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Tag des offenen Denkmals Köln

Tag des offenen Denkmals 2026 in Köln: Diese Gebäude könnt ihr ohne Anmeldung besuchen

Am Wochenende des 12. und 13. September 2026 öffnen in Köln wieder zahlreiche historische Gebäude, Kirchen, Industrieanlagen und andere Denkmäler ihre Türen. Beim Tag des offenen Denkmals können Besucher Orte kennenlernen, die im Alltag teilweise gar nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind.

Viele der angebotenen Führungen sind allerdings nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Wer sich spontan entscheiden möchte, hat trotzdem eine große Auswahl. Wir haben einige der spannendsten Kölner Denkmäler zusammengestellt, die ihr 2026 ohne vorherige Anmeldung besuchen könnt. (Die Angebote mit Anmeldung zum Tag des offenen Denkmals findet ihr hier)

Wasserturm der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk

Einen ungewöhnlichen Einblick in die Kölner Industriegeschichte gibt es in Kalk. Der historische Wasserturm ist das letzte erhaltene Bauwerk der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk, kurz CFK. Das Unternehmen produzierte hier bis 1993 unter anderem Sodaprodukte.

Der Stadtteil wurde über mehr als 100 Jahre stark von Chemie- und Metallindustrie geprägt. Zeitweise arbeiteten rund 13.000 Menschen in den Industriebetrieben in Kalk. Im Wasserturm sind heute unter anderem restaurierte Maschinen zu sehen.

Wann: Sonntag, 13. September, 14 und 16 Uhr
Wo: Kalker Hauptstraße 55, Kalk
Dauer: jeweils rund 90 Minuten
Anmeldung: nicht erforderlich

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Spanischer Bau des Kölner Rathauses

Auch ein Gebäude mitten in der Altstadt lässt sich an diesem Wochenende ohne vorherige Anmeldung von innen entdecken: der Spanische Bau des Rathauses.

Der heutige Bau entstand zwischen 1954 und 1956 nach Plänen von Theodor Teichen an der Stelle eines im Zweiten Weltkrieg zerstörten Vorgängerbaus. Im Inneren befinden sich unter anderem das Europa-Mosaik, eine große Glasmalerei von Georg Meistermann und ein detailliertes Kölner Stadtmodell im Maßstab 1:500.

Normalerweise ist eine freie Besichtigung nicht möglich.

Wann: Samstag, 12. September, 13 und 15 Uhr sowie Sonntag, 13. September, 11 und 13 Uhr
Wo: Zugang über den Theo-Burauen-Platz
Anmeldung: nicht erforderlich

Das historische Zeughaus

Auch das frühere Zeughaus des Kölnischen Stadtmuseums öffnet seine Türen. Das Gebäude wurde zwischen 1594 und 1606 als städtisches Waffenarsenal errichtet.

Von 1958 an befand sich hier das Kölnische Stadtmuseum. Nach einem Wasserschaden musste das Gebäude 2017 geschlossen werden. Beim Tag des offenen Denkmals können Besucher nicht nur das historische Gebäude kennenlernen. Gezeigt werden auch Entwürfe von Studierenden der TH Köln, die sich mit einer möglichen Zukunft des Kulturareals beschäftigen.

Das Zeughaus selbst ist am Samstag von 12 bis 16 Uhr und am Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Reguläre Führungen ohne Anmeldung finden Samstag um 12 Uhr und Sonntag um 16 Uhr statt.

Wann: Samstag, 12. September, ab 12 Uhr sowie Sonntag, 13. September, ab 12 Uhr
Wo: Zeughausstraße 1, Innenstadt
Anmeldung: für die regulären genannten Führungen nicht erforderlich

Eine Kapelle auf Melaten, die älter als der gotische Dom ist

Mitten auf dem Melatenfriedhof steht eines der ältesten erhaltenen Gebäude an diesem Wochenende auf dem Programm. Die Kapelle St. Maria Magdalena und Lazarus wurde bereits 1245 von Konrad von Hochstaden geweiht – und ist damit älter als der heutige gotische Kölner Dom.

