Während des Kölner Rosenmontagszuges ist traditionell auch das neue Sessionsmotto bekannt gegeben worden. Für 2027 lautet es: „Morje es, wat do drus mähs!“ Mit diesem Leitsatz stellt das Festkomitee Kölner Karneval das Thema Zukunft in den Mittelpunkt der kommenden Session.
Das Motto versteht sich als Aufforderung zur Eigenverantwortung. Angesichts globaler Krisen, kriegerischer Auseinandersetzungen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und gesellschaftlicher Spannungen solle der Blick nicht allein auf die Probleme gerichtet werden, sondern auf die eigenen Handlungsmöglichkeiten, erklärte Christoph Kuckelkorn, scheidender Präsident des Festkomitees.
Vom respektvollen Umgang im Alltag über Hilfsbereitschaft bis hin zu nachhaltigem Handeln und Energiesparen könne jeder Einzelne dazu beitragen, wie sich Gesellschaft und Stadt entwickeln.
Zugleich ist das Motto als Plädoyer für aktives Mitwirken in einer demokratischen Gesellschaft formuliert. Der Austausch mit anderen und die gemeinsame Suche nach Lösungen seien entscheidend, so Kuckelkorn.
Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und internationaler autokratischer Tendenzen wolle der Karneval ein Zeichen setzen: Gestaltung sei möglich – im Kleinen wie im Großen.
Die Verantwortlichen hoffen, dass sich das Motto vielfältig in den Aktivitäten der kommenden Session widerspiegelt. Denkbar seien etwa Initiativen zur nachhaltigen Nutzung von Kostümen oder Projekte zur Pflege der kölschen Sprache und des karnevalistischen Liedguts.
Aus dem Verliebt in Köln-Shop:Auch das Festkomitee selbst will den Zukunftsgedanken weiterverfolgen. Mit dem wissenschaftlich begleiteten Projekt „Alaaf 2040“ sollen langfristige Schwerpunkte für die Weiterentwicklung des Karnevals erarbeitet werden.
Nach Darstellung des Festkomitees ist das Motto bewusst nicht als optimistische Verheißung formuliert, sondern als Anstoß zum Handeln. Die Gestaltung der Zukunft, so die Botschaft, liege in der Verantwortung aller.
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