasser stehen bleibt.
Wo Wasseransammlungen in Gebieten mit nachgewiesenen Tigermücken nicht entfernt werden können, können sie laut Stadt alle 14 Tage mit sogenannten Bti-Tabletten behandelt werden. Diese enthalten einen Eiweißstoff, der für die Larven weniger Mückenarten tödlich ist.
Anzeige: Aus dem Verliebt in Köln-Shop:Wichtig ist dabei: Solche Mittel ersetzen nicht das Entfernen von Brutstätten, sondern kommen nur dort infrage, wo Wasser nicht beseitigt werden kann.
Daran erkennt man die Asiatische Tigermücke
📍 Die Tigermücke ist mit drei bis acht Millimetern kleiner als viele andere Mückenarten. Auffällig ist ihr schwarz-weißes Muster am ganzen Körper. Typisch ist außerdem eine weiß-silbrige Linie, die mittig über Kopf und Rücken verläuft. Auch das hinterste Beinpaar fällt auf: Es endet mit weißen Spitzen, die manchmal als „weiße Schuhe“ beschrieben werden.
➡️ Trotz dieser Merkmale kann die Tigermücke leicht mit heimischen Mückenarten verwechselt werden. Ein weiteres Merkmal ist ihr Verhalten: Sie ist sehr stechfreudig und vor allem tagsüber aktiv, nicht nur in der Dämmerung. Dadurch kann sie den Aufenthalt im Freien deutlich stören.
Was nach einem Stich zu erwarten ist
📍 Die Beschwerden nach einem Stich unterscheiden sich nach Angaben der Stadt nicht grundsätzlich von anderen Mückenstichen. Typisch sind Rötung, Schwellung und Juckreiz.
➡️ Die besondere Bedeutung der Tigermücke liegt in ihrer möglichen Rolle als Überträgerin von Viren. Sie trägt Erreger wie Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Viren nicht von Natur aus in sich. Damit sie solche Viren weitergeben kann, müsste sie zunächst einen infizierten Menschen stechen. Infektionen mit diesen Viren werden laut Stadt regelmäßig bei Reiserückkehrenden aus betroffenen Gebieten festgestellt.
Verdachtsfälle melden
Das Gesundheitsamt der Stadt Köln bittet Bürgerinnen und Bürger, auffällige Mückenfunde zu melden. Zur sicheren Bestimmung können Mücken an den Mückenatlas geschickt werden. Hinweise zu Verpackung und Versand gibt es auf der Internetseite www.mueckenatlas.com.
Ergänzend können Bürgerinnen und Bürger ein Foto der Mücke per E-Mail an tigermuecke@stadt-koeln.de senden. Weitere Informationen und eine interaktive Karte mit betroffenen Kölner Gebieten stellt die Stadt Köln online bereit.
Das sind die Merkmale der asiatischen Tigermücke
- mit einer Größe von 3,4 bis 8 Millimeter ist sie kleiner als andere Mückenarten
- auffälliges Schwarz-Weiß-Muster am ganzen Körper
- eine markante weiß-silbrige Linie, die mittig über Kopf und Rücken verläuft
- das hinterste Beinpaar endet mit weißer Spitze („weiße Schuhe“)



