Die Deutsche Sporthochschule Köln bekommt mehr als 86 Millionen Euro aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur. Mit dem Geld sollen zentrale Gebäude auf dem Campus in Müngersdorf modernisiert und energetisch erneuert werden. Für Köln ist das relevant, weil die Hochschule nicht nur ein wichtiger Studien- und Forschungsstandort ist, sondern auch eine Rolle für Sportpraxis, Lehrerausbildung und die mögliche Olympia-Bewerbung KölnRheinRuhr spielt.
Mehr als 86 Millionen Euro fließen nach Angaben der Landesregierung an die Deutsche Sporthochschule Köln. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Wissenschaftsministerin Ina Brandes überreichten die Finanzierungszusage am Dienstag, 26. Mai 2026, am Standort Köln-Müngersdorf an Rektor Ansgar Thiel und Kanzlerin Marion Steffen. Die Mittel stammen vollständig aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur. (Foto: Marius Becker / Sporthochschule)
Was mit dem Geld passieren soll
Der größte Teil der Investition betrifft die sogenannten Nordhallen der Sporthochschule. Sie werden nach Angaben der Pressemitteilung grundlegend modernisiert und erweitert. Genutzt werden die Hallen als Lehrstätten für Rückschlag- und Ballsportarten sowie für Geräte- und Bodenturnen.
Ein zentraler Punkt ist die Energieversorgung. Bei der Sanierung der Nordhallen soll eine vollständig klimaneutrale Energieversorgung erreicht werden. Fertig werden soll dieser Teil des Projekts bis Ende 2033.
Zusätzlich sollen das Schwimmzentrum und die sportwissenschaftliche Spezialbibliothek der Hochschule bis 2028 energieeffizienter und nachhaltiger ausgestattet werden. Die Bibliothek wird in der Mitteilung als weltweit größte sportwissenschaftliche Spezialbibliothek bezeichnet.
Europas größte Sportuniversität
Die Deutsche Sporthochschule ist Deutschlands einzige Sportuniversität und nach Angaben der Hochschule Europas größte Sportuniversität. Auf dem Campus studieren aktuell mehr als 6.000 Menschen aus über 90 Ländern in 25 Studiengängen.
Die Hochschule verfügt laut Mitteilung über 61.000 Quadratmeter Sportfläche, mehr als 20 Sporthallen, eine Leichtathletikanlage, ein Schwimmzentrum, Leistungszentren und weitere Sportinfrastruktur.
Für Köln bedeutet die Investition deshalb mehr als nur eine Gebäudesanierung. Die Sporthochschule prägt den Wissenschaftsstandort, den Sportstandort und die Ausbildung von Fachkräften.
Anzeige: Aus dem Verliebt in Köln-Shop:Bundesweit wird laut Pressemitteilung knapp jede sechste Sportlehrkraft an der DSHS ausgebildet. In Nordrhein-Westfalen studieren demnach sogar mehr als die Hälfte der angehenden Sportlehrerinnen und Sportlehrer in Köln.
Weniger Energieverbrauch, weniger Kosten
Durch die energetische Optimierung der drei Gebäude sollen jährlich bis zu 669 Tonnen CO₂ und rund 250.000 Euro Energiekosten eingespart werden.
Größerer Rahmen des Landesprogramms
Der Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur umfasst nach Angaben der Landesregierung insgesamt rund 31,2 Milliarden Euro über zwölf Jahre. Für Hochschulen, Hochschulmedizin und Forschungseinrichtungen sind davon 2,3 Milliarden Euro vorgesehen. Insgesamt sollen damit Investitionen finanziert werden, die aus dem laufenden Haushalt nicht vorgesehen waren.



