Glasverbote, gesperrte Straßen und Änderungen bei der KVB: Zum Sessionsauftakt am Mittwoch, 11. November 2026, müssen sich die Menschen in Köln auf Einschränkungen einstellen. Die Stadt erwartet mehrere Zehntausend Jecke. Besonders im Blick stehen das Kwartier Latäng, die Altstadt und die Südstadt.
Rund 450 Beschäftigte des Ordnungsamtes sind im Einsatz. Dazu kommen etwa 1.200 private Sicherheitskräfte, die unter anderem Zugänge kontrollieren und Straßensperren sichern. In der Südstadt werden zusätzliche Toiletten aufgestellt und zwei neue Unfallhilfsstellen eingerichtet. Das geht aus dem Sicherheitskonzept der Stadt Köln hervor.
Ordnungsamtsleiter Dirk Käsbach appelliert an die Feiernden: „Wir bitten alle Feiernden, Rücksicht auf ihre Mitmenschen zu nehmen und respektvoll mit deren Eigentum umzugehen.“
Wo am 11.11. in Köln ein Glasverbot gilt
In der Altstadt und im Kwartier Latäng gilt das Glasverbot am 11. November ab 8 Uhr bis zum folgenden Morgen um 8 Uhr. In den ausgewiesenen Bereichen dürfen keine Glasflaschen oder anderen Glasbehälter mitgeführt werden.
Auch im Inneren Grüngürtel zwischen Luxemburger und Aachener Straße bestehen Glasverbotszonen. Für die Uniwiese und den Hiroshima-Nagasaki-Park nennt die Stadt den Zeitraum von 8 bis 22 Uhr.
In der Südstadt setzt die Stadt dagegen von 8 bis 22 Uhr auf einen freiwilligen Glasverzicht. Die genauen Grenzen der Zonen zeigen die Karten der Stadt Köln zum Glasverbot.
Kwartier Latäng: Drei Zugänge und Kontrollen
Damit das Viertel rund um die Zülpicher Straße nicht zu voll wird und Rettungswege frei bleiben, wird der Zugang kontrolliert. Vorgesehen sind drei Eingänge:
- Zülpicher Straße/Ecke Zülpicher Wall
- Roonstraße/Ecke Beethovenstraße
- Kyffhäuser Straße/Barbarossaplatz
Die Heinsbergstraße wird zwischen Kyffhäuserstraße und Zülpicher Straße durch einen Kontrollpunkt gesperrt. Damit soll zusätzlicher Andrang auf die Kreuzung Zülpicher Straße/Heinsbergstraße vermieden werden.
Anwohner erhalten an allen Sperren Zugang, wenn sie ein Ausweisdokument mit ihrer aktuellen Meldeadresse vorzeigen. Gewerbetreibende und Beschäftigte können zuvor ausgegebene Zugangsbänder nutzen. Für Gäste geschlossener Veranstaltungen können Gastronomen ihre Eintrittskarten vorab beim Ordnungsamt registrieren lassen.
Neben Glasflaschen sind im kontrollierten Bereich auch Musikboxen und sperrige Gegenstände wie Handkarren oder Klappstühle nicht erlaubt. Mitgebrachte Getränke können an den Sperren in Plastikbehälter umgefüllt werden.
Uniwiese bleibt eine Ausweichfläche
Sollte der Andrang auf die Zülpicher Straße zu groß werden, steht die Uniwiese erneut als Notfall- und Überlauffläche bereit. Sie wird bei Bedarf genutzt.
Dort gibt es weder einen Getränkeverkauf noch Musikbeschallung. Lautsprecher dienen ausschließlich möglichen Durchsagen. Bodenplatten sollen die Wiese schützen; nicht benötigte Flächen werden abgesperrt.
Auch am Aachener Weiher und im Hiroshima-Nagasaki-Park bleiben Grünflächen eingezäunt. Im Hiroshima-Nagasaki-Park ist wie im Vorjahr lediglich eine Durchlaufzone vorgesehen.
Südstadt: Mehr Ordnungskräfte und neue Hilfsstellen
Zwischen Chlodwigplatz, Severinstorburg und Ubierring rechnen die Verantwortlichen ebenfalls mit vielen Feiernden. Die Stadt erhöht deshalb die Präsenz von Ordnungskräften und stellt zusätzliche Toiletten und Mülltonnen auf.
Neu sind zwei Unfallhilfsstellen am Chlodwigplatz und am Severinskirchplatz. Dort können hilflose oder verletzte Menschen versorgt werden.
An der Haltestelle Chlodwigplatz setzt die KVB zusätzliches Personal und Absperrschranken ein. Ziel ist es, die Besucherströme zu lenken und den Betrieb der Linien 15 und 16 möglichst lange aufrechtzuerhalten.
Diese Straßen werden gesperrt
Die Roonstraße wird bereits am Dienstag, 10. November, gegen 14 Uhr zwischen Lindenstraße und Barbarossaplatz für Fahrzeuge gesperrt. Anwohner und Gewerbetreibende können das Viertel über Nebenstraßen erreichen.
