Die Legende vom US-Präsidenten, der plötzlich im Lommerzheim einkehren wollte

Dreimal waren amtierende US-Präsidenten bislang in Köln: 1963 fuhr John F. Kennedy mit Adenauer durch Köln. Wenige Tage vor seinem legendären Satz „Ich bin ein Berliner“, beendete er seine Ansprache in Köln mit „Kölle Alaaf“ (hier im Video).

Anschließend fuhren Kennedy und Adenauer im offenen Auto stehend und bejubelt von Massen von der Altstadt zum Dom. (Fotos: Willy Horsch CC BY 3.0, Superbass CC BY 3.0)

Zur Totenmesse von Adenauer 1967 kam US-Präsident Lyndon B. Johnson in den Dom (Kennedy wurde 5 Monate nach seinem Köln-Besuch erschossen).

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Und dann gab es noch die Geschichte von Bill Clinton, der 1999 zum G8 Gipfel nach Köln kam. Am Abend des 17. Juni 1999 klingelte das Telefon in der Kultgestätte Lommerzheim:

„Man teilte Hans mit, dass der Präsident gerne an diesem Abend vorbeikommen möchte, aus Sicherheitsgründen müsse allerdings das Lokal geräumt werden“, erinnerte sich Witwe Annemie Lommerzheim kurz vor ihrem Tod im Gespräch mit dem Express.

Lommerzheim sagte ab, denn das Lokal war bereits brechend voll und er wollte seine Stammgäste nicht vor die Tür setzen. Er gab dem Anrufer aber den Tipp, es bei der traditionellen Malzmühle am Heumarkt zu probieren.

Der Legende nach soll er der US-Administration am Telefon gesagt haben: „Und ich bin der Kaiser von China.“ Ob das wirklich so war, ist aber fraglich. Denn bereits in der Zeit vor dem Gipfel kam ein US-Ehepaar, das für die USA arbeitete, regelmäßig zum Lommerzheim.

Clinton kehrte schließlich nicht bei Lommi, sondern unter großem Presserummel in der Malzmühle ein, bestellte einen rheinischen Sauerbraten mit Klößen und trank immerhin ein halbes Kölsch, ehe er auf Cola umstieg. Als er sich verabschiedete, soll er angeblich den Satz „Ich bin ein Kölsch“ gesagt haben.

Für die Stammgäste im Lommerzheim war es der Beweis, dass ihr Wirt sie für wirklich niemanden auf der Welt vor die Tür setzen würde.

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