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Gute Nachrichten Köln

7 gute Nachrichten aus Köln, über die niemand spricht

Köln hat derzeit nicht nur Ärger mit Baustellen, Verkehr und hohen Mieten zu bieten. An mehreren Stellen fließt Geld in die Zukunft der Stadt, neue Attraktionen sind entstanden und ehrenamtliche Projekte bringen Menschen zusammen. Entgegen der vielen schlechten Nachrichten lest ihr hier sieben gute Nachrichten aus Köln, über die niemand spricht.

Gamescom so beliebt wie nie

Wer 2026 noch mit einem eigenen Stand auf der Gamescom vertreten sein möchte, kommt zu spät: Zum ersten Mal seit Bestehen der Computerspielmesse sind alle verfügbaren Flächen vergeben. Innerhalb der rund 233.000 Quadratmeter großen Gesamtfläche wird in diesem Jahr mehr Platz für Messestände genutzt.

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Mehr als 1.600 Unternehmen aus aller Welt werden zur Gamescom in Köln erwartet. Sie findet vom 26. bis 30. August statt. Auf einen neuen Besucherrekord legen es die Veranstalter dagegen bewusst nicht an. 2025 kamen rund 357.000 Menschen, der bisherige Höchststand stammt mit 373.000 Gästen aus dem Jahr 2019. Mehr Besucher würden nicht automatisch eine bessere Messe bedeuten: Die Hallen sollen trotz des großen Andrangs nicht zu voll werden. (Quelle: WDR)

86 Mio. Euro für die SpoHo

An der Deutschen Sporthochschule in Müngersdorf stehen große Veränderungen an. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt insgesamt 86,36 Millionen Euro für die Erneuerung des Campus bereit.

Das Geld soll unter anderem in die Nordhallen, das Schwimmzentrum und die sportwissenschaftliche Bibliothek fließen. Ein Schwerpunkt liegt darauf, ältere Gebäude energetisch zu verbessern und den Energieverbrauch zu senken. Gleichzeitig sollen modernere Räume für Forschung, Studium und Ausbildung entstehen.

Die Investition betrifft nicht nur Köln. Etwa jede sechste angehende Sportlehrkraft in Deutschland studiert an der Sporthochschule. In Nordrhein-Westfalen ist es sogar mehr als die Hälfte. (Quelle: Deutsche Sporthochschule Köln)

3 Mio. Euro für den Stadtgarten

Die Zukunftspläne des Stadtgartens haben einen entscheidenden Schub bekommen. Der Bund beteiligt sich mit drei Millionen Euro am geplanten Neubau eines Konzertsaals. Nach Angaben des Hauses ist damit die Finanzierung des Projekts gesichert.

Der neue Saal soll mehr Sitzplätze bieten und besser zugänglich sein als die bisherigen Räume. Außerdem sind eine nachhaltigere Bauweise und eine stärkere Öffnung des Stadtgartens vorgesehen. Wenn alles nach Plan läuft, beginnen die Bauarbeiten 2028.

Für die Kölner Musikszene ist das eine wichtige Nachricht. Der Stadtgarten gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Orten für Jazz und zeitgenössische Musik. Die drei Millionen Euro sind der größte Einzelbetrag des diesjährigen Bundesprogramms. (Quelle: Stadtgarten Köln)

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Drachenhaus im Kölner Zoo eröffnet

Der Kölner Zoo hat sein früheres Tropenhaus in eine neue südostasiatische Tierwelt verwandelt. Im Mittelpunkt stehen zwei Komodowarane, die sich eine rund 200 Quadratmeter große Anlage teilen. Es sind die größten Warane der Welt. Ausgewachsene Tiere können mehr als drei Meter lang werden.

Komodowarane waren bisher noch nie im Kölner Zoo zu sehen. Köln ist außerdem der erste und bislang einzige Zoo in Nordrhein-Westfalen, der diese Tiere hält. Weitere Bewohner des Drachenhauses sind unter anderem Tigerpythons, Zwergotter, Baumkängurus und seltene Vogelarten.

Der Umbau wurde nach einem Schwelbrand im Jahr 2022 notwendig und kostete rund 9,8 Millionen Euro. Schon wenige Wochen zuvor hatte der Zoo eine weitere große Neuerung präsentiert: Die neue Giraffenanlage ist etwa doppelt so groß wie ihre Vorgängerin.

Kölner Jugendliche helfen Senioren

Wie verschickt man ein Foto über WhatsApp? Wo findet man eine bestimmte Einstellung auf dem Smartphone? Und was muss man bei der Nutzung einer neuen App beachten? Mit solchen Fragen können sich ältere Menschen in Pesch an Schülerinnen und Schüler des örtlichen Gymnasiums wenden.

Das Projekt „Pesch digital“ bringt Jugendliche und ältere Menschen regelmäßig in der Schule zusammen. Die jungen Digitalhelfer erklären Smartphone, Tablet und Laptop und gehen dabei auf die konkreten Probleme ihrer Gäste ein. Die Treffen finden ungefähr alle sechs Wochen statt.

Entstanden ist die Zusammenarbeit mit dem Seniorennetzwerk Pesch bereits Ende 2022. Inzwischen wird das Projekt auch von der Stadt Köln gewürdigt: Das Gymnasium gehört 2026 zu den Preisträgern von „KölnEngagiert“. Ausgezeichnet wird dabei nicht nur die technische Hilfe, sondern auch die Begegnung zwischen den Generationen (Quelle: Stadt Köln)

Kostenlose kölsche Rikscha-Fahrten

Einmal wieder am Rhein entlangfahren, einen Park besuchen oder einen Kaffee im eigenen Veedel trinken: Der Verein „Radeln ohne Alter Köln“ macht solche kleinen Ausflüge auch für Menschen möglich, die nicht mehr selbst Fahrrad fahren können.

Ehrenamtliche holen ältere oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Fahrgäste mit einer Fahrradrikscha ab. In der Regel dauert eine Tour zwischen einer und anderthalb Stunden. Bis zu zwei Gäste können vorne nebeneinandersitzen, während die geschulten Fahrerinnen und Fahrer in die Pedale treten. Ein Elektromotor unterstützt sie dabei.

Die Fahrten kosten nichts. Sie sollen den Fahrgästen Ausflüge, Gespräche und wieder ein Stück Teilhabe am Kölner Stadtleben ermöglichen. Wer mitfahren möchte, kann eine Tour beim Verein anfragen. Gleichzeitig sucht das Projekt weitere ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer. (Quelle: Radeln ohne Alter Köln)

4.623 neue Wohnungen für Köln

Beim Wohnungsbau meldet Köln zumindest für 2025 einen ungewöhnlich hohen Wert. Innerhalb eines Jahres wurden 4.623 Wohnungen fertiggestellt. Zum Vergleich: 2024 waren es lediglich 1.819.

Damit entstanden mehr als zweieinhalbmal so viele Wohnungen wie im Vorjahr. Auch der Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2024 wurde deutlich übertroffen. In diesem Zeitraum waren jährlich im Schnitt 2.537 Wohnungen fertig geworden.

Die Zahl löst Kölns Wohnungsnot zwar nicht. Außerdem ging die Zahl der neu genehmigten Wohnungen 2025 um rund 21 Prozent zurück. Das könnte sich mit Verzögerung auf die kommenden Jahre auswirken. Trotzdem sind 4.623 fertiggestellte Wohnungen eine gute Nachricht: Seit mindestens zehn Jahren wurde in Köln innerhalb eines Jahres nicht mehr so viel neuer Wohnraum fertig.

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