Bellejeck

Wer wird an Karneval als Bellejeck bezeichnet?

Der Kölner Karneval ist reich an Traditionen, Begriffen und besonderen Rollen, die nicht jeder sofort einordnen kann. Manche Namen hört man jedes Jahr – doch was genau dahintersteckt, weiß längst nicht jeder. Gerade in der heißen Phase der Session gibt es viele kleine Traditionen mit entsprechenden Begriffe, viele dieser historischen Bezeichnungen tauchen dann wieder auf. Sie erzählen von Bräuchen, die zum Teil seit Generationen gepflegt werden.

So ist es auch bei diesem kölschen Wort: Weißt du, wer in Köln als Bellejeck bezeichnet wird? Hier kannst du testen, ob du die richtige Antwort kennst. Unter dem Quiz liest du eine ausführliche Erklärung inklusive Empfehlung.

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Wer wird in Köln als Bellejeck bezeichnet?

An Weiberfastnacht ist der Bellejeck traditionell der Erste auf den Beinen. Die Kölner Karnevalsgesellschaft bewahrt mit ihm einen alten Brauch. Am Morgen der Weiberfastnacht zieht der Bellejeck durch die Stadt, um die Jecken symbolisch „zu wecken“.

Um 7:45 Uhr startet er am Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs. Begleitet von Geigenspielern und Trommeln führt sein Weg durch die Straßen bis zur Hofburg des Kölner Dreigestirns. Dort weckt er die Narrenherrscher und eröffnet damit offiziell den närrischen Tag.

Unterstützt wird er von Mitgliedern der Großen Allgemeinen Karnevalsgesellschaft, den Plaggeköpp – den Fahnenträgern der Gesellschaften – sowie vom musikalischen Stammtisch „Historische Völker“.

Wenn ihr also an Weiberfastnacht schon früh auf den Beinen seid, schaut euch ruhig mal deinen kleinen Zug an, der vom Bahnhofsvorplatz über die Domplatte hin zur Hofburg läuft. Eine wunderbare Einstimmung auf den Tag, an dem der Straßenkarneval in Köln beginnt und es richtig schön wild wird.

Über den Ursprung vom Wieverfastelovend

Historisch geht der Tag auf das 19. Jahrhundert zurück. 1824 gründeten Wäscherinnen im rheinischen Beuel ein eigenes „Damenkomitee“, weil sie während der arbeitsreichen Karnevalszeit kaum Gelegenheit hatten mitzufeiern. Sie forderten ihr Recht auf Teilhabe – und stürmten symbolisch das Rathaus. Dieser Gedanke der weiblichen Selbstermächtigung prägt Weiberfastnacht bis heute.

Das Abschneiden von Krawatten, das vielerorts dazugehört, steht sinnbildlich für das zeitweise „Entmachten“ der Männer.

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