Der neue Kölner Tatort hat am Sonntagabend viele Menschen beschäftigt – und die Reaktionen fallen auffällig unterschiedlich aus. Während die einen den Film sehr loben, wendeten sich ein anderer Teil genervt vom Kölner Tatort ab. Wir haben direkt nach dem Kölner Tatort die Meinungen zum Krimi auf unterschiedlichen Plattformen abgefragt. Hier lest ihr eine Übersicht der Reaktionen:
Vor allem Kameraführung und Tonfall wurden kritisiert
Auffällig oft tauchte in den Kommentaren Kritik an der Inszenierung auf. Viele Zuschauer störten sich an den geteilten Bildern, ungewöhnlichen Kameraeinstellungen und dem aus ihrer Sicht zu gewollten Stil.
So schrieb eine Nutzerin: „Für mich leider der schlechteste Kölner Tatort. Die Kameraführung war nervig.“ Eine andere formulierte es noch deutlicher: „Leider mal wieder langweilig, voll genervt haben mich diese doppelten oder dreifachen Bilder.“ Auch ein anderer Zuschauer nannte die Bildgestaltung „schon sehr gewöhnungsbedürftig, besonders die Spielerei mit den doppelten Bildern“.
Mehrere Zuschauer fanden außerdem, dass der Film zu wenig Spannung aufgebaut habe. Eine Zuschauerin schrieb: „Ich fand ihn leider ziemlich langweilig.“ Eine weitere Stimme: „Sehr enttäuschend. Habe ausgeschaltet.“
Dazu kam der Vorwurf, der Kölner Tatort entferne sich zunehmend von dem, was viele am Team Ballauf und Schenk eigentlich mögen: „Ist schon der zweite Tatort, der nicht mehr das verspricht, was er mal war.“ Weiter meinte eine Nutzerin:„Ich habe den Kölner Tatort immer gemocht. Die beiden Kommissare immer klasse. Aber auch da hält schon seit der vorletzten Folge der Murks Einzug.“
Max Giermann war Gesprächsthema des Abends
Ein zentrales Thema in den Kommentaren war Max Giermann. Viele Zuschauer mussten bei seiner Rolle sofort an seine bekannte Klaus-Kinski-Parodie denken – für manche war genau das ein Problem, für andere ein Pluspunkt.
Eine Meinung dazu: „Max Giermann habe ich nur als Klaus Kinski wahrgenommen.“
Andere fanden gerade das reizvoll. Ein Zuschauer sprach von einem „klasse Coup“ und schrieb, der Film habe „nochmal eine neue kreative Richtung rein gebracht“. Ein anderer lobte „einen Max Giermann mit einem Hauch von Kinski“. Ebenso diese Meinung: „Dieser Tatort war genial. Top die Schauspieler, vor allem Max Giermann.“
Es gab auch viel Lob für Mut, Humor und das Kölner Team
Trotz der vielen kritischen Stimmen war die Resonanz keineswegs nur negativ. Einige Zuschauer lobten ausdrücklich, dass der Film mal etwas anderes versucht habe.
Ein Zuschauer schrieb: „Der war einfach gut.“ Er lobte, dass ihn die Story „gut abgeholt und teilweise gefesselt“ habe, und schrieb weiter: „Am Ende hatte ich einen schönen Abend und gute Unterhaltung.“ Eine andere meinte: „Klasse, mal eine ganz andere Geschichte, straight ermittelnde Kommissare, gut gespielt.“ Auch eine weitere Zuschauerin schrieb, der Film sei „sehr schräg“ gewesen und habe ihr „sehr gut gefallen“.
Mehrfach gelobt wurden außerdem Ballauf und Schenk selbst: „Ich fand den Kölner Tatort wie immer Klasse. Die zwei sind einer der besten Kommissare vom Tatort.“ Eine Zuschauerin hob neben Max Giermann auch das Ermittlerteam hervor und schrieb: „Ballauf und Schenk sind sowieso ein super Ermittlerteam.“
Manche Zuschauer sahen die Folge zwar nicht als großen Wurf, aber immerhin als ordentliche Sonntagsunterhaltung. Bezeichnet wurde der Krimit als „solide Unterhaltung mit guten Momenten“. Ein Zuschauer schrieb, es sei „eine gute Tatort-Episode des geschätzten Kölner Teams, aber aus meiner Sicht nicht unbedingt ein Highlight“.