Damals gab es an dieser Stelle noch keinen Friedhof. Hier befand sich ein Heim für Leprakranke. Von diesem sogenannten Leprosorium ist heute nur noch die Kapelle erhalten.

Am Sonntag werden zwischen 12 und 17 Uhr stündlich kurze Führungen angeboten. Um 18 Uhr gibt es außerdem ein Konzert in der Kapelle.

Wann: Sonntag, 13. September, 12 bis 17 Uhr; Führungen jeweils zur vollen Stunde
Wo: Aachener Straße 204, Höhe KVB-Haltestelle Melaten
Anmeldung: nicht erforderlich

WiSo-Hochhaus der Universität

Deutlich jünger, aber architektonisch nicht weniger interessant ist das Hochhaus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.

Das Gebäude entstand zwischen 1956 und 1960 und gehört zu den bedeutenden Kölner Bauten der Nachkriegszeit. Zwischen 2020 und 2025 wurde das Hochhaus umfassend saniert. Dabei blieb ein großer Teil der vorhandenen Bausubstanz erhalten.

Am Tag des offenen Denkmals führt Architekt Thomas Schmidt durch das Gebäude und erklärt unter anderem, wie historische Architektur und moderne Gebäude-, Medien- und Energietechnik miteinander verbunden wurden.

Wann: Sonntag, 13. September, 11 und 13 Uhr
Wo: Universitätsstraße 24a
Dauer: jeweils rund 60 Minuten
Anmeldung: nicht erforderlich

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Die Waisenhauskirche in Sülz

Auch die ehemalige Waisenhauskirche in Sülz lässt sich ohne Anmeldung kennenlernen. Die Kirche „Zur Heiligen Familie“ war das Herzstück des früheren Kinderheims an der Sülzgürtel.

Nach dem Krieg wurde sie ab 1955 von Gottfried Böhm neu aufgebaut. Das ehemalige Waisenhausgelände wurde 2009 aufgegeben. Inzwischen wird die Kirche als Veranstaltungsort genutzt.

Bei einer Führung mit dem Kölner Stadtkonservator Dr. Thomas Werner geht es sowohl um die Geschichte der Kirche als auch um die Umnutzung und denkmalgerechte Sanierung des gesamten Areals.

Wann: Sonntag, 13. September, 14 Uhr
Wo: Sülzgürtel 47
Dauer: rund 60 Minuten
Anmeldung: nicht erforderlich

St. Peter: alte Kirche und moderne Kunst

St. Peter in der Innenstadt gehört zu den ältesten Kirchen Kölns. Die romanisch-gotische Kirche gilt als älteste noch existierende Pfarrkirche der Kölner Innenstadt und wurde auf römischen Fundamenten errichtet.

Bekannt ist sie unter anderem für Peter Paul Rubens‘ Gemälde „Kreuzigung Petri“. Gleichzeitig ist St. Peter seit 1986 als Kunst-Station ein wichtiger Ort für zeitgenössische Kunst.

Am Sonntag gibt es zwei Führungen durch die Kunst-Station.

Wann: Sonntag, 13. September, 13.15 und 16.30 Uhr
Wo: Leonhard-Tietz-Straße 6
Dauer: jeweils rund 45 Minuten
Anmeldung: nicht erforderlich

Trinitatiskirche mit Orgelmusik

Die Trinitatiskirche am Filzengraben ist der erste evangelische Kirchenneubau Kölns. Der klassizistische Bau wurde von Friedrich August Stüler geplant und 1860 eingeweiht.

Nach schweren Kriegsschäden wurde die Kirche bis 1965 wiederaufgebaut. Eine Besonderheit ist die Klais-Orgel, die 2010 eingebaut wurde. Beim Tag des offenen Denkmals verbindet eine Führung die Geschichte des Gebäudes mit Orgelmusik.

