Köln wächst – aber nicht überall darf künftig in die Höhe gebaut werden. Mit dem Höhenentwicklungskonzept für die Innere Stadt legt die Stadt klare Leitplanken fest, wo Hochhäuser entstehen dürfen, wie hoch sie sein können und welche Anforderungen sie erfüllen müssen.
Das Konzept soll Wachstum ermöglichen, gleichzeitig aber das historische Stadtbild rund um den Kölner Dom schützen. Die wichtigsten Regeln im Überblick:
1. Kein Hochhaus höher als der Dom
Der Kölner Dom mit seinen 157 Metern bleibt auch künftig das dominierende Bauwerk der Stadt. Neue Gebäude dürfen maximal 148 Meter hoch sein – das entspricht etwa der Höhe des KölnTurms im Mediapark.
2. Rund um den Dom sind Hochhäuser tabu
In der Pufferzone rund um das UNESCO-Weltkulturerbe sowie in wichtigen Sichtachsen auf den Dom dürfen keine Hochhäuser entstehen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Dom weiterhin das prägende Wahrzeichen der Kölner Silhouette bleibt.
3. In vielen Wohnvierteln sind Hochhäuser ausgeschlossen
Vor allem in kleinteiligen Wohngebieten sind Hochhäuser grundsätzlich nicht vorgesehen. Dort würde eine solche Bebauung laut Stadt nicht zur gewachsenen Struktur der Veedel passen.
4. Hochhäuser sind nur in bestimmten Bereichen möglich
Das Konzept definiert sogenannte Möglichkeitsräume innerhalb der sogenannten „Inneren Stadt“, also zwischen Innerem und Äußerem Grüngürtel. Nur dort kann grundsätzlich geprüft werden, ob ein Hochhaus entstehen darf.
5. Gute Bahn-Anbindung ist Pflicht
Neue Hochhäuser sollen möglichst in der Nähe von S-Bahn- oder Stadtbahnhaltestellen entstehen. Die Stadt will so verhindern, dass durch neue Gebäude zusätzlicher Autoverkehr entsteht.
6. Besonders geeignet sind große Verkehrsachsen
Als mögliche Standorte nennt das Konzept vor allem große Einfallstraßen und wichtige Kreuzungen der Stadt. Dort können Hochhäuser als Orientierungspunkte im Stadtbild dienen.
7. Am Rhein und an großen Grünflächen darf besonders hoch gebaut werden
Entlang des Rheins oder am Inneren Grüngürtel sind laut Konzept besonders hohe Gebäude denkbar. Dort können Hochhäuser bis zu 148 Meter erreichen, weil große Freiflächen ausreichend Abstand ermöglichen.
8. In neuen Stadtquartieren sind Hochpunkte möglich
In Bereichen, die sich gerade stark verändern – etwa ehemaligen Industrieflächen – können Hochpunkte entstehen. Dort sind Gebäudehöhen von bis zu etwa 70 Metern vorgesehen.
9. Große Campus-Standorte dürfen wachsen
Auch an großen Einrichtungen wie Universität, Uniklinik, Messe oder dem Campus Deutz sind Hochhäuser möglich. In solchen Bereichen können Gebäude bis zu etwa 100 Meter hoch werden.
Aus dem Verliebt in Köln-Shop:10. Hochhäuser sollen mehr sein als reine Bürogebäude
Die Stadt erwartet eine Mischung aus verschiedenen Nutzungen, etwa Wohnen, Arbeiten, Gastronomie oder öffentliche Angebote. Auch öffentlich zugängliche Bereiche wie Terrassen oder Dachflächen sind ausdrücklich erwünscht.
11. Jedes Hochhaus muss ein langes Prüfverfahren durchlaufen
Bevor ein Hochhaus gebaut werden kann, muss das Projekt mehrere Prüfungen und politische Entscheidungen durchlaufen. Dazu gehören unter anderem eine Eignungsprüfung, städtebauliche Wettbewerbe und ein Bebauungsplanverfahren.
Das gesamte Konzept als PDF-Broschüre ist unter diesem Link abrufbar


