6 Fakten über den Rheinboulevard in Köln, die kaum jemand kennt

Seit über 5 Jahren ist der Rheinboulevard in Köln-Deutz offiziell fertiggestellt. Aus dem Stadtbild neben Altstadt und Hohenzollernbrücke ist die riesige Anlage auch nicht mehr wegzudenken.

Die 500 Meter lange Freitreppe aus hellem Sichtbeton wurde am 13. Juli 2015 offiziell eröffnet, der erste Spatenstich war am 21. Juni 2010.

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Jeder kennt den Anblick der Freitreppe im Sonnenschein mit Menschen drauf. Und ja, in Zeiten von Corona liefern sie immer wieder Gesprächsstoff. Besonders bei guten Wetter strömen die Menschen hierhin, um die Sonne zu genießen. An warmen Abenden und Nächsten kam es hier aber auch immer wieder zu Zwischenfällen, bei denen die Polizei eingreifen musste.

Und aktuell ist der Rheinboulevard wegen Corona ebenfalls zu bestimmten Zeiten gesperrt. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Wir haben an dieser Stelle 6 Fakten zum Rheinboulevard zusammengetragen, die vielen Leute so vielleicht gar nicht auf dem Zettel haben.

Wir freuen uns jedenfalls, wenn ihr hier noch den ein oder anderen interessanten Aspekt erfahrt.

Die Kosten für den Bau

Wie es bei Großprojekten häufig der Fall ist, waren die Kosten für den Rheinboulevard anfangs deutlich niedriger geplant. Am Ende wurde 26,1 Mio. Euro fällig, unter anderem gab es Verzögerungen im Bauablauf unter anderem durch archäologische Funde und Weltkriegsbomben. Was eben so passiert, wenn man auf historischem Grund gräbt.

Bei Großevents gesperrt

Der Rheinboulevard ist 500 Meter lang und bietet rund 10.000 Menschen Platz. Ein eigentlich perfekter Ort für Großereignisse (wenn sie denn wieder stattfinden), wie den Kölner Lichtern oder Silvester, besonders bei dieser grandiosen Aussicht.

Doch das funktioniert nicht: Bei großen Veranstaltungen ist die Freitreppe gesperrt. Es besteht die Gefahr, dass Personen von den Stufen stürzen. Fluchtwege von der Sitztreppe sind erheblich eingeschränkt.

Bei den Kölner Lichtern kann man lediglich auf der oberen Ebene auf den Rhein gucken, nicht von den Treppen aus.

Die jährlichen Kosten für die Reinigung

Kurz nach der Eröffnung wurde klar: Helle Betonstufen werden relativ schnell dreckig. Vor allem, wenn die Menschen Getränke wie Rotwein darauf trinken. Es ist wie mit einem weißen Sofa im Wohnzimmer.

Die AWB müssen die Steine auf dem Rheinboulevard deshalb besonders im Sommer täglich sauber machen. Die jährlichen Kosten hierfür sind mit 860.000 Euro veranschlagt. Ein stolzer Preis. Wasserpfeifen sind mittlerweile übrigens verboten – sie machen zu viel Dreck.

Es gibt rund 60 Bäume

Zu den Bäumen zählt eine doppelte Reihe japanischer Schnurbäume, am Übergang zur Hermann-Pünder-Straße (südlicher Teil der Freitreppe) stehen Kastanien. Auf den Rasenflächen kommen Robinien.

Die Bäume werden das Bild des Boulevard mit jedem weiteren Jahr verändern, da sie jedes Jahr großer werden.

Schutzwall im Rhein für den Bau

Bevor die Freitreppe errichtet werden konnte, schütteten die Firmen im August 2013 vor dem heutigen Rheinboulevard einen Schutzwall im Rhein auf. Einen Monat später dann konnte mit dem Bau der eigentlich Treppe begonnen werden.

Der Schinkenkessel im Rheinboulevard

Auf der Höhe von St. Heribert ist das Fundament des so genannten Schinkenkessels in den Rheinboulevard integriert. Das Bauelement kam nach über 100 Jahren wieder ans Tageslicht. Der Schinkenkessel wurde 1909 abgerissen, ursprünglich stammt er aus dem Jahr 1818. Der Name war in der Bevölkerung geläufig, weil seine Form Kochgefäßen ähnelte.

Die Überreste des Halbturms reichen aber noch viel weiter zurück, denn sie enthalten ein spätrömisches Kernmauerwerk, das schon in den Turm 1818 integriert wurde. So ist rund 2000 Jahre Kölner Stadtgeschichte in den heutigen Rheinboulevard integriert.

Kennt ihr weitere interessante Details zum Rheinvboulevard oder zur Kölner Stadtgeschichte, die wir an dieser Stelle erwähnen und erzählen sollen? Schreibt uns eine E-Mail. Wir freuen uns über jede Nachricht.

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