Köln soll bei einer möglichen Olympia-Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region für die Jahre 2036, 2040 und 2044 eine Schlüsselrolle übernehmen. Am Montag, 19. Januar 2026, ist in der LANXESS arena der offizielle Startschuss für die Kampagne gefallen. Stadt und Land werben für kompakte, nachhaltige und inklusive Spiele – mit Köln als sogenannter Leading City. Für die Domstadt ist dabei vor allem entscheidend, welche Wettbewerbe konkret hier stattfinden sollen.
(Grafik: Grafik: planquadrat Elfers Geskes Krämer GmbH Architektur und Stadtplanung)
Köln als sportliches Zentrum der Bewerbung
Nach den aktuellen Planungen des Landes Nordrhein-Westfalen sollen elf olympische und sieben paralympische Sportarten in Köln ausgetragen werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, in Köln zentrale Einrichtungen zu bündeln: ein temporäres Olympiastadion, das Olympische und Paralympische Dorf sowie das Internationale Presse- und Medienzentrum.
Die Idee dahinter: kurze Wege, bestehende Sportstätten nutzen und möglichst wenig neu bauen.
Diese olympischen Sportarten sind für Köln vorgesehen
Der Schwerpunkt liegt auf Hallensport, Radsport und Ausdauerwettbewerben. Konkret plant die Bewerbung folgende Disziplinen in Köln:
- Bodenturnen, Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolinturnen
Austragungsort: LANXESS arena - 7er-Rugby, Fußball
Austragungsort: RheinEnergieSTADION - Bogenschießen
Austragungsort: Jahnwiese im Sportpark Müngersdorf - Radsport – Bahn
Austragungsort: Albert-Richter-Velodrom - Radsport – Straße
Austragungsort: Strecke „Rund um Köln“ - Marathonschwimmen
Austragungsort: Fühlinger See - Triathlon
Austragungsort: Fühlinger See und Innenstadt - Leichtathletik (optional)
Austragungsort: temporäres Olympiastadion
Paralympische Wettbewerbe in Köln
Auch bei den Paralympics ist Köln fest eingeplant. Vorgesehen sind unter anderem:
- Rollstuhlbasketball, Rollstuhlrugby, Sitzvolleyball
Austragungsort: LANXESS arena - Para Bogenschießen
Austragungsort: Jahnwiese im Sportpark Müngersdorf - Para Radsport – Bahn
Austragungsort: Albert-Richter-Velodrom - Para Radsport – Straße
Austragungsort: Strecke „Rund um Köln“ - Para Triathlon
Austragungsort: Fühlinger See und Innenstadt - Para Leichtathletik (optional)
Austragungsort: temporäres Olympiastadion
Warum Köln diese Rolle einnimmt
Als bevölkerungsreichste Stadt der Region soll Köln die Bewerbung organisatorisch anführen. Oberbürgermeister Torsten Burmester spricht von Köln als „Kapitän eines starken NRW-Teams“. Die Stadt verspricht sich davon wirtschaftliche Impulse, Investitionen in Infrastruktur sowie langfristige Effekte für Breiten- und Spitzensport – aber auch ein internationales Schaufenster für die Region Rhein und Ruhr.
Kölner entscheiden im April
Ob Köln diesen Weg tatsächlich geht, entscheiden die Bürger im Frühjahr. Am Sonntag, 19. April 2026, findet ein Ratsbürgerentscheid statt – zeitgleich mit den anderen beteiligten Kommunen. Die Abstimmung erfolgt ausschließlich per Briefwahl, ein Antrag ist nicht nötig. Rund 817.000 wahlberechtigte Kölner können teilnehmen.
Zeitplan der Abstimmung:
- 16.–27. März 2026: Zustellung der Unterlagen
- März–17. April 2026: Briefabstimmung
- 19. April 2026: Abstimmung und Auszählung
- 12. Mai 2026: Feststellung des Ergebnisses im Rat
Bis dahin will die Stadt umfassend informieren – auch darüber, welche Chancen und Belastungen Olympische und Paralympische Spiele für Köln konkret bedeuten würden.



