Autos in Köln

Zahl der Autos in Köln ist seit Jahren konstant – Elektroanteil bei 5,2 Prozent

In Köln verschwinden seit Jahren Parkplätze. Straßen werden umgebaut, Parkflächen verschwinden, die Gebühren für Parkplätze und Anwohnerparkausweise steigen. Ziel ist die Verkehrswende mit weniger Autos in der Stadt. Die neuesten Zahlen der Stadt zeigen jedoch, dass der gewünschte Effekt dadurch bislang nicht eingetreten ist: Die Anzahl der zugelassenen Autos in Köln sinkt gar nicht, sondern ist im Vergleich zu 2021 sogar gestiegen.

Fast 600.000 Fahrzeuge in Köln

  • Zum Jahresende 2025 waren in Köln 591.577 Kraftfahrzeuge zugelassen.

Darunter sind 496.463 Pkw. Damit bleibt der Bestand an Autos gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Im Vergleich zum Jahr 2021 sind das sogar rund 10.000 Autos mehr.

  • Eine Reduzierung bei der Anzahl der Autos, wie sie im Zuge der Verkehrswende oft diskutiert wird, ist in den aktuellen Zahlen nicht zu erkennen.
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Autos werden immer älter

Auffällig ist stattdessen ein anderer Trend: Die Fahrzeuge werden älter.

Das durchschnittliche Alter der Pkw in Köln liegt inzwischen bei 10,9 Jahren. Ein Jahr zuvor waren es noch 10,6 Jahre. Viele Menschen behalten ihre Autos offenbar länger, statt ein neues Fahrzeug zu kaufen oder gar kein Auto mehr zu kaufen.

Weniger neue Autos werden zugelassen

Das zeigt sich auch bei den Neuzulassungen. 2025 wurden in Köln 38.933 Pkw erstmals zugelassen – rund sechs Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Die Gründe dafür können unterschiedlich sein: steigende Preise für Neuwagen, besonders im Elektro-Bereich, dazu kommen die gestiegenen Lebenshaltungskosten, besonders in der Stadt.

Und offenbar ist das ÖPNV-Angebot für viele nicht so attraktiv, dass sie auf ein Auto verzichten wollen.

Neue Autos fahren häufiger elektrisch

Bei den neu zugelassenen Fahrzeugen verändert sich gleichzeitig die Technik.

  • Unter den Neuzulassungen dominieren inzwischen Hybrid- und Elektroautos. Hybridfahrzeuge machen etwa 29 Prozent der neuen Pkw aus, reine Elektroautos 26 Prozent.
  • Hybridautos kombinieren einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor. Plug-in-Hybride können zusätzlich an einer Steckdose geladen werden und kürzere Strecken rein elektrisch fahren.
Aus dem Verliebt in Köln-Shop:

Elektroautos in der Minderheit

Trotz des starken Wachstums spielen Elektroautos im Gesamtbestand weiterhin eine vergleichsweise kleine Rolle.

  • In Köln sind derzeit 25.955 Elektroautos zugelassen. Das entspricht 5,2 Prozent aller Pkw.

Im Vergleich mit anderen Städten liegt Köln im Mittelfeld. In Bonn fahren rund sieben Prozent der Autos elektrisch, in Düsseldorf gut sechs Prozent – in Köln sind es gut fünf Prozent. Bundesweit liegt der Anteil bei rund vier Prozent.

  • Das bedeutet: Mehr als 94 Prozent der Autos in Köln fahren weiterhin nicht rein elektrisch.

Große Unterschiede zwischen den Stadtbezirken

Innerhalb der Stadt zeigen sich deutliche Unterschiede, die sich logisch erklären lassen. Die meisten Autos pro 1.000 Einwohner gibt es in:

  1. Chorweiler – 444
  2. Porz – 439
  3. Rodenkirchen – 424

Am niedrigsten ist die Autodichte dagegen in der Innenstadt mit 276 Pkw pro 1.000 Einwohner, gefolgt von Nippes und Ehrenfeld.

Verkehrswende zeigt sich bisher kaum in den Zahlen

Die Zahlen zu Autos in Köln zeigen, wie schleppend die Verkehrswende in Köln vorankommt und welche Widersprüche es gibt:

Ein unzuverlässiges ÖPNV-Angebot bewegt die Menschen nicht dazu, ihr Auto abzugeben. Gleichzeitig ist der Anteil von Elektroautos in Köln bislang sehr gering. Durch die wirtschaftliche Lage und Lebenshaltungskosten in den Städten können die Menschen nicht „mal eben“ auf ein Elektroauto umsteigen.

Autobesitzer müssen aber trotzdem zunehmend höhere Gebühren in allen Bereichen tragen – das aktuelle Thema Benzin ist hier gar nicht mitberechnet. Ein bislang nicht funktionierendes System, dass vor allem Frust bei den Menschen hervorruft.

Eine überwältigende Mehrheit der Menschen wünscht sich eine lebenswerte Stadt, in der Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht sechsspurige Straßen. Hier ist die Politik gefragt, Lösungen und Kompromisse zu finden, die für alle tragbar sind.

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