Wer den Tatort noch sehen möchte: Die Folge ist nach wie vor in der ARD Mediathek abrufbar.
Facebook kritischer als Instagram
Spannend ist vor allem der Unterschied zwischen den Plattformen. Auf Facebook überwogen in den Kommentaren Enttäuschung, Genervtheit und der Vorwurf, der Kölner Tatort verliere seinen früheren Charakter. Auf Instagram fiel das Stimmungsbild freundlicher aus: 65 Prozent gaben dort einen Daumen hoch.
Der neue Kölner Tatort hat sein Publikum jedenfalls nicht kaltgelassen, aber er hat viele Stammzuschauer auch irritiert.
Das Fazit aus der Community
Ein Teil fand die Folge mutig, unterhaltsam und gut gespielt. Ein anderer Teil vermisste Spannung, Bodenhaftung und den vertrauten Ton der Kölner Fälle. Besonders die Kameraführung und der Auftritt von Max Giermann spalteten die Meinungen.
Oder, wie es ein Kommentar ziemlich gut zusammenfasst: „Gewöhnungsbedürftig… ich fand’s nicht so toll – schade…. da gab es schon weitaus bessere.“ Und auf der anderen Seite stand ebenso klar: „Ich fand ihn gut“ – oder sogar: „Sehr gut!!!“
Worum geht es in der Kölner Tatort Folge?
Im Zentrum der Folge steht die fiktive Fernsehsendung „Sachen und Lachen“, mit der Generationen von Kindern aufgewachsen sind. Moderator Frank Anders (Max Giermann) ist der strahlende Star der Show, gemeinsam mit seiner Frau Caro (Silvina Buchbauer) prägt er das Format seit Jahren. (Foto: © WDR/ Bavaria Fiction/Martin Valentin Menke)
Doch die heile Welt bekommt Risse: Kameramann Stefan „Happy“ Glück wird tot im Kofferraum seines ausgebrannten Autos gefunden. Für die Kölner Hauptkommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) beginnt damit ein Fall, der sie hinter die Kulissen der beliebten Sendung führt.
Aus dem Verliebt in Köln-Shop:Toxische Stimmung statt heiler Welt
Schnell zeigt sich, dass im Studio längst nicht alles so harmonisch ist, wie es im Fernsehen wirkt. Vor allem Moderator Frank Anders gibt intern den Ton an – und das offenbar deutlich schärfer, als es sein Publikum vermuten würde.
Konflikte gehören zum Alltag: Besonders das angespannte Verhältnis zwischen Anders und dem Puppenspieler Yassin Meret (Erkan Acar) fällt den Ermittlern auf. Die Frage drängt sich auf: Ist der Täter vielleicht Teil des Teams?
Vertraute Gesichter, neuer Blick
Neben Ballauf und Schenk sind auch die bekannten Nebenfiguren wieder dabei:
Roland Riebeling als Norbert Jütte, Tinka Fürst als Natalie Förster und Joe Bausch als Rechtsmediziner Dr. Roth.
Regie führte erstmals bei einem „Tatort“ Isabell Šuba. Sie beschreibt die Arbeit am Kölner Klassiker als besondere Erfahrung: Ein eingespieltes Team habe viel Raum für neue inszenatorische Ideen gelassen.
Wie viel Köln steckt im Tatort?
Gedreht wurde der „Tatort – Showtime“ zwischen dem 12. November und 12. Dezember 2024 in Köln und Umgebung. In einigen Szenen hat man so eine Herbstanmutung mit viel Laub, die nicht so recht zur Ausstrahlung im April passt.
Ständig bekommt man prägnante Orte der Stadt in diesem Krimi aber nicht zu sehen. Zwischendurch wird mehrmals eine Stadtansicht einblendet. Wenn die Ermittler am Stadtplan den Fall zusammensetzen spielen die Kölner Veedel durchaus eine Rolle. Ansonsten sind viele Szene im Inneren eines (fiktiven) TV-Studios gedreht.
Warum sich das Einschalten lohnen könnte
Der neue Kölner „Tatort“ verbindet zwei Welten, die selten zusammenkommen: die nostalgische Erinnerung an Kindersendungen – und einen düsteren Kriminalfall. Wer wissen will, was wirklich hinter den Kulissen einer vermeintlich heilen Fernsehwelt passiert, bekommt am 12. April um 20:15 Uhr in der ARD die Gelegenheit dazu.



