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Trude Herr

Wie gut kennst du Trude Herr wirklich? Mach den Test

Trude Herr ist seit mehr als 30 Jahren verstorben. Doch in den Herzen vielen Kölnerinnen und Kölner lebt sie weiter. Ihre Lieder sind unvergessen. Ihr Art, ihre Stimme und ihre Präsenz auf der Bühne sind für viele Kölner noch heute einmalig. Sie setzte sich damals gegen alle gesellschaftlichen Verhältnisse durch und verwirklichte ihre Träume als Schauspielerin und Theater-Inhaberin. Heute wäre sie ein Vorbild für viele Frauen, denn Sie ist ihren eigenen Weg gegangen. Emanzipatorisch war Trude Herr der Gesellschaft um viele Jahrzehnte voraus. (Foto: IMAGO / United Archives)

Trude Herr verstarb viel zu früh mit Anfang 60 und führte alles andere als ein normales Leben. In diesem Quiz kannst du testen, ob du die Geheimnisse aus dem Leben von Trude Herr kennst. Auch wenn du nicht alle Fragen korrekt beantworten kannst, erfährst du viele interessante Details aus dem Leben einer einmaligen Frau. Die Antworten zu allen Fragen sind unter dem Quiz aufgeführt.

Trude Herr: Die Erläuterungen zu den Fragen im Quiz

Frage 1: Wo wurde Trude Herr geboren?

  • Antwort: Trude Herr wurde 1927 im heutigen Köln-Kalk geboren. Damals gab es zwischen Kalk, Mülheim und Deutz eine Ansammlung von rund 100 Häusern, die „die Insel“ genannt wurden. Hier lebten Arbeiter, die zu Fuß zu den Fabriken, etwa der chemischen Fabrik in Kalk, gingen. Die Bedingungen waren schwierig, und als ihr Vater (Lokführer, Mitglied der Kommunistischen Partei) mit Beginn der Weltwirtschaftskrise arbeitslos wurde, lebte die Familie in bitterer Armut. Bereits 1933 wurde der Vater von den Nazis verhaftet und misshandelt und als „Landesverräter“ verurteilt. Die Mutter musste die drei Kinder fortan alleine großziehen.
  • Nach seiner Haftstrafe wurde er zur Zwangsarbeit nach Polen deportiert, wo er als Lokführer in einem KZ arbeiten musste. Trude Herr wuchs quasi ohne Vater auf. Ihre Eltern fanden auch nicht mehr zusammen, als ihr Vater Robert 1945 wieder nach Hause kam. Der Krieg und die Nazis hatten die Familie zerstört.
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Frage 2: Was ist heute in ihrem ehemaligen „Theater im Vringsveedel“ untergebracht?

  • Antwort: Heute ist hier das ODEON-Kino.

Frage 3: Wo befindet sich heute der Trude-Herr-Park?

  • Antwort: Der Trude Herr Park befindet sich in der Südstadt. Hier ist eine Grünfläche am Bürgerhaus Stollwerck nach ihr benannt.

Frage 4: Wie hieß ihr erfolgreichster Song?

  • Antwort: Ihr erfolgreichster Song war „Ich will keine Schokolade“. Er erreichte Platz 18 in den deutschen Charts. Ihr Stück „Niemals geht man so ganz“ schaffte es auf Platz 20.

Frage 5: In welcher Partei war Trude Herr Mitglied?

  • Antwort: Trude Herr war Mitglied bei der SPD. Ihr Vater hat fast die gesamte NS-Zeit im Zuchthaus verbracht. Er war als Lokführer Mitglied der Kommunistischen Partei.

Frage 6: Welche Ort prägte Trude Herr bei ihren Reisen in den 1960er-Jahren besonders?

  • Antwort: Die Sahara-Wüste.

Trude Herr: Ihr Leben in der Nachkriegszeit

Frage 7: Als was hat Trude Herr Ende der 1950er-Jahre unter anderem gearbeitet?

  • Antwort: Nachdem die von ihr gegründete Kölner Lustspielbühne nicht überlebensfähig war, arbeitete sie von 1949 bis 1954 im Lokal Barberina an der Hohe Pforte, damals ein Treffpunkt für gleichgeschlechtliche Liebe.

Frage 8: Wo ist Trude Herr begraben?

  • Antwort: Trude Herr ist auf dem Nordfriedhof begraben. Das Grab von Trude Herr findet man auf dem Nordfriedhof Kölner in Flur 27 an der Schmiedegasse nahe der Friedhofsmauer: Hier seht ihr, wie es aussieht

Frage 9: Mit welchem bekannten Kölner stand Trude Herr lange Zeit auf der Theaterbühne?

  • Antwort: Willy Millowitsch. Sie spielte im Millowitsch-Theater, ehe sie Ende der 1970er-Jahre ihr eigenes Theater eröffnete.

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Frage 10: In welches Land ist Trude Herr Ende der 1980er-Jahre ausgewandert?

  • Antwort: Trude Herr ist 1987 auf die Fidschi Inseln ausgewandert und lebte hier bis Anfang 1991.

Frage 11: In welchem Kölner Stadtteil lebten Trude Herr und ihre Familie nach dem Krieg?

  • Antwort: Nach dem Krieg zog die Familie nach Köln-Nippes in eine Wohnung in die Mauenheimer Straße. „Die Insel“ im Rechtsrheinischen wurden im 1942 nahezu komplett ausgebombt. Zwischenzeitlich floh die Familie nach Ewersbach bei Dillenburg (Hessen). Trude Herr war jedoch nie ein Veedelstyp, da ihr die Kleinkariertheit und die Konventionen einer klassischen Nachbarschaft zu eng waren.

Übrigens: Nach dem Krieg waren auch die beiden Geschwister von Trude Herr wirtschaftlich erfolgreich. Ihr Bruder Robert wurde erfolgreicher Geschäftsmann und mehrfacher Millionär, ihre Schwester Agi baute eine Spedition auf, wo auch der heimgekehrte Vater Arbeit fand.

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