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Hertie Neumarkt

So sah es im großen Hertie-Kaufhaus am Neumarkt aus

Wir sehen die Nord-Seite des Kölner Neumarkts. Die Aufnahme ist in den 1960er-Jahren entstanden. Am Ende der Straße steht – wie auch heute noch – die St. Aposteln Kirche. Auf dem Neumarkt stehen bereits die großen Plantanen. Unten links im Bild ist auf dem Neumarkt ein Pavillon zu sehen, den es heute so nicht mehr gibt. Und wo heute die Neumarkt Galerie steht, stand früher das große Hertie-Kaufhaus im Herzen der Stadt. Der Bau hat ein dreigeschossige Glasfront. Viele Kölnerinnen und Kölner haben zahlreiche Erinnerungen an das große Hertie-Kaufhof. Entweder, weil sie selbst hier gearbeitet haben, oder weil sie regelmäßig hier einkaufen waren. (Foto: Kölner Fotoarchiv | www.koelnerfotoarchiv.de)

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Das Kaufhaus wurde nach dem 2. Weltkrieg hier an zentraler Stelle gebaut. In der Nachkriegszeit – und vor Amazon und Co. – hatten Kaufhäuser alle möglichen Abteilungen. Meist gab es ganz oben im Kaufhaus ein Restaurant. Ich habe in meiner Facebook-Gruppe zur kölschen Sprache nach Erinnerungen zum Hertie am Neumarkt gefragt. Viele Kölner haben als Reaktion ihre Erlebnisse hier geschildert:

  • Die ganze Dachetage war ein Restaurant. Der Blick über die Dächer war toll. An Preise kann ich mich nicht erinnern. Zu der Zeit „zahlte noch meine Mutter“. Es muss aber sehr preiswert gewesen sein. Weil wir wirklich gar kein Geld hatten. (Nina)
  • Meine Mutter hat da bis Anfang 1980 die Aufsicht bzw eine leitende Position bei den Schneidern gehabt. (Thomas)
  • Da gab es lebendige Tiere zu kaufen. Damals normal. Unter anderem Hundewelpen. (Iris)
  • Da hab ich 1972 mein Schulpraktikum gemacht in der Foto Abteilung kompl. Mittagsessen in der Kantiene 80 pfennig (Hein)
  • Bin da immer mit meinen Eltern im Restaurant gewesen und die beiden haben Flockensahne gegessen. Für mich gab es Pommes. (Heike)
  • Vor dem Eingang stand ein weisses Pferd mit schwarzer Mähne.Nach Einwurf von einem Groschen gings ab. Da kam mir Omi nicht aus….das musste einfach sein (Iris)
  • Vor dem Eingang vom Hertie stand das Palomino Pferd…. jeden Morgen saß ich darauf. (Elisabeth)
  • Da war ich immer gerne und oben im Restaurant konnte man gut essen ich war mit meiner Mutter mal da und da gab es im Restaurant sogar eine Modenschau war richtig schön und ganz unten gab es die leckerste Brühwurst die ich je gegessen habe (Helga)

Hier sieht ihr noch einmal die gesamte Aufnahme des Hertie-Kaufhauses am Neumarkt 2-4:

© Kölner Fotoarchiv | www.koelnerfotoarchiv.de

Ende der 80er-Jahre zog in das Kellergeschoss des Hertie Kaufhauses ein World of Music (WOM)-Laden ein. Plattenläden wie diese gehörten damals zu den Anziehungspunkten schlechthin für junge Leute. Ebenfalls interessant: Damals konnte man am Hinterausgang quasi direkt weiter zu Karstadt und umgekehrt. Das Karstadt Warenhaus steht noch heute direkt hinter der Neumarkt Galerie.

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Die Foto-Aufnahme auf das Hertie-Kaufhaus ist aus Richtung Schildergasse aufgenommen. Die Schildergasse wurde 1966 in eine Fußgängerzone umgewandelt. Hertie wurde in den 1990er-Jahren schließlich von Karstadt übernommen. Das große Kaufhaus an der markanten Stelle in der Stadt wurde 1997 abgerissen. Daraufhin wurde am Neumarkt 2-4 die heutige Neumarkt Galerie gebaut.

Die Neumarkt Galerie wurde 2013 von Deka Immobilien für 295 Mio. Euro erworben. Das markanteste Zeichen der Neumarkt Galerie ist bis heute die umgedrehte Eistüte, die an der Spitze zum Neumarkt zu sehen ist. Was sie bedeutet, lest ihr in diesem Artikel.

Anzeige/Tipp: Viele weitere Aufnahme von Köln aus der Nachkriegszeit findet ihr im Bildband „Köln nach dem Krieg“ (Foto), der im Greven-Verlag erschienen ist. Das Buch hat 392 Seiten und 506 Abbildungen. Ihr könnt es unter diesem Link versandkostenfrei im Online-Shop des Kölner Greven Verlags bestellen.

Linktipp zu Kölner Kaufhäusern: 13 Erinnerungen an Kaufhof, Karstadt, Hertie & Co. in Köln in den 70er- und 80er-Jahren

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