Seit Ende 2024 erscheint die Gürzenichstraße in der Kölner Altstadt in einem komplett neuem Gewand. Die Straße wurde von 2022 bis 2024 einmal komplett auf links gedreht und erneuert. Die Straße führt vom Heumarkt in Richtung Schildergasse und wurde zuletzt komplett neu gestaltet. Wer nun hier entlang geht, geht über eine helle und freundliche Straße mit neuen Bänken und Fahrradständern.
Viele Kölner vermissten auf der neu gestalteten Straße jedoch Bäume und Grün. Zwar gibt es auf der Straße mehrere Straßenbäume, auch der Platz am Gürzenich hat mehrere große und alte Bäume. Doch die Straße selbst wirkte auf einige Kölner zu betonlastig.

Neue Bäume in der Kölner Altstadt
An diesem Eindruck hat sich nun etwas verändert, denn entlang der Gürzenichstraße stehen zahlreiche große Blumenkübel, die verschiedene Pflanzen und Bäume haben. Einige Bäume sind hoch gewachsen, andere sind kleiner, dafür dichter. Sie alle sorgen dafür, dass es auf der neuen Gürzenichstraße mehr Grün gibt.
Die Bäume stammen von der Kölner Grün Stiftung. Hier können sich auch die Kölner Bürger beteiligen, damit die Stadt grüner wird. Unter den Bäumen in den Kübeln befinden sich u.a. wintergründe Ölweiden, Pagodien-Hartriegel oder die Kleeulme.
Auffällig im gesamten Bereich, der neu gestaltet wurde, sind die hellen Steine, die nach einem bestimmten Muster angelegt sind. Hier wurden erstmals die Planungsgrundsätze der Via Culturalis angewandt. Am Eingang der neuen Gürzenichstraße steht in großen Buchstaben auf beiden Gehwegen nun „VIA CULTURALIS“.
Mit Via Culturalis ist ein Pfad in der Kölner Altstadt vom Dom ausgehend gemeint, in dem zahlreiche Punkte aus 2000 Jahren Kölner Stadtgeschichte zu sehen sind. Ziel ist es, diesen Raum einheitlich und hochwertig zu gestalten. Sie ist ein Teil des städtebaulichen Masterplans der Stadt Köln.
Aus dem Verliebt in Köln-Shop:Das Konzept der VIA CULTURALIS in Köln
Der Günter-Wand-Platz am Ende der Straße vor dem Gürzenich wird laut Mitteilung der Stadt Köln „als Ruhezone im stark frequentierten Stadtraum weiterhin durch den vorhandenen Baumbestand geprägt“. Der Platz darf ausschließlich zur Anlieferung des Gürzenich befahren werden.
Die Gestaltung des öffentlichen Raums im Rahmen der VIA CULTURALIS zurückhaltend, aber hochwertig sein. Ziel ist, dass die Proportionen der Stadträume wahrgenommen werden und die historischen und kulturellen Bauten im Vordergrund stehen. Dafür wurden Grauwacke-Steine verwendet.
Das Muster auf der Straße ist anders als das auf dem Fußgängerweg. Neben einem Gehweg gibt es außerdem einen Parkstreifen für Autos. Die Fahrbahn ist in ungebundener Bauweise gestaltet. Das heißt: Die Steinen sind aufgelegt und nicht einbetoniert. Das soll künftige Reparaturen erleichtern und verstärkt zudem das Muster der Steine auf der Straße.
So wie hier an der Gürzenichstraße soll es also künftig noch an weiteren Orten der Kölner Altstadt aussehen. Die Kosten für die Umgestaltung haben rund 6,4 Mio. Euro betragen.