Auf der Sophienhöhe im Rheinischen Revier soll bis spätestens Ende 2029 ein neues Besucher- und Informationszentrum entstehen. Besonders spektakulär: Das Gebäude wird auf rund 170 Metern Höhe errichtet – mit direktem Blick auf die rekultivierte Tagebaulandschaft und den künftigen Hambachsee.
Die jetzt vorgestellten Entwürfe zeigen einen flachen, dreiflügeligen Holzbau, der am südlichen Rand der Sophienhöhe entstehen soll. Geplant wurde das Gebäude vom Aachener Büro Pfeiffer.Volland.Michel Architekten. (Grafik: Architekturkollektiv pvma)
Das Zentrum soll künftig als zentraler Anlaufpunkt für Besucherinnen und Besucher dienen und den Strukturwandel im Rheinischen Revier erlebbar machen.
Für Familien und Schulklassen
Geplant sind unter anderem eine interaktive Dauerausstellung, Veranstaltungs- und Seminarräume, Gastronomie sowie große Aussichtsterrassen mit Blick über die neue Landschaft. Die Ausstellung soll auf rund 120 Quadratmetern die Geschichte des Tagebaus Hambach, die Rekultivierung und die Entwicklung der Region zeigen.
➡️ Vorgesehen sind dabei auch virtuelle Einblicke in den Tagebau per VR-Technik, Zeitzeugenberichte und Live-Bilder zur späteren Befüllung des Hambachsees mit Rheinwasser.
Das Zentrum richtet sich laut den Planern an ein breites Publikum – von Familien und Schulklassen bis hin zu Tagungsgästen und Ausflüglern. Sogar ein Trauzimmer ist vorgesehen. Außerdem soll das Außengelände mit Spielangeboten, interaktiven Stationen, einem „Grünen Klassenzimmer“ und zusätzlichen Aussichtspunkten gestaltet werden.
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Architektonisch setzt das Projekt auf Nachhaltigkeit. Vorgesehen ist eine modulare Holzkonstruktion nach Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Begrünte Dächer, transparente Photovoltaikmodule und ressourcenschonende Materialien sollen den Betrieb möglichst energieeffizient machen.
Eröffnung Ende 2029
Das Besucherzentrum entsteht auf einem eigens angeschütteten Plateau am südlichen Rand der sogenannten Goldenen Aue. Unterstützt und koordiniert wird das Projekt von der Starke Projekte GmbH im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen. Hinter der Entwicklung steht die NEULAND HAMBACH GmbH, ein Zusammenschluss der sechs Anrainerkommunen Elsdorf, Jülich, Kerpen, Merzenich, Niederzier und Titz.
Konkrete Baukosten wurden in der Presseinformation noch nicht genannt. Die Eröffnung des Besucher- und Informationszentrums ist spätestens für Ende 2029 vorgesehen.
Neben dem Besucherzentrum bekommt die Sophienhöhe auch einen neuen Aussichtsturm als Wahrzeichen.
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