Grüne Lunge Kölns: 5 Fakten zur einmaligen Landschaft im Worringer Bruch

Es ist schwer zu glauben, aber diese Fotos sind tatsächlich in Köln aufgenommen. Sie zeigen, wie viele tolle und verstecke Orte es auf dem Kölner Stadtgebiet gibt, die man sonst gar nicht im Fokus hat, die aber wunderschön sind.

Fabio Caccamo hat diese Aufnahmen vom Worringer Bruch früh am Morgen gemacht und sie in unsere kölsche Foto-Gruppe auf Facebook gestellt. Wir möchten dies zum Anlass nehmen, euch 5 Fakten zur einmaligen Landschaft im Worringer Bruch vorzustellen:

Foto: Fabio Caccamo

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Tiefster Punkt Kölns

Der Worringer Bruch ganz im Norden von Köln ist zugleich der tiefste Punkt der Stadt. Er liegt 37,5 Meter über NN. Zum Vergleich: Der Fußboden des Kölner Doms liegt 55,2 Meter über NN. Der höchste „Berg“ Kölns, der Monte Troodelööh im Königsforst, liegt 118,3 Meter über NN.

[Monte Troodelööh: Hier liest du 7 Fakten, die den höchsten Bergs Köln erklären]

Rückzugsraum für seltene Tiere und Pflanzen

Seit 1991 ist der Worringer Bruch Naturschutzgebiet. Die Landschaft wird auch die grüne Lunge Kölns genannt und ist rund 164 Hektar groß, das entspricht rund 230 Fußballfeldern. Hier sind Tiere wie Fledermäuse, Blindschleichen, Erdkröten und auch Waschbären zuhause.

Foto: Fabio Caccamo

Ehemaliger Rheinarm

Der Worringer Bruch war vor 8000 Jahren ein Rheinarm, der verlandet ist. Das erklärt, warum auch heute noch in vielen Sümpfen des Gebiets der Wasserspiegel mit dem Pegel des Rheins steigt oder fällt. Die Boden im Bruch ist weich und immer wieder durchsetzt von Wasser. Der Wald ist in einer U-Form angelegt.

Auf der anderen rechten Rheinseite ist Köln auf Höhe von Worringen übrigens schon viele Kilometer vorbei.

Foto: Fabio Caccamo
Foto: Fabio Caccamo

Wandern

Der Worringer Bruch bietet sich perfekt für kleine Wander- und Radtouren an. Von drei bis zehn Kilometer kann man hier sehr gut durch die Sumpflandschaft auf den ausgeschilderten Wegen (Achtung Naturschutzgebiet!) entlanggehen. Bei Komoot findet ihr unter anderem mehrere Wanderrouten.

Die Schlacht von Worringen

Es war der 6. Juni 1288, als auf dem Gebiet des heutigen Worringer Bruchs eine der größten Schlachten des Mittelalters stattfand: An der Schlacht von Worringen waren schätzungsweise 10.000 Menschen beteiligt, über 1000 sollen noch auf dem Schlachtfeld gestorben sein. Nach der Schlacht soll es in Köln mehr als 700 Witwen gegeben haben.

Nach der Niederlage des Erzbischofs von Köln unter anderen gegen Kölner Bürger und Bauern aus dem Bergischen bekam unter anderem Düsseldorf in Folge dieser Schlacht Stadtrechte zugesprochen.

Neben diversen Denkmälern in Düsseldorf und Worringen erinnert der Weg „Am Blutberg“ im Süden des Worringer Bruchs an der Gemetzel vor über 700 Jahren.

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