Wann: Samstag und Sonntag jeweils um 12 Uhr
Wo: Filzengraben 4
Anmeldung: nicht erforderlich

St. Karl Borromäus in Sülz

Wer sich für Architektur des 20. Jahrhunderts interessiert, kann am Samstag St. Karl Borromäus besuchen. Die Kirche wurde 1930 errichtet und verbindet expressionistische Architektur mit Einflüssen des Bauhauses.

Auch mehrere bekannte Künstler und Architekten haben ihre Spuren hinterlassen. Georg Meistermann gestaltete unter anderem Fenster und Chorausmalung, Gottfried Böhm war als Innenarchitekt tätig.

Wann: Samstag, 12. September, 11 Uhr
Wo: Zülpicher Straße 275
Dauer: rund 60 Minuten
Anmeldung: nicht erforderlich

St. Nikolaus in Sülz

Nur wenige Minuten entfernt lässt sich am Nachmittag eine weitere besondere Kirche entdecken. St. Nikolaus wurde zwischen 1903 und 1909 nach Plänen von Franz Statz errichtet, einem Sohn des Dombaumeisters Vincenz Statz.

Die neuromanische Kirche entstand in einer Zeit, in der Sülz stark wuchs und für die zunehmende Zahl der Bewohner ein eigenes großes Gotteshaus benötigt wurde.

Wann: Samstag, 12. September, 15 Uhr
Wo: Nikolausplatz 2
Dauer: rund 60 Minuten
Anmeldung: nicht erforderlich

Flora und Botanischer Garten

Nicht nur Gebäude stehen beim Tag des offenen Denkmals im Mittelpunkt. Auch die Geschichte der Kölner Flora lässt sich entdecken.

Die Anlage wurde 1863 von wohlhabenden Kölner Bürgern gegründet. Der Park entstand nach Plänen des berühmten Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné. Seit 1914 befindet sich daneben der Botanische Garten. Heute wachsen auf dem Gelände mehr als 10.000 Pflanzenarten.

Am Sonntag gibt es eine zweistündige Führung durch die Anlage.

Wann: Sonntag, 13. September, 11 Uhr
Wo: Alter Stammheimer Weg
Dauer: rund 120 Minuten
Anmeldung: nicht erforderlich

Museum Schnütgen in St. Cäcilien

St. Cäcilien gehört zu den zwölf großen romanischen Kirchen Kölns. Die heutige Kirche entstand im 12. Jahrhundert auf den Resten eines deutlich älteren Vorgängerbaus.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie unter anderem als Stiftskirche, Krankenhauskirche und Lagerraum genutzt. Heute bildet sie einen Teil des Museums Schnütgen.

Am Sonntag führt ein Rundgang auf den Spuren der historischen Verbindung zwischen St. Cäcilien und St. Peter durch die Geschichte beider Kirchen.

Wann: Sonntag, 13. September, 14.30 Uhr
Wo: Cäcilienkloster 29–33
Dauer: 60 bis 90 Minuten
Anmeldung: nicht erforderlich

Tag des offenen Denkmals findet in Köln an zwei Tagen statt

Der Tag des offenen Denkmals wird in Köln traditionell nicht nur an einem Tag gefeiert. Auch 2026 verteilt sich das Programm auf Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September.

Neben den hier vorgestellten Orten gibt es zahlreiche weitere Führungen und Besichtigungen in der gesamten Stadt. Bei einigen davon ist jedoch eine vorherige Anmeldung erforderlich. Wer spontan losziehen möchte, sollte deshalb im jeweiligen Programmeintrag darauf achten, ob ausdrücklich „keine Anmeldung erforderlich“ angegeben ist.

Alle Angaben ohne Gewähr. Das gesamte Programm zum Tag des offenen Denkmals findet ihr hier

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