FC Podcast Dreierkette

FC-Analyse vor dem Derby: „Man hat das Gefühl, dass ständig ein bisschen fehlt“

Wie ist die Situation beim 1. FC Köln nach dem Auswärtsspiel in Hamburg und vor dem Derby gegen Mönchengladbach? Im FC-Podcast Dreierkette analysieren die beiden Hosts Martin Schlüter und Dän Dickopf die aktuelle Lage. Zu Gast in der Dreierkette ist dieses Mal Moderator Thomas Wagner (Sky), der Anhänger des HSV ist.

Hier lest ihr, was Martin, Dän und Thomas und über die Kölner Offensive, Lukas Kwasniok und den Saison-Endspurt sagen:

Thema 1: Das Auswärtsspiel in Hamburg

Martin

„Ich fand die Leistung in Ordnung, mehr aber auch nicht. Defensiv stand der FC stabil, der HSV hatte kaum Torchancen. Das war schon ein Fortschritt, weil man dieses Gefühl nicht hatte, dass gleich wieder ein Gegentor fällt.

Aber nach vorne fehlt mir einfach der Mut und auch diese letzten Körner. Und ich habe noch nie so ernsthaft wie jetzt einen Stürmer wie Modeste vermisst – jemanden, bei dem du weißt: Der macht gleich ein Tor.“

„Wir haben vielleicht ein bisschen strukturierter gespielt als der HSV. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass wir diese Überlegenheit wirklich in klare Torchancen ummünzen können.“

❤️ Kölns beliebtesten Newsletter abonnieren - Frühlings-Mandala zum Ausmalen erhalten ✅
Frühlings-Mandala
❤️ Kölns beliebtesten Newsletter abonnieren - Frühlings-Mandala zum Ausmalen erhalten ✅

Dän

„Nach dem Spiel habe ich wieder dieses Gefühl: Es ist alles irgendwie ein bisschen zu wenig. Von den Ergebnissen her, von der Leistung her – es ist nichts komplett schlecht, aber eben auch nichts richtig gut. Man hat das Gefühl, dass ständig ein bisschen fehlt.“

„Nach vorne ist das Ganze einfach nervtötend. Man denkt die ganze Zeit: Jetzt legt doch mal eine Schippe drauf. Stattdessen bleibt es bei diesem Gefühl, dass man ein bisschen besser ist als der Gegner – aber die A-Note fehlt.“

Thomas

„Wenn ich mich in den FC reinversetze, habe ich das Gefühl, dass ihr immer noch von diesem guten Saisonstart lebt. Seitdem habt ihr nur wenige Spiele gewonnen, und der Abstand nach unten wird kleiner.“

„Wenn der HSV schon nicht richtig im Spiel ist, dann wäre das vielleicht die Chance gewesen für einen echten Befreiungsschlag. Am Ende bleibt eher das Gefühl, dass der FC eine Möglichkeit liegen gelassen hat.“

„Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass der FC seine gefühlte Überlegenheit wirklich in Torchancen umsetzen konnte.“

Thema 2: FC-Trainer Lukas Kwasniok

Martin

„Wir wissen alle, dass das Spiel am Samstag wahrscheinlich ein sehr entscheidendes Spiel für ihn werden wird. Das Derby hat für den FC immer eine besondere Bedeutung, und natürlich auch für den Trainer.“

„Ich sehe schon den Schlüssel beim Trainer. Vor allem die Offensive so einzustellen, dass wir nicht nur diese üblichen 15 oder 20 Minuten Druck haben, sondern wirklich 90 Minuten lang in der Lage sind, Gladbach unter Druck zu setzen.“

„Er muss sich jetzt auch nicht personell ständig neu erfinden. Ich hoffe eher auf Stabilität – und dass ihm etwas einfällt, wie wir vorne wieder mehr Wucht entwickeln.“

Dan

„Ich bin nach wie vor kein Freund von überstürzten Trainerentlassungen. Aber ich muss ehrlich sagen: So ein richtig super sicheres Gefühl habe ich gerade nicht mehr.“

„Ich habe ein Interview von ihm gesehen, und das wirkte auf mich ein bisschen wie Durchhalteparolen. Auch der Wechsel am Ende des Spiels hat für mich eher signalisiert: Den Punkt nehmen wir jetzt mit.“

Thomas

„Vom sportlichen Ansatz her finde ich Kwasniok weiterhin okay. Er ist ein Trainer, der mutig ist und der einen aktiven Fußball spielen lassen will. Das gefällt mir grundsätzlich.“

„Aber wenn du den Kader des FC anschaust, dann ist das für mich eine Mannschaft, die irgendwo zwischen Platz zehn und vierzehn landen sollte. Wenn du mit diesem Kader absteigst, dann wäre das am Ende auch eine schwache Trainerleistung.“

„Das Problem ist auch seine Kommunikation. Manchmal hat man das Gefühl, man wartet in den Pressekonferenzen schon auf den nächsten Fremdschäm-Moment.“

Aus dem Verliebt in Köln-Shop:

Thema 3: Das Restprogramm / Der Abstiegskampf

Martin

„Du kannst jetzt nicht mehr ständig auf die anderen Mannschaften schauen. Am Ende musst du einfach deine Punkte holen. Wenn der FC aus den letzten Spielen noch zehn Punkte holt, bist du meiner Meinung nach durch.“

„Der FC hat mehrere direkte Duelle gegen Konkurrenten im Abstiegskampf. Da musst du einfach liefern.“

Dän

„Jetzt muss sich auch die Haltung ändern. Es kann nicht mehr heißen: Wir sind Aufsteiger und haben uns eigentlich ganz ordentlich geschlagen.“

„Jetzt geht es ums Gewinnen. Der Vorsprung wird jede Woche kleiner, und irgendwann holt dich die Tabelle ein.“

Thomas Wagner

„Unser Restprogramm ist von allen Mannschaften unten wahrscheinlich das schwierigste. Wir spielen noch gegen Dortmund, Stuttgart, Leverkusen und Frankfurt auswärts.“

„Ich glaube deshalb auch, dass man in dieser Saison wahrscheinlich mehr Punkte brauchen wird, um sicher die Klasse zu halten als in manchen Jahren zuvor.“

„Es gibt unten keine Mannschaft, die komplett weg ist. Deshalb wird sich der Abstiegskampf wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag ziehen.“

Die ganze Folge könnt ihr hier hören:

Zurück
Kommentiere diesen Artikel