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Dreierkette Köln Gladbach

„Ich würde mich in Grund und Boden schämen“: Harte Kritik an Gladbach-Fans nach Derby

Die Ausschreitungen beim Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach beschäftigen auch die Fans nach dem Spiel. In der aktuellen Folge des FC-Podcasts „Dreierkette Köln“ äußern sich die Teilnehmer entsetzt über das Verhalten von Teilen der Gladbacher Anhängerschaft. Besonders die Böllerwürfe und die Gefährdung unbeteiligter Zuschauer sorgen für deutliche Kritik.

„Hat sich jemals ein Gästeblock oder ein Gästeanhang so dermaßen daneben genommen wie gestern der des VfL?“, fragt Moderator Martin Schlüter in der 229. Folge des Podcasts. Sein Urteil fällt deutlich aus: „Das war ein bodenloser Auftritt.“

Nach Angaben der Polizei wurden mindestens sechs Menschen durch Pyrotechnik und Knallkörper verletzt, darunter ein Kind, eine Ordnerin und drei Polizisten. Die Polizei ermittelt in mehr als 20 Fällen.

„Ich würde mich in Grund und Boden schämen“

Zu Gast im Podcast sind Thomas Lamberts und Michael Wurzer von „2 Kölsch“. Beide verfolgen die Spiele des FC regelmäßig im Stadion und fanden deutliche Worte:

„Ich fand es absolut furchtbar und ich finde es auch, es ist peinlich. Es ist menschlich zutiefst fragwürdig“, sagt Lamberts. Er kritisiert insbesondere den Einsatz von Böllern und Leuchtraketen, durch die andere Menschen gefährdet werden.

Lamberts sieht darin auch einen Schaden für die gesamte Fanszene und die Diskussion um den Einsatz von Pyrotechnik in Fußballstadien. Zwischen einer Choreografie mit Bengalos und dem Werfen von Knallkörpern bestehe ein erheblicher Unterschied.

Sein Fazit zum Verhalten der Gladbacher Anhänger fällt entsprechend deutlich aus: „Ich würde mich in Grund und Boden schämen.“

„So einen unglaublich lauten Böller habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gehört“

Michael Wurzer berichtet im Podcast von seinen Eindrücken aus dem Stadion. Besonders die Explosionen seien ihm in Erinnerung geblieben. „So einen wirklich unglaublich lauten Böller habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gehört. Und Böller sind das Asozialste, was man überhaupt machen kann“, sagt Wurzer.

Moderator Martin Schlüter betont zugleich, dass es auch in der Kölner Fanszene bereits Vorfälle gegeben habe, die klar verurteilt werden müssten. Es gehe nicht darum, FC-Fans grundsätzlich als besser darzustellen.

Trotz Derbysieg: Diskussion über das Spielsystem des FC

Neben der Freude über den Derbysieg wird im Podcast auch über die sportliche Entwicklung des 1. FC Köln diskutiert. Vor allem die Frage, ob unter Trainer René Wagner bereits eine klare Spielidee erkennbar ist, sorgt für unterschiedliche Meinungen. Schon vor dem Derby war die Frage nach der Konstanz des FC unter René Wagner ein Thema im Podcast.

„Was mir schon fehlt, sind strukturiert vorgetragene Angriffe, auch gegen eine Mannschaft, die hinten drin steht“, kritisiert Dan. Auch Moderator Martin Schlüter sieht trotz des Erfolgs Verbesserungsbedarf. Zwar habe der FC gegen Gladbach phasenweise überzeugt, über längere Zeit fehle ihm aber eine erkennbare Struktur. „Ich erwarte schon eine Entwicklung, und die war auch gestern bei allem geilen Derbysieg für mich gegen den Tabellenletzten zu wenig.“

Michael Wurzer hält dagegen und wirbt für mehr Geduld mit dem Trainer. „Wenn wir dem Team und auch dem Trainer und allen Verantwortlichen beim FC endlich mal ein bisschen Zeit geben, dann kann da tatsächlich auch vielleicht irgendwann mal was zusammenwachsen.“

Auch Thomas Lamberts hofft, dass sich die Mannschaft mit der Zeit weiterentwickelt und künftig variabler auftritt. Dass diese Entwicklung bislang kaum zu erkennen sei, räumt er allerdings ein.

Den FC-Podcast hier hören

Die ganze Folge der Dreierkette Köln könnt ihr hier hören:

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