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Römerkanal-Wanderweg

Der Römerkanal-Wanderweg führt in 7 Etappen bis nach Köln

Es ist eine der spannendsten Wanderungen im Rheinland: Der Römerkanal-Wanderweg führt von Nettersheim in der Eifel bis nach Köln – und folgt dabei den Spuren einer fast 2000 Jahre alten technischen Meisterleistung.

Vor rund zwei Jahrtausenden bauten die Römer eine Wasserleitung, die frisches Quellwasser aus der Eifel bis in die antike Stadt Köln brachte. Heute lässt sich diese Geschichte zu Fuß erleben: auf gut ausgeschilderten Wegen, durch Wälder, Dörfer, Obstlandschaften, Seen und schließlich hinein bis nach Köln. (Fotos: IMAGO / Shotshop / IMAGO / Manngold)

Der Wanderweg ist rund 120 Kilometer lang und in sieben Tagesetappen aufgeteilt. Die einzelnen Abschnitte sind zwischen 13 und 22 Kilometer lang. Damit eignet sich die Strecke nicht nur für geübte Wanderer, sondern auch für alle, die sich den Weg über mehrere Wochenenden aufteilen möchten.

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Besonders praktisch: Der Römerkanal-Wanderweg ist in beide Richtungen markiert. Man kann also in Nettersheim starten und sich Schritt für Schritt Köln nähern – oder umgekehrt von Köln aus in Richtung Eifel wandern.

Unterwegs begegnet man immer wieder Resten des antiken Bauwerks: Brunnenstuben, Sammelbecken, Kanalaufschlüssen, Aquäduktresten und Informationstafeln, die erklären, wie aufwendig die Wasserversorgung des römischen Köln war.

Etappe 1: Nettersheim – Dottel

Die erste Etappe beginnt dort, wo auch die Geschichte des Römerkanals ihren Ursprung hat: bei Nettersheim am „Grünen Pütz“. Hier nahm die römische Wasserleitung ihren Anfang. Die Strecke ist etwa 15 Kilometer lang, leicht zu gehen und dauert rund vier bis fünf Stunden.

Inhaltlich ist diese Etappe besonders reizvoll, weil sie den Einstieg in das gesamte Bauwerk liefert: Man versteht, warum die Römer ausgerechnet hier in der Eifel nach Wasser suchten – und welchen Wert gutes Quellwasser für das antike Köln hatte.

Etappe 2: Dottel – Mechernich

Die zweite Etappe führt auf rund 16 Kilometern durch typische Eifellandschaft und gehört zu den besonders anschaulichen Abschnitten des Weges. Sie dauert etwa vier bis fünf Stunden und ist als leicht eingestuft.

Unterwegs liegen mehrere gut erhaltene Spuren des Römerkanals, darunter die römische Brunnenstube Klausbrunnen, das Sammelbecken in Eiserfey und die Aquäduktbrücke bei Vussem.

Die Aquäduktbrücke bei Merchernich-Vussem. Foto: IMAGO / Shotshop

Etappe 3: Mechernich – Kreuzweingarten

Mit rund 13 Kilometern ist die dritte Etappe die kürzeste des Römerkanal-Wanderwegs. Sie dauert etwa drei bis vier Stunden und ist leicht zu bewältigen. Gleich zu Beginn führt der Weg durch den Hombusch, den Mechernicher Wald.

Neben der Natur ist hier besonders spannend, wie sich die Nutzung der römischen Wasserleitung im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.

Etappe 4: Kreuzweingarten – Rheinbach

Die vierte Etappe verbindet römische Geschichte mit noch älteren Spuren menschlicher Besiedlung. Vom Felssporn bei Kreuzweingarten öffnet sich ein weiter Blick ins Tal. Zugleich erinnert ein Ringwall daran, dass diese Lage bereits in der Eisenzeit genutzt wurde.

Die Strecke ist etwa 16 Kilometer lang, dauert rund vier bis fünf Stunden und gilt als leicht. Am Ende wartet Rheinbach, wo sich ein Abstecher zum Römerkanal-Infozentrum anbietet.

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Etappe 5: Rheinbach – Brenig

Die fünfte Etappe ist mit 22 Kilometern der längste Abschnitt des Römerkanal-Wanderwegs und als mittelschwer eingestuft. Man sollte etwa sechs bis sieben Stunden einplanen. Landschaftlich verändert sich der Weg hier deutlich: Rund um Rheinbach und Bornheim prägen Obstplantagen, Felder und Dörfer die Strecke.

Besonders schön ist dieser Abschnitt im Frühjahr zur Obstblüte oder im Herbst zur Erntezeit.

Etappe 6: Brenig – Brühl

Die sechste Etappe führt auf rund 15 Kilometern von Brenig nach Brühl. Sie dauert etwa vier bis fünf Stunden und ist leicht zu gehen. Zu Beginn prägen Wiesenflächen und kleinere Ortschaften den Weg, später geht es hinein in größere Waldgebiete mit Seen.

Am Ziel wartet Brühl – mit Schloss Augustusburg, Schloss Falkenlust und der Nähe zur Ville-Seenplatte ein lohnender Ort für eine längere Pause.

Etappe 7: Brühl – Köln

Die siebte und letzte Etappe bringt den Römerkanal-Wanderweg nach Köln. Sie ist etwa 19 Kilometer lang, dauert rund fünf bis sechs Stunden und ist als leicht eingestuft. Zunächst führt der Weg noch durch Wälder und an Seen vorbei, später wird die Umgebung zunehmend städtischer.

Gerade für Kölnerinnen und Kölner ist dieser Abschnitt besonders schön: Nach vielen Kilometern durch Eifel, Vorgebirge und Rheinland erreicht der Weg schließlich die Stadt, die vor fast 2000 Jahren mit dem Wasser aus der Eifel versorgt wurde.

Die Details zu den Etappen könnt ihr auf der Webseite des Weges nachschauen.

Praktische Tipps für die Wanderung

Der Römerkanal-Wanderweg lässt sich gut als Mehrtagestour planen, funktioniert aber auch als Projekt für mehrere Wochenenden. Da viele Orte entlang der Strecke an den Nahverkehr angebunden sind, kann man einzelne Etappen gut getrennt voneinander gehen.

Warum sich der Römerkanal-Wanderweg lohnt

Der Römerkanal-Wanderweg erzählt davon, wie eng Köln schon in der Antike mit der Eifel verbunden war. Ohne moderne Maschinen, ohne Pumpen und ohne digitale Vermessung bauten die Römer eine Wasserleitung, die über viele Kilometer mit natürlichem Gefälle funktionierte.

Wer heute auf diesem Weg unterwegs ist, sieht nicht nur Landschaft – sondern versteht ein Stück Kölner Geschichte.

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