Das Schicksal eines Fuchses in Köln hat zuletzt zu einer großen Anteilnahme geführt. Das Tier irrt seit mehreren Tagen durch Köln und wurde mehrfach gesichtet. Besonders bitter: Es hat sich mit dem Kopf in einem 5-Liter-Plastikbehälter verfangen, aus dem es ohne Hilfe nicht mehr herauskommt.
Gelingt es nicht bald, den Plastikbehälter vom Kopf des Tieres zu lösen, droht ihm der Hungertod, weil er so keine Nahrung mehr aufnehmen kann. (Foto: Dogman Tierrettung)
Tierretter hatten den Fuchs zuletzt am Silvestertag in Longerich gesichtet. Dort lief er mit der Plastikflasche auf dem Kopf über die Straße.
Zuerst wurde der Fuchs mit der Plastikflasche auf dem Kopf am 28. Dezember im Industriegebiet in Köln-Niehl gesichtet.
Seit dem Silvestertag gibt es allerdings kein neues Lebenszeichen mehr von ihm. Der 5. Januar ist also der fünfte Tag ohne Sichtung, trotz regelmäßiger Suche.
Wie lange kann der Fuchs überleben?
Wenn sich in der Flasche Kondenswasser bildet, hätte der Fuchs immerhin kleine Mengen an Wasser zu trinken. Das würde seine Chancen auf ein längeres Überleben deutlich verbessern. Gesunde Füchse können ohne Nahrung und nur mit Wasser gut und gerne rund 10 Tage überleben, beginnen dann aber deutlich, Reserven abzubauen.
Tierschützer warnen vor Alleingängen
Federführend bei der Suche nach dem Fuchs sind Tierschützer der Dogman-Tierrettung. Sie versuchen mit Hilfe von Wildtierkameras und Drohnen den Fuchs zu finden – bislang jedoch vergeblich.
Die Tierretter raten dringend davon ab, den Fuchs bei einer Sichtung im Alleingang einzufangen – oder im Alleingang nach ihm zu suchen. Aufgrund der großen Anteilnahme waren zuletzt Tierretter weit nach Köln angereist, um den Fuchs auf eigene Faust zu suchen.
„Wir möchten ganz klar nochmal betonen, dass solche Aktionen, wenn auch in guter Absicht, einem Tier mehr schaden können“, heißt es dazu auf der Facebook-Seite der Dogmann Tierrettung.
Derweil läuft die Zeit für den Fuchs mit der Plastikflasche ab – wenn er nicht bald von dem menschlichen Müll an seinem Kopf befreit werden kann, wird er verhungern.
Aus dem Verliebt in Köln-Shop:In Köln leben mehr als 1000 Füchse
In Köln haben sich Füchse längst als städtische Wildtiere etabliert und sind in Parks, Grünanlagen, Schrebergärten und sogar in der Nähe von Wohnstraßen und Bahnanlagen zu sehen. Schätzungen zufolge leben in der Domstadt und ihrem Umfeld mehrere hundert bis über tausend Füchse, die das urbane Nahrungs- und Lebensraumangebot nutzen, etwa weggeworfene Essensreste oder kleine Beutetiere.
Die Tiere sind vorwiegend nachtaktiv, weshalb man sie meist in den späten Abend- und frühen Morgenstunden beobachtet. Wie in anderen Großstädten sind Stadtfüchse oft etwas mutiger und an Menschen gewöhnt als ihre ländlichen Artgenossen, doch sie bleiben typischerweise scheu und meiden direkten Kontakt.
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