Köln Nippes

Warum heißt Köln-Nippes eigentlich Nippes?

Nippes gehört zu den bekanntesten Veedeln in Köln – und doch wissen nur die wenigsten, woher der Name eigentlich stammt. Ist er ein Hinweis auf die Lage des Stadtteils? Oder steckt vielleicht eine ganz andere Geschichte dahinter?

In diesem Quiz kannst du testen, ob du die richtige Antwort weißt. Unter dem Quiz ist eine ausführliche Erläuterung zum Begriff.

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Die Erläuterung zum Namen Nippes

Der Ursprung des Namens Nippes ist bis heute nicht eindeutig geklärt, und es gibt gleich mehrere plausible Erklärungen. Historisch tauchte der Name zunächst als „am Nippes“ auf – ähnlich wie man „am Backes“ für ein Backhaus sagte. Vermutlich bezog sich der Ausdruck also ursprünglich auf ein einzelnes Gehöft, das an dieser Stelle stand.

Nippes: Ein alter Rheinarm als Erklärung

Eine mögliche Herleitung geht auf das Wort „Niep“ zurück, das eine feuchte Senke bezeichnet. Diese Theorie passt zur Landschaft, denn in Nippes verlief früher ein Rheinarm, der den Boden sumpfig machte. Dieser Arm des Rheins war bis ins 19. Jahrhundert noch als Weiher sichtbar, dessen Überreste heute als Nippeser Tälchen bekannt sind.

Eine andere Erklärung leitet „Nippes“ vom Wort „Nepp“ ab, das für einen kleinen Hügel oder eine Anhöhe steht. Tatsächlich liegen viele Orte in Deutschland, die ebenfalls Nippes heißen, auf erhöhtem Terrain. Welche Variante die richtige ist, lässt sich heute nicht mehr eindeutig sagen – vielleicht haben sogar beide Einflüsse zusammen den Namen geprägt.

Nippes selbst ist deutlich älter, als viele denken. Archäologische Funde am Altenberger Hof belegen, dass hier schon in der Steinzeit Ackerbau betrieben wurde, und auch ein römisches Wohnhaus aus dem 1. bis 2. Jahrhundert ist nachgewiesen. Urkundlich erscheint Nippes aber erst 1549, als ein „Johann van Wermßkirchen, wyrt am nippis“ in einem Pachtvertrag genannt wird.

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In Nippes gab es Dollbier

Besonders bekannt wurde Nippes in den folgenden Jahrhunderten wegen seiner Gasthäuser. Außerhalb der Kölner Stadttore durfte hier das sogenannte „Dollbier“ ausgeschenkt werden – ein kräftiges Bier, das in der Stadt verboten war. Weil die Wirtshäuser keine städtischen Steuern zahlen mussten, zog es die Kölner regelmäßig in Scharen nach Nippes. 1755 versuchte der Stadtrat sogar, das „Auslaufen“ zum Dollbier in Nippes offiziell zu verbieten – mit mäßigem Erfolg.

So erzählt der Name Nippes bis heute die Geschichte eines Veedels zwischen Rheinarm und Ausflugslokalen, das aus einer kleinen Siedlung zu einem der lebendigsten Kölner Stadtteile wurde.

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