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Einzigartiges Video: 40 Kölner Musikgrößen singen gemeinsam das Veedel-Lied

Dieses Projekt ist ein einmaliges Zeichen: Ein Appell an alle Kölner, in der Corona-Krise zusammenzustehen, füreinander da zu sein – und auch, zuhause zu bleiben und verantwortungsvoll zu handeln. (Bild: #Veedelband / Act HeadQuarter Media GmbH)

Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 haben rund 40 Kölner Musikgrößen daheim das Veedel-Lied eingesungen. Jeder für sich, aber irgendwie auch alle gemeinsam. Denn aus den einzelnen Videos ist damals dieses einmalige Video entstanden: Die Veedel-Band.

Mit dabei sind unter anderem Bandmitglieder von Brings, Kasalla, Bläck Fööss, Höhner und noch viele mehr. Schaut es euch an. Besonders wenn wir jetzt Karneval unter ganz anderen Bedingungen feiern ist diese Version aktueller denn je, finden wir. Schaut es euch hier an:

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Über den Ursprung des Veedel-Lieds

Wie soll dat nur wigger jon,
wat bliev dann hück noch ston

Das Veedel-Lied der Bläck Fööss ist fast 50 Jahre alt, doch es beschreibt perfekt, was viele Kölnerinnen und Kölner inmitten der Corona-Krise fühlen – und es gibt Glaube, Kraft und Hoffnung.

Wenn die Menschen derzeit am Abend an ihren Fenster zusammenkommen, um den Helfern zu applaudieren, dann singen sie auch immer häufiger auch die Textzeilen von den Bläck Fööss, die vor fast 50 Jahren entstanden sind.

Wat och passeet
dat Eine es doch klor
et Schönste, wat m’r han
schon all die lange Johr
es unser Veedel,

„Das Veedel-Lied ist für mich das wichtigste aus unserem ganzen Repertoire. Das werden wir immer und ewig spielen“, sagte Bommel Lückerath von den Bläck Föösss einmal im Gespräch mit dem Stadtanzeiger.

Die Bläck Fööss haben ein Kunststück vollbracht und ein Lied für alle Kölner getextet, das jede gesellschaftliche Modernisierung überstanden habt, mehr noch: Man hat den Eindruck, der Inhalt des Veedel-Lieds wird von Jahr zu Jahr wichtiger.

denn he hält m’r zosamme
ejal, wat och passeet
en uns’rem Veedel.

Der Veedel-Lied ist eigentlich ein Protest-Lied gegen die Entwicklung von Köln und entstand am Tresen: „Wie sull dat nur wiggerjon“ sagte Erry Stoklosa an einem Tag im Mai 1973 in der Ringschänke am Karolingerring (nahe Chlodwigplatz) am Tresen zu Tommy Engel.

Der Satz ist bis heute die berühmte erste Zeile des Liedes.

Das Lied war damals eine Kritik an den Expansionsplänen der Stadt: Inhaltlich bezogen sich die Musiker auf neue große Stadtteile, die zu dieser Zeit am Rand der Stadt entstanden, wie etwa Chorweiler, wie der Express vor einigen Jahren schrieb.

die Bühle un Schramme,
die fleck m’r zosamme,
dann es et vorbei.

Sie sorgten sich um Köln, seine Veedel und ihren Charakter. Der Zusammenhalt in Köln ist ein bis heute zeitloses Gefühl, in vielen Punkten sogar aktueller denn je.

Kein Abstieg des 1. FC Köln, bei dem nicht tränenreich das Veedel-Lied gesungen wird. Und kein Abend derzeit, an dem die Menschen nicht am Fenster stehen, und die berühmten Zeilen singen, die ihnen mehr denn je aus dem Herzen sprechen und die Menschen gleichzeitig daran erinnern, aufeinander aufzupassen.

Danke, liebe Bläck Fööss für dieses Lied.

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