Kölsche Sprache, schöne Sprache. Das Besondere an der kölschen Sprache ist ja, dass es für fast alles eigene Ausdrücke gibt. Das gilt auch, wenn man sich entschuldigt. Auch in Köln sagt man „Entschuldigung“. Aber manchmal eben etwas – oder gar nicht so richtig.
Wir haben die Verliebt in Köln-Community gefragt, wie man „Entschuldigung op Kölsch“ sagt – und die weit mehr als 100 Antworten zeigen ziemlich gut, wie große die Bandbreite an möglichen Entschuldigungen ist. Hier sind die typischsten kölschen Arten, „Sorry“ zu sagen, die nur eine kleine Auswahl sind.
(Hinweis: Wir haben die Schreibweise der Kommentare übernommen, d.h. ihr lest es hier so, wie man es hört – vielleicht manchmal etwas unperfekt, aber immer vom Herzen kommend)
1. Die ehrliche Entschuldigung
- „Deit mer leid“
- „Leevje, dat deit mer leid“
2. Die kölsche Variante von „War keine Absicht“
- „Et wor nit su jemeint“
- „Isch han et nit su jemeint“
- „Dat wollt ich net“
3. Die pragmatische Lösung
- „Is passiert“
- „Kann passiere“
- „Wat wellste maache?“
- „Et ess halt passiert“
4. Die Entschuldigung, die eigentlich schon eine Versöhnung ist
- „Kumm, is joot“
- „Komm, ist ja jot“
- „Schwamm drüver“
- „Maach dir nix druss“
5. Die fließende Grenze zwischen Entschuldigung und Kölsch
- „Kumm, wat drinkste?“
- „Drinke mer eine zesamme?“
- „Trink doch ene mit“
6. Die kölsche Kurzform
- „Tschuldigung“
- „Exküs“
- „Excuse me“ (danke an Hans Süper)
7. Die halb-ernste Entschuldigung
- „Isch wor dat nit“
- „Dat wor ich nit“
Das kommt einigen von euch vielleicht noch aus der eigenen bekannt vor.
8. Die kölsche Nicht-Entschuldigung
- „Nix“
- „Stell dich nit esu an“
- „Wat is?“
Kennt ihr ebenfalls noch weitere kölsche Ausdrücke, um sich in der kölschen Sprache zu entschuldigen? Schreibt einen Kommentar unter diesen Artikel oder schreibt eine E-Mail.
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