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Olympische Spiele Köln

Olympia-Entscheidung naht: Diese 8 Disziplinen sollen in Köln stattfinden

Für Köln wird es ernst: Am Samstag, 26. September 2026, entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund, mit welchem deutschen Bewerber er ins Rennen um die Olympischen und Paralympischen Spiele gehen will. Zur Wahl stehen Berlin, München und die Region KölnRheinRuhr – mit Köln als zentralem Austragungsort.

Sollte KölnRheinRuhr gewinnen, könnten zahlreiche Wettbewerbe in der Domstadt stattfinden. Vorgesehen sind unter anderem Turnen in der LANXESS arena, Fußball und Rugby in Müngersdorf sowie Triathlon und Marathonschwimmen am Fühlinger See. Auch ein temporäres Olympiastadion und das Olympische Dorf sollen in Köln entstehen.

(Grafik: Grafik: planquadrat Elfers Geskes Krämer GmbH Architektur und Stadtplanung)

Köln als sportliches Zentrum der Bewerbung

Nach den aktuellen Planungen des Landes Nordrhein-Westfalen sollen elf olympische und sieben paralympische Sportarten in Köln ausgetragen werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, in Köln zentrale Einrichtungen zu bündeln: ein temporäres Olympiastadion, das Olympische und Paralympische Dorf sowie das Internationale Presse- und Medienzentrum.

Die Idee dahinter: kurze Wege, bestehende Sportstätten nutzen und möglichst wenig neu bauen.

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Diese olympischen Sportarten sind für Köln vorgesehen

Der Schwerpunkt liegt auf Hallensport, Radsport und Ausdauerwettbewerben. Konkret plant die Bewerbung folgende Disziplinen in Köln:

  • Bodenturnen, Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolinturnen
    Austragungsort: LANXESS arena
  • 7er-Rugby, Fußball
    Austragungsort: RheinEnergieSTADION
  • Bogenschießen
    Austragungsort: Jahnwiese im Sportpark Müngersdorf
  • Radsport – Bahn
    Austragungsort: Albert-Richter-Velodrom
  • Radsport – Straße
    Austragungsort: Strecke „Rund um Köln“
  • Marathonschwimmen
    Austragungsort: Fühlinger See
  • Triathlon
    Austragungsort: Fühlinger See und Innenstadt
  • Leichtathletik (optional)
    Austragungsort: temporäres Olympiastadion

Paralympische Wettbewerbe in Köln

Auch bei den Paralympics ist Köln fest eingeplant. Vorgesehen sind unter anderem:

  • Rollstuhlbasketball, Rollstuhlrugby, Sitzvolleyball
    Austragungsort: LANXESS arena
  • Para Bogenschießen
    Austragungsort: Jahnwiese im Sportpark Müngersdorf
  • Para Radsport – Bahn
    Austragungsort: Albert-Richter-Velodrom
  • Para Radsport – Straße
    Austragungsort: Strecke „Rund um Köln“
  • Para Triathlon
    Austragungsort: Fühlinger See und Innenstadt
  • Para Leichtathletik (optional)
    Austragungsort: temporäres Olympiastadion
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Warum Köln diese Rolle einnimmt

Als bevölkerungsreichste Stadt der Region soll Köln die Bewerbung organisatorisch anführen. Oberbürgermeister Torsten Burmester spricht von Köln als „Kapitän eines starken NRW-Teams“. Die Stadt verspricht sich davon wirtschaftliche Impulse, Investitionen in Infrastruktur sowie langfristige Effekte für Breiten- und Spitzensport – aber auch ein internationales Schaufenster für die Region Rhein und Ruhr.

Köln hat bereits für Olympia gestimmt

Die Kölner haben der Beteiligung an der Olympiabewerbung bereits zugestimmt. Beim Ratsbürgerentscheid am 19. April 2026 votierten 57,39 Prozent für die Bewerbung von KölnRheinRuhr. 184.523 Menschen stimmten mit Ja. Die Beteiligung lag bei 39,68 Prozent.

Auch in der gesamten Bewerberregion gab es eine deutliche Mehrheit. Nach Angaben des DOSB sprachen sich rund zwei Drittel der Abstimmenden in KölnRheinRuhr für Olympische und Paralympische Spiele aus. Damit hat die Region die erforderliche politische und gesellschaftliche Unterstützung nachgewiesen.

Am Samstag fällt die deutsche Entscheidung

Nun entscheidet sich, ob KölnRheinRuhr tatsächlich für Deutschland ins internationale Rennen geht. Am Samstag, 26. September, stimmen die Mitglieder des Deutschen Olympischen Sportbundes in Baden-Baden über die drei verbliebenen Konzepte ab:

  • KölnRheinRuhr mit Köln als zentralem Austragungsort
  • München
  • Berlin mit mehreren beteiligten Bundesländern

Hamburg war ursprünglich ebenfalls im Rennen, zog seine Bewerbung nach einem negativen Bürgerentscheid jedoch zurück.

Abstimmen dürfen die 42 olympischen Spitzenverbände mit jeweils drei Stimmen. Dazu kommen zehn Mitglieder des DOSB-Präsidiums und acht persönliche Mitglieder. Insgesamt werden damit 144 Stimmen vergeben. Für einen Sieg ist die absolute Mehrheit erforderlich. Erreicht im ersten Wahlgang kein Bewerber diese Mehrheit, folgt eine weitere Abstimmung.

Entscheidung wird live im Fernsehen übertragen

Die Abstimmung findet am Samstagvormittag nicht öffentlich im Kurhaus Baden-Baden statt. Das Ergebnis soll ab 13.45 Uhr live im Ersten verkündet werden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und DOSB-Präsident Thomas Weikert geben bekannt, welcher Standort gewonnen hat. Anschließend plant auch der WDR eine Sondersendung.

Ein Sieg wäre noch keine Olympia-Zusage

Wichtig ist: Selbst wenn KölnRheinRuhr die Abstimmung gewinnt, kommen die Olympischen Spiele damit noch nicht automatisch nach Köln. Die Region wäre zunächst der deutsche Bewerber und würde anschließend mit internationalen Interessenten konkurrieren.

Deutschland legt sich zunächst auch nicht auf ein bestimmtes Austragungsjahr fest. Die Bewerbung umfasst die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Das Internationale Olympische Komitee will die Spiele 2036 voraussichtlich im Jahr 2029 vergeben.

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