Domsockel Köln

Für mehr Platz: Hier werden die Balkone am Dom abgerissen

Wer derzeit am Kölner Dom unterwegs ist, kann die große Baustelle an der Nordseite kaum übersehen. Der Durchgang von der Domplatte zur Domtreppe ist komplett abgesperrt, Umleitungen für Fußgänger und teilweise gesperrte Wege prägen das Bild rund um die Trankgasse und den Kardinal-Höffner-Platz. Dazu wird derzeit mit schwerem Gerät gearbeitet.

Der Grund dafür ist ein größerer Umbau der Domumgebung. Die Stadt Köln gestaltet den sogenannten Domsockel neu – und dafür werden auch die markanten Balkone oberhalb der Trankgasse entfernt.

Umbau der Nordseite des Doms

Die Arbeiten an der nördlichen Seite des Doms haben im Januar 2026 begonnen. Sie sind Teil eines städtebaulichen Gesamtkonzepts, mit dem die Umgebung des Doms neu gestaltet und aufgewertet werden soll.

Im Zentrum des Projekts steht der Bereich zwischen Trankgasse und Kardinal-Höffner-Platz. Dort wird der Sockelbereich des Doms umgebaut. Ein wichtiger Schritt: Die beiden Treppenanlagen an der Trankgasse und die eckigen Vorsprünge der Domplatte werden zurückgebaut. Auch die sogenannten Balkone oberhalb der Straße verschwinden.

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Stattdessen wird die Domplatte an dieser Stelle näher an die Straße herangezogen. Ziel ist es, mehr Platz für Fußgänger zu schaffen und die Situation rund um den Dom übersichtlicher zu gestalten. Tatsächlich ist der Bereich zwischen Dom und Domtreppe für Fußgänger häufig ein Nadelöhr. Das soll künftig nicht mehr der Fall sein.

Neue Schaufenster

Durch die neue Gestaltung entsteht zwischen der alten Sockelwand und der neuen Fassade ein zusätzlicher Raum. Dieser soll künftig von der Dombauhütte als Steinlager genutzt werden.

Die neue Fassade erhält außerdem zwei Fensterflächen. Dort sollen – ähnlich wie bereits an anderer Stelle am Dom – historische Werkstücke und Relikte aus der Geschichte des Kölner Doms ausgestellt werden.

Auch der Zugang zur Stadtbahn am Kardinal-Höffner-Platz wird verändert. Die bisherigen Geländer werden durch eine geschlossene Brüstung ersetzt.

Diese Animation zeigt, wie der Bereich am Dom nach dem Umbau aussehen soll. Die Balkone sind verschwunden. Ebenfalls zu sehen ist, dass Fußgänger deutlich mehr Platz haben. © allmannwappner GmbH / Julian Wagner

Zwei Jahre Bauzeit

An die große Baustelle direkt am Dom wird man sich nun erstmal gewöhnen müssen. Die Stadt Köln rechnet für die Neugestaltung mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren. Insgesamt sind für das Projekt 6,7 Millionen Euro eingeplant.

Ursprünglich hatte sich das Projekt mehrfach verzögert. Bereits 2022 waren die Rohbauarbeiten ausgeschrieben worden, allerdings ging nur ein einziges Angebot ein – und dieses lag deutlich über den Erwartungen. Das Vergabeverfahren wurde deshalb aufgehoben. Zudem wollte die Stadt vermeiden, dass die Bauarbeiten während der Fußball-Europameisterschaft 2024 stattfinden.

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Viele Absperrungen rund um den Dom

Für Besucherinnen und Besucher ist der Umbau derzeit deutlich spürbar. Der Bereich des Domsockels ist großflächig abgesperrt. Teile der Domplatte sind für Fußgänger gesperrt, Umleitungen führen über die Trankgasse oder über die östliche Seite des Doms Richtung Roncalliplatz.

Auch die Trankgasse musste für die Bauarbeiten teilweise halbseitig gesperrt werden, damit schwere Baumaschinen eingesetzt werden können.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, soll die Nordseite des Doms offener, ruhiger und deutlich großzügiger für Fußgänger sein.

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