Papsthügel in Kerpen

20 Jahre danach: So sieht der Papsthügel bei Köln heute aus

Als im August 2005 der Weltjugendtag auf dem Marienfeld bei Köln gefeiert wurde, stand ein besonderer Ort im Mittelpunkt: der Papsthügel. Errichtet in nur 55 Tagen, war er mit 80.000 Kubikmetern Erde aufgeschüttet worden, um Papst Benedikt XVI. und seinen Gästen während der Vigil und der Abschlussmesse eine würdige Bühne zu bieten. (Foto: Susanne Pior)

Heute, zwei Jahrzehnte später, ist der Hügel ein Teil der Landschaft geworden und ein Ausflugsziel, das man im Rahmen einer Spazierstrecke sehr gut besuchen kann.

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Ein Hügel mit Symbolkraft

Der Papsthügel erhebt sich zehn Meter über das Gelände. Auf einer Grundfläche von 15.000 Quadratmetern bietet die Plateauebene von 3.500 Quadratmetern Platz für rund 2.000 Menschen.

Joachim Kardinal Meisner taufte ihn damals „Berg der 70 Nationen“, weil Delegierte aus 70 Ländern Erde ihrer Heimat dort niedergelegt hatten. Der Name sollte die weltweite Verbundenheit des Weltjugendtags symbolisieren.

Von der Großveranstaltung zum Naherholungsgebiet

Nach Ende des Weltjugendtages im Sommer 2005 verschwanden die riesigen Installationen, Tribünen und Versorgungsanlagen vom Marienfeld. Nur der Hügel selbst blieb stehen – als sichtbares Zeichen des Ereignisses. Heute ist er eingebettet in ein weitläufiges Naherholungsgebiet.

Spaziergänger, Radfahrer und Ausflügler nutzen das Gelände, das auf 260 Hektar aus dem rekultivierten Braunkohletagebau Frechen hervorgegangen ist.

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Marienfeld mit langer Tradition

Der Name Marienfeld verweist auf die Vorgeschichte des Ortes. Über Jahrhunderte war die Gegend Wallfahrtsstätte. In der Wallfahrtskirche St. Mariä Himmelfahrt im umgesiedelten Frechen-Grefrath steht bis heute eine Pietà aus dem 15. Jahrhundert, die an die verschwundenen Kapellen und Kirchen im Tagebaubereich erinnert.

Auch ein zehn Meter hohes Holzkreuz, das 2004 während einer Jugendmesse gesegnet wurde, verweist noch auf diese Tradition.

Hier siehst du, wie es heute auf dem Papsthügel aussieht. Wo vor 20 Jahren eine Million Menschen die Nacht unter freiem Himmel verbracht haben, sind heute Felder.

Foto: A.Savin, Wikipedia, Free Art License 1.3

Erinnerung an 2005

Das Marienfeld, nur rund 20 Kilometer vom Kölner Dom entfernt, war im August 2005 das Zentrum eines der größten katholischen Jugendtreffen weltweit.

Bis zu eine Million Pilger kamen zu Vigil und Abschlussmesse. Viele erinnern sich noch heute an die langen Fußwege dorthin – die ausgeschilderten Pilgerwege führten in rund vier Stunden von Köln über Wanderpfade zum Gelände.

Zwei Jahrzehnte später ist der Papsthügel geblieben – als stilles Denkmal an ein Ereignis, das die Region für einige Tage ins Zentrum der Weltöffentlichkeit rückte und das rekultivierte Braunkohlegebiet mit neuer Bedeutung füllte.

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