In Köln-Bilderstöckchen wächst derzeit ein ungewöhnliches neues Wohnquartier heran: Unter dem Namen „Woodstöckchen“ entstehen an der Ludwigsburger Straße vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 84 Mietwohnungen. Die Gebäude werden weitgehend aus Holz errichtet. Es handelt sich nach Angaben der Bauherrin um Kölns größten Wohnungsneubau in Holzbauweise.
Das neue Quartier entsteht auf dem ehemaligen Gelände der Afrikamissionare „Weiße Väter“. Rund 6.000 Quadratmeter umfasst das Grundstück. Der Vermietungsstart ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.
Daher kommt der Name „Woodstöckchen“
Schon der Name des Neubauprojekts fällt auf. „Woodstöckchen“ verbindet den Kölner Stadtteil Bilderstöckchen mit dem englischen Begriff „Wood“ für Holz und dem Namen des berühmten Woodstock-Festivals.
Entstanden ist die Bezeichnung bei einem Ideenwettbewerb unter den Mitarbeitenden der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft. Der Name soll auch den Anspruch des Projekts ausdrücken: Die Holzbauweise könnte nach Ansicht des Unternehmens künftig bei deutlich mehr Wohngebäuden eingesetzt werden.
Vier Häuser mit insgesamt 84 Mietwohnungen
Geplant sind vier weitgehend identische, viergeschossige Mehrfamilienhäuser. Durch die wiederkehrende Bauweise können zahlreiche Bestandteile vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert werden.
Die Außen- und Innenwände sowie die Decken werden aus Holz hergestellt. Auch vorgefertigte Badezimmermodule kommen zum Einsatz. Bauteile mit direktem Kontakt zum Erdreich, die Tiefgarage, Balkone und äußere Erschließungswege bestehen dagegen aus Stahlbeton.
Die serielle Bauweise soll die Errichtung beschleunigen: Für die Montage der Holzelemente eines Gebäudes werden nach Angaben der Aachener SWG etwa drei Monate benötigt.
Holz soll langfristig CO₂ speichern
Der Baustoff Holz spielt nicht nur beim Namen eine zentrale Rolle. Das verwendete Holz stammt nach Angaben der Bauherrin aus zertifizierter, nachhaltiger Forstwirtschaft und soll möglichst aus einem Umkreis von 200 bis 300 Kilometern bezogen werden.
Holz bindet während des Wachstums eines Baumes Kohlendioxid. Wird es langfristig in Gebäuden verwendet, bleibt ein Teil des Kohlenstoffs dort gespeichert. Für das Projekt wurde deshalb im September 2026 ein Zertifikat der sogenannten CO₂-Bank übergeben, das die entsprechende Speicherleistung dokumentiert.
Wärmepumpen, Photovoltaik und begrünte Dächer
Auch die Energieversorgung ist auf einen möglichst klimafreundlichen Betrieb ausgerichtet. Die vier Gebäude werden nach dem Standard KfW 40 errichtet und sollen das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude Plus“ erhalten.
Zum Energiekonzept gehören Photovoltaikanlagen und Luft-Wasser-Wärmepumpen. Diese werden mit CO₂ als natürlichem Kältemittel betrieben und kommen ohne fluorierte Kältemittel aus. Begrünte Dächer und ein Wassermanagement sollen zusätzlich das Mikroklima auf dem Grundstück verbessern.
Auch für die Mobilität sind besondere Angebote geplant. Fahrräder können barrierefrei und witterungsgeschützt im Erdgeschoss abgestellt werden. Hinzu kommen Flächen für Carsharing und Bikesharing.
Anzeige: Aus dem Verliebt in Köln-Shop:Wann können die Wohnungen gemietet werden?
Der Vermietungsstart für die 84 Wohnungen ist nach aktuellem Stand für das zweite Quartal 2027 geplant. Angaben zu den Wohnungsgrößen, den konkreten Mietpreisen und den Bewerbungsmodalitäten hat die Aachener SWG bislang nicht veröffentlicht. Wie sich die Angebotsmieten derzeit zwischen den einzelnen Stadtteilen unterscheiden, zeigt unsere aktuelle Auswertung der Mietpreise in Köln.
Interessenten können sich bei der Kölner Neubau-Niederlassung des Unternehmens unter zw-koeln@aachener-swg.de oder telefonisch unter 0221 7745 600 informieren.
Die Fakten beruhen auf den aktuellen Projektinformationen der Aachener SWG.
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