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Geißbockheim Köln

1. FC Köln soll drei weitere Trainingsplätze in Geißbockheim-Nähe bekommen

Der 1. FC Köln soll mehrere Sportflächen am RheinEnergieSportpark und am Fort Deckstein auf eigene Kosten modernisieren können. Der Stadtrat hat dafür das sogenannte Satellitenplatz-Modell beschlossen. Profitieren soll nach dem Beschluss auch der Breitensport, unter anderem durch Nutzungszeiten auf einem neuen Kunstrasenplatz.

Der Kölner Stadtrat hat in seiner Sitzung am 2. Juli 2026 den Weg für eine Modernisierung mehrerer Sportflächen im Bereich des RheinEnergieSportparks und der angrenzenden Anlagen freigemacht. Grundlage ist ein Änderungsantrag von CDU, SPD und FDP/KSG zum sogenannten Satellitenplatz-Modell für den 1. FC Köln. (Foto: Jannis Trieb)

Kern des Beschlusses ist, dass der 1. FC Köln bestimmte Plätze auf eigene Kosten umbauen und für den Trainingsbetrieb nutzen kann. Gleichzeitig sollen zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten für den Breitensport entstehen oder abgesichert werden.

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Die Verwaltung wird beauftragt, die dafür nötigen vertraglichen, organisatorischen und genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Heißt: Die Verwaltung soll nun prüfen, ob die Pläne umsetzbar sind.

Sollte es bei einzelnen Maßnahmen rechtliche, tatsächliche oder finanzielle Verzögerungen geben, sollen die übrigen Vorhaben davon unberührt bleiben.

Eichenkreuzanlage am Fort Deckstein

Ein wichtiger Teil des Beschlusses betrifft die Eichenkreuzanlage am Fort Deckstein. Dort soll der bisherige Tennenplatz schnellstmöglich in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Nach dem Antrag soll der 1. FC Köln die Kosten übernehmen. Zum Umbau gehören unter anderem die Herstellung oder Erneuerung der Entwässerung, das bestehende Flutlicht und gegebenenfalls eine Bewässerung.

Diese Anlage liegt im Grüngürtel nahe des Haus am See. Dazwischen liegt die Gleueler Wiese.

Voraussetzung ist, dass der Breitensport den neuen Kunstrasenplatz kostenfrei nutzen kann, wochentags und auch am Wochenende nach Verfügbarkeit. Die Vergabe der Zeiten soll das städtische Sportamt übernehmen. Dabei sollen Mädchen- und Frauenteams ausdrücklich berücksichtigt werden.

Auch die Kabineninfrastruktur soll ausgebaut werden. Für den Kunstrasenplatz sind zwei Kabinen vorgesehen, von denen eine vom Breitensport mitgenutzt werden kann. Die Vergabe soll ebenfalls über das Sportamt laufen. Die Kabinen können laut Antrag entweder im bestehenden Staffelgeschoss am Fort Deckstein oder in Modulbauweise entstehen.

Für Vereine, die durch den Umbau Nutzungsansprüche am Fort Deckstein verlieren oder darauf verzichten, sieht der Beschluss Kompensationen vor. Genannt wird insbesondere DJK Südwest. Der Verein soll ein langfristiges Nutzungsvorrecht an einem von der Stadt neu zu errichtenden Kunstrasenplatz auf der Bezirkssportanlage Weiden erhalten.

Bis dahin sollen betroffene Breitensportvereine in Abstimmung mit den Bezirken und dem Sportamt bestmöglich Ersatzzeiten bekommen. Außerdem soll sichergestellt werden, dass Ruderinnen und Ruderer die an den Bootshallen liegenden Umkleiden, Duschen und Toiletten weiter nutzen können.

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Sportplatz 2 und die Kampfbahn

Neben der Eichenkreuzanlage betrifft der Beschluss auch Sportplatz 2 und die sogenannte Kampfbahn. Sportplatz 2 soll nach einer umweltrechtlichen Prüfung in einen vollständig nutzbaren Trainingsplatz mit Hybridrasen umgewandelt werden.

Einen Kunstrasen sieht der Antrag dort ausdrücklich nicht vor. Vorgesehen sind unter anderem Arbeiten an Entwässerung und Bewässerung sowie eine Flutlichtanlage. Die Beleuchtung soll so geplant werden, dass die Auswirkungen auf nachtaktive Tiere und Insekten möglichst gering bleiben. Zeitliche Beschränkungen sollen mit dem Umweltamt abgestimmt werden.

Auch die Kampfbahn soll zu einem vollständig nutzbaren Trainingsplatz umgebaut und modernisiert werden. Vorgesehen ist ebenfalls Hybridrasen, zudem können Entwässerung, Bewässerung und Flutlicht erneuert oder hergestellt werden. Für diesen Platz soll der 1. FC Köln die Kabineninfrastruktur um zwei weitere Kabinen erweitern. Eine davon soll der Breitensport nach Verfügbarkeit mitnutzen können.

Für Ballfieber Colonia sieht der Antrag eine eigene Naturrasen-Teilfläche auf der umzubauenden Kampfbahn vor. Sie soll für den Kinder- und Jugendfußball genutzt werden, ohne Flutlicht und ohne Versiegelung.

„Hervorragender Tag für den Kölner Sport“

Oliver Seeck, Vorsitzender des Sportausschusses, sprach nach der Entscheidung laut Mitteilung von einem „hervorragenden Tag für den Kölner Sport“. Der Beschluss löse aus seiner Sicht „den Knoten im Geißbockheim-Konflikt“. Besonders hob er die vorgesehene Berücksichtigung von Mädchen- und Frauenteams hervor.

Hüseyin Karabacak, sportpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, betonte laut Mitteilung, der Profisport solle den Breitensport „nicht verdrängen, sondern beflügeln“. Dass Ballfieber Colonia dauerhaft einen Standort erhalten solle, sei ein wichtiger sozialer Aspekt des Beschlusses.

Die Fraktionen von den Grünen und Volt haben im Stadtrat gegen den Antrag gestimmt. Die Zustimmung bedeutet nicht, dass die Plätze auf jeden Fall umgebaut werden. Es geht darum, dass die Verwaltung nun prüft, ob die Pläne umsetzbar sind.

Zur Umsetzung soll die Stadtverwaltung eine dezernatsübergreifende Projektgruppe einrichten. Sie soll zeitnah einen Projektplan erstellen und diesen dem Sportausschuss im August vorlegen. Außerdem soll die Verwaltung den Sportausschuss fortlaufend über den Fortschritt informieren.

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