Am 11. November beginnen gegen 7 Uhr weitere Sperrungen. Betroffen sind unter anderem:
- Zülpicher Straße zwischen Universitätsstraße und Zülpicher Platz
- Luxemburger Straße ab Barbarossaplatz in Richtung stadtauswärts
- Hohenstaufenring zwischen Lindenstraße und Barbarossaplatz
- Rathenauplatz und zahlreiche Nebenstraßen, darunter Dasselstraße, Kyffhäuserstraße, Heinsbergstraße und Zülpicher Wall
Die Sperrungen sollen voraussichtlich zwischen 2 und 4 Uhr am 12. November aufgehoben werden. Je nach Besucherandrang können zusätzlich die Luxemburger Straße ab Universitätsstraße stadteinwärts sowie Bachemer Straße/Lindenstraße in beiden Richtungen gesperrt werden.
In Teilen des Kwartier Latäng gelten bereits seit dem 30. Oktober Halteverbote. Wer die Beschilderung missachtet, muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug abgeschleppt wird. Das betrifft auch Zweiräder, die im Weg stehen.
Anzeige: Aus dem Verliebt in Köln-Shop:KVB: Linie 9 fährt anders, Zülpicher Platz wird ausgelassen
Die Stadtbahnlinie 9 wird am 11. November ab etwa 7 Uhr in beiden Richtungen über die Aachener Straße und die Gürtelstrecke umgeleitet.
Die Linien 12 und 15 bleiben auf ihrem üblichen Linienweg. Ab etwa 9 Uhr bedienen sie allerdings die Haltestelle Zülpicher Platz nicht mehr.
Die Stadt empfiehlt, den Innenstadtbereich mit dem Auto weiträumig zu umfahren oder P+R-Plätze zu nutzen. Aktuelle Sperrungen stehen im Verkehrskalender der Stadt Köln.
Wo Feiernde Hilfe finden
Unfallhilfsstellen gibt es im Kwartier Latäng am Rathenauplatz, an der Roonstraße, der Dasselstraße und am Hans-Meyer-Weg. In der Altstadt befinden sie sich am Fischmarkt und am Leystapel unterhalb der Deutzer Brücke. Hinzu kommen die beiden neuen Standorte in der Südstadt.
Die Feuerwehr betreibt außerdem ein Notfallversorgungszentrum im Berufskolleg Humboldtstraße. Dort werden Menschen versorgt, die vorübergehend medizinische Betreuung benötigen.
Für Minderjährige richtet das Jugendamt im Kwartier Latäng von 9 bis 23 Uhr ein Unterstützungsangebot ein. Streetworker sind von 10 bis 20 Uhr im Viertel, auf den Ringen und am Aachener Weiher unterwegs. Sie verteilen unter anderem Wasser und helfen bei Orientierungslosigkeit oder anderen Problemen. Eltern werden gebeten, telefonisch erreichbar zu bleiben und ihre Kinder bei Bedarf abzuholen.
EDELGARD bietet Schutz und Beratung
Bei sexualisierter Gewalt unterstützt EDELGARD Mädchen, Frauen und queere Menschen. Am 11. November ist das Angebot von 10 Uhr bis 1 Uhr in der Nacht unter 0221/221-27777 erreichbar.
Ein orangefarbener Pavillon steht am Barbarossaplatz auf Höhe Salierring 44. Zusätzlich sind zwei mobile Teams mit jeweils zwei Beraterinnen unterwegs. Weitere Anlaufstellen zeigt die Übersicht der schützenden EDELGARD-Orte.
Rund 750 mobile Toiletten und Urinale
In den stark besuchten Bereichen sollen rund 750 mobile Toiletten und Urinale stehen. Rund 450 davon sind für das Kwartier Latäng vorgesehen. Auch die Südstadt erhält zusätzliche Anlagen.
Die Stadt bittet darum, die bereitgestellten Müllbehälter zu nutzen und nichts daneben abzustellen. Gerade Glasscherben können Menschen und Tiere verletzen und die Reifen von Rettungsfahrzeugen beschädigen.
Wer sich vor dem Sessionsstart schon musikalisch einstimmen möchte, findet hier unsere Übersicht der neuen Karnevalslieder für die Session 2027. Und warum ausgerechnet dieses Datum zum Karneval gehört, erklären wir im Beitrag über die Bedeutung des 11.11..




7 Kommentare
Katja Kraus
Hallo
Wo bekomme ich normale Tickets für den Heumarkt am 11.11?
Jenny Mueller
Wo bekomme ich eine Karte (11,00 Euro) für Heumarkt am 11.11.2022?
Andreas Rickmann
Die sind aktuell leider ausverkauft. Im Text ist ein Link, wo man sich auf die Warteliste setzen lassen kann.
Andreas Rickmann
Gibt es jetzt wieder, siehe die verlinkte Seite im Text.
Anonym
25,-€ /Person und 5 €/Kind Eintritt am Tanzbrunnen ist FAMILIENFREUNDLICH?
Genau mein Humor…
Gerda Laufenberg
Am besten ohne erwachsene hingehen- dann wird‘s billiger…
Toni buhz
Hallo, et muß en. Nit ne knabbüß heißen. Nix för unjood . Un Knabbüß. Nach Wrede mit Doppel b toni