Der Bereich östlich des Domchores, vielen bekannt als Domfriedhof, wurde neu gestaltet. Im Juni 2025 haben die Arbeiten begonnen, nun ist die Umgestaltung quasi fertig. Ziel war es, den bislang eher schlichten Platz aufzuwerten und zu einem grünen, öffentlich zugänglichen Raum mitten in der Innenstadt zu machen.
Wenn ihr das nächste Mal am Dom seid, schaut mal hier vorbei. Es ist ein Ort, den man schnell übersieht, der aber eine große Geschichte hat. Noch stehen hier Bauzäune vor. Bald aber soll der Domfriedhof auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein. (Foto: Cecil Bautz)
Zehn neue Bäume am Kölner Dom
Die markante Sommer-Linde (Foto) ist erhalten geblieben, hinzu kommen zehn neue, klimaresistente Bäume. Damit entsteht ein Baumkranz, der die Rückseite des Doms künftig prägen wird. Gerade in den heißen Sommermonaten soll das zusätzliche Grün für Schatten und Aufenthaltsqualität sorgen.
Erinnerung und Geschichte
Der Domfriedhof wird weiterhin seiner Funktion als Begräbnisort für das Domkapitel gerecht. Die Domherrengruft erhält einen neu gestalteten Plattenaufbau. Zudem entsteht ein „Band des Gedenkens“: Steintafeln entlang der Wege erinnern an verstorbene Domherren. Auch das frühmittelalterliche Baptisterium mit dem ältesten bekannten Taufbecken Kölns wird in die Gestaltung einbezogen.
Öffnung für die Öffentlichkeit
Künftig soll der Domfriedhof tagsüber frei zugänglich sein. Damit entsteht ein neuer öffentlicher Ort, der sowohl Ruhe und Besinnung ermöglicht als auch die Geschichte des Doms sichtbar macht. Nachts werden die Tore geschlossen.
Gestaltung aus Köln
Verantwortlich für die Planung sind das Büro Lill + Sparla Landschaftsarchitekten und der Künstler Erik Waßmuth. Beide setzen auf eine klare, grüne Gestaltung mit künstlerischen Akzenten – passend zu einem Ort, der sowohl historisch bedeutsam als auch Teil des städtischen Lebens ist.
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An der östlichen Außenseite des Kölner Doms befindet sich auch das frühchristliche Baptisterium. Es gilt als eines der ältesten Taufhäuser nördlich der Alpen. Es entstand um das Jahr 600 an der damaligen Bischofskirche und ist bis heute mit seinen Fundamenten und dem achteckigen Taufbecken erhalten.
Die Größe des Beckens zeigt, dass in dieser Zeit noch Ganzkörpertaufen üblich waren. Die Überreste sind im Bereich der Domgrabungen sichtbar und können im Rahmen eines Besuchs der Domschatzkammer besichtigt werden